Höchste Qualitätsstandards

„Zentrum für Infektiologie“ am UKL zertifiziert

Der Bereich Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig wurde erfolgreich als „Zentrum für Infektiologie“ zertifiziert.

Der Bereich Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig wurde erfolgreich als „Zentrum für Infektiologie“ zertifiziert.

Leipzig. Der Bereich Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig wurde erfolgreich als „Zentrum für Infektiologie" zertifiziert und erhält damit das Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI).

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Durch die Zertifizierung wird dem Bereich Infektions- und Tropenmedizin in der UKL-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Pneumologie die Einhaltung höchster Qualitätsstandards in der Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Infektionserkrankungen bestätigt. „Für uns ist das Qualitätssiegel eine große Anerkennung unserer Arbeit", sagt Prof. Christoph Lübbert. Der Infektions- und Tropenmediziner leitet seit 2012 den Bereich, zu dem inzwischen fünf Ärzte gehören. „Die Begutachtung im Rahmen der Qualitätsprüfung hat gezeigt, dass unser Team sehr gute Ergebnisse bei der Betreuung unserer Patienten erzielt", so Lübbert.

Die Infektionsmediziner versorgen viele Patienten im gesamten Universitätsklinikum, da sie im Rahmen von Konsilen und klinischen Visiten immer dann hinzugezogen werden, wenn es um Infektionserkrankungen geht. Dazu gehört auch die Beratung der betreuenden Ärzte beim Einsatz von Antibiotika durch ein fachübergreifendes Team im sogenannten ABS- (Antibiotika-Stewardship)-Programm. Insbesondere dieses Programm am UKL wurde im Zertifizierungsprozess sehr gelobt.

Hohe Akzeptanz der Infektologie am Uniklinikum

Positiv bewertet wurde auch die hohe Akzeptanz der Infektiologie im Uniklinikum insgesamt, „sicher eine Folge unseres großen Einsatzes zur Unterstützung der Kollegen", so Lübbert. Etwa 20 Prozent aller Patienten, die ins Krankenhaus kommen, weisen bei Aufnahme oder im Behandlungsverlauf eine Infektionsdiagnose auf, auch wenn es sich häufiger „nur" um Nebendiagnosen handelt.

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Das Team um Prof. Lübbert ist daher immer häufiger gefragt, denn die Behandlungen werden komplexer. „Das hat zum einen mit der Zunahme der Antibiotikaresistenzen zu tun, aber zum anderen auch mit dem Import bisher seltener Erkrankungen, die wir eher aus der Tropenmedizin kennen oder sogar ausgerottet glaubten", beschreibt der Infektionsexperte. Nicht selten werde sein Team auch bei Infektionskomplikationen bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr hinzugezogen, zum Beispiel bei Empfängern von Organtransplantaten.

Zertifikat ist Bestätigung der guten Arbeit

Umso wichtiger seien die Aufwertung der Infektionsmedizin und die Bestätigung der guten Arbeit durch das Zertifikat. „Für uns ist das aber letztlich nur der Anfang für einen längeren Entwicklungsprozess", so Lübbert. „wir sind überzeugt, dass wir auch künftig noch Raum für weitere Verbesserungen haben, zumal wir in die größere Struktur des interdisziplinären UKL-Zentrums für Infektionsmedizin (ZINF) integriert sind, zu dem auch Mikrobiologie, Virologie, Krankenhaushygiene und Apotheke gehören."

Von Helena Reinhardt

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