Energieexperte klärt auf

Mobile Heizungen mieten: eine Alternative zur Gasheizung?

Wer Gas sparen möchte, hat mehrere Möglichkeiten, die Wohnung warmzuhalten – zum Beispiel mit einem elektrischen Heizlüfter.

Wer Gas sparen möchte, hat mehrere Möglichkeiten, die Wohnung warmzuhalten – zum Beispiel mit einem elektrischen Heizlüfter.

Heizen wird immer teurer und die Lage am Gasmarkt ist weiterhin angespannt. Gerade Hausbesitzende mit Gasheizung blicken daher besorgt auf die kommenden Monate und sorgen sich um weiter steigende Preise oder gar Einschränkungen in der Gasversorgung. Da gar nicht zu heizen weder für die Gesundheit noch für den Zustand der Immobilie infrage kommt, steigt das Interesse an Alternativen. Kann zum Beispiel ein temporärer Umstieg auf mobile Heizsysteme helfen?

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Mobile Heizung: Viele unterschätzen den technischen Aufwand beim Einbau

Mobile Heizsysteme werden eigentlich nur als Notlösungen eingesetzt, entweder bei Katastrophenfällen wie der Ahrtal-Katastrophe oder auf Baustellen, wenn die richtige Heizung noch nicht einsatzfähig ist, erklärt Reinhard Loch. Er leitet die Gruppe Energieeffizienz bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die mobilen Heizsysteme werden je nach Größe in kleineren oder größeren Containern oder auf Anhängern an den Einsatzort gebracht und dort zur Überbrückung in Betrieb genommen. In der Regel werden diese mit Öl betrieben.

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Dabei muss aber vor allem an die technische Umsetzbarkeit gedacht werden. Bei einer mobilen Heizung wird ein Schlauch von der mobilen Heizzentrale, die zum Beispiel im Garten steht, an die vorhandene Heizung angeschlossen. „Das ist technisch nicht ganz ohne Aufwand“, betont Loch. Es handelt sich bei mobilen Heizungen nicht etwa um eine Verlängerung, die selbstständig angeschlossen werden kann.

Keine günstige Alternative zur eigenen Heizung

Mobile Heizungen sind nur dann sinnvoll, wenn es keine andere Möglichkeit der Wärmelieferung gibt. Über einen längeren Zeitraum dürfte das Heizen mit gemieteten mobilen Heizsystemen ganz schön ins Geld gehen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine günstigere Lösung sein soll“, meint Loch.

Die Preise für entsprechende Systeme schwanken je nach Hersteller, Größe der Anlage, Installationsfirma und Verfügbarkeit. Der Klima- und Kühlsystemehersteller Viessmann beispielsweise schätzt den Preis für kleinere Geräte mit einer Leistung von etwa 20 Kilowatt auf ungefähr 800 bis 1000 Euro pro Woche, heißt es in einem Beitrag auf der Website der Firma. Größere Heizcontainer im Leistungsbereich von etwa 300 Kilowatt schlagen hingegen mit 1800 bis zu 3000 Euro pro Woche zu Buche. Die Betriebs- und Brennstoffkosten müssten dann noch hinzugerechnet werden.

Darüber hinaus stehen in Deutschland gar nicht ausreichend mobile Heizsysteme zur Verfügung – schließlich werden diese nur in speziellen Fällen eingesetzt. Sollte es doch zu einer Gasknappheit kommen, kann eine Versorgung mit mobilen Heizsystemen Loch zufolge daher gar nicht vorbereitet werden. Der Experte geht allerdings derzeit nicht davon aus, dass es in Deutschland dazu kommen wird. Endverbrauchende müssen sich erst einmal keine Sorgen machen, stellt er klar.

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Im Ernstfall auf elektrische Heizgeräte zurückgreifen

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen plädiert eher für andere Notlösungen. Mit strombetriebenen Geräten lässt sich schnell und günstig eine Notbeheizung für einige Tage einrichten. „Kleine Heizgeräte wie Elektroradiatoren oder Heizlüfter können Sie für 50 oder 100 Euro im Baumarkt kaufen und direkt anschließen“, empfiehlt Loch. Damit lassen sich kleinere Wohnungen oder einzelne Zimmer im Notfall recht schnell aufheizen. „Zwei Kilowatt reichen für ungefähr 40 Quadratmeter.“

Wenn die Heizung nur kurzfristig ausfällt, können alternativ andere Lösungen gefunden werden. „Dann trägt man mal zwei Tage einen dicken Pullover oder quartiert sich bei den Nachbarn ein“, so Loch.

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