Namenforschung

Studie der Uni Leipzig: Kurze Vornamen werden immer beliebter

Neugeborene

Eltern geben ihren Kindern immer häufiger kurze Vornamen. (Symbolbild)

Leipzig. Mia, Kim, Lou und Jay-Dee – in Deutschland werden kurze Vornamen immer beliebter. Wie eine Langzeitstudie der Universität Leipzig zeigt, geben Eltern ihren Kindern immer häufiger ein- oder zweisilbige Namen. Der Studie zufolge sind unter den hundert häufigsten Babynamen die meisten Namen mittlerweile zweisilbig. Vor allem bei den männlichen Vornamen setzen sich sogar einsilbige Namen wie Max, Tim, Jan, Fox und Jack immer mehr durch, erläutert Namenberaterin Gabriele Rodriguez vom Namenkundlichen Zentrum der Universität Leipzig.

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Aber auch bei den weiblichen Vornamen seien einsilbige Namen wie Jaz, Su Linn und Liz auf dem Vormarsch. Die Studie weist außerdem nach, dass es immer vielfältigere kurze Vornamen gibt und, dass diese kurzen Namen als trendig gelten. „Sprachökonomie greift auch bei Namen. Es scheint, als spiegelt sich im Trend zu kürzeren Namen der allgemeine Zeitgeist wieder“, kommentiert der Leipziger Namenforscher Thomas Liebecke.

Eine weitere Tendenz, die die Forscher ausmachen konnten, ist die Verwendung von englischen Initialen. Da Einzelbuchstaben als Namen in Deutschland nicht erlaubt sind, setzen viele Eltern stattdessen auf ausgeschriebene Initialen wie Tee-Jay, Em-Jay und Jay-Dee. Der Trend zu kurzen Namen sei vor allem im Norden und Osten stark ausgeprägt. Die beiden Forscher sind sich sicher, dass die Mode anhalten wird.

Für die Langzeitstudie „Tendenzen in der Vornamengebung in Deutschland“ werden Daten von über 300 Geburtskliniken und Krankenhäusern verarbeitet. Außerdem fließen Anfragen aus der Namenberatung und Langzeitbeobachtungen aus Beratungsgesprächen ein.

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