Newsletter „Frische Luft“

Ferien am Wasser - was rund um Leipzig erlaubt und was untersagt ist

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir bleiben sommerlich. Auch wenn das Sommerwetter bei der Temperatur die kommenden Tage etwas nachlässt. Es müssen ja nicht immer über 30 Grad sein. An den Seen im Leipziger Umland lässt es sich auch bei um die 25 Grad gut aushalten. Deswegen haben wir wieder jede Menge Strandtipps für Sie. Zuerst legen wir Ihnen einen Besuch am Strand des Zwenkauer Sees ans Herz. Dorthin ist die LVZ-Strandredaktion am Donnerstagvormittag umgezogen. Es gibt wieder viele Mitmach-Angebote und Geschichten vom See. Schauen Sie gern bei den Kollegen vorbei.

Heute finden Sie zum einen eine Übersicht, was man an Leipzigs Seen alles darf - und was nicht. Ein paar Regeln gibt es an den Tagebauseen nämlich zu beachten. Gebadet werden darf an bestimmten Abschnitten aber überall. Und auch das Wassersport-Angebot am Schladitzer See ist (fast) ohne Einschränkungen zu genießen. Auch dazu haben wir eine Übersicht für Sie.

Alle Tests, Tipps, Berichte und Aktionen der Strandredaktion finden Sie im Überblick hier.

Wenn Sie Lust auf andere Ferienaktivitäten haben - in den untern verlinkten Tipps, was sonst noch in Leipzig und der Region los ist, haben wir frische Angebote der Leipziger Museen in den kommenden Ferienwochen zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen auch weiterhin einen erholsamen und ereignisreichen Sommer.

Ihr Thomas Lieb

Baden, grillen, surfen?

Das Leipziger Neuseenland bietet viele Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung. Jedoch gibt es an den Seen besondere Regeln und Vorschriften – und nicht überall ist alles erlaubt. Was Besucherinnen und Besucher am Cospudener, Zwenkauer, Kulkwitzer, Schladitzer sowie Markkleeberger See dürfen und was nicht.

Beim Baden sind die Verbotszonen zu beachten

Baden ist in den großen Seen rund um Leipzig generell erlaubt. Es gibt aber gesperrte Bereiche - Achtung: In den Bergbaufolgeabschnitten ist das Betreten verboten.

Baden ist in den großen Seen rund um Leipzig generell erlaubt. Es gibt aber gesperrte Bereiche - Achtung: In den Bergbaufolgeabschnitten ist das Betreten verboten.

Das Gute vorweg: Baden ist grundsätzlich an allen fünf Seen erlaubt. Einer Abkühlung im Wasser steht also erst einmal nichts entgegen. Zu beachten sind allerdings die Verbotszonen – insbesondere die am Markkleeberger See. Dort ist neben dem Baden auch das Befahren mit Booten und anderen Wasserfahrzeugen untersagt. Diese Zonen befinden sich am „Markkleeberger“ im Bereich des Verbindungskanals zum Störmthaler See und von dort weiter nördlich bis zur Getzlauer Insel und rund um diese herum.

Schilfbereiche sind für Bootsführer tabu

Kleine unmotorisierte Boote wie Kajaks und Kanus sind auf allen fünf genannten Seen erlaubt. Deren Nutzerinnen und Nutzer müssen sich aber ebenfalls an die Verbotszonen halten. Außerdem ist das Einfahren in Badebereiche sowie in Schilf- und Röhrichtzonen tabu. Private Boote mit Verbrennungsmotoren sind nur auf dem Zwenkauer See zugelassen. Kleinere Boote mit Elektromotor dürfen auf allen Seen schippern – am Schladitzer See ist dies aber auf die Boote des Anglerverbandes Leipzig beschränkt.

Gefahrengeneigte Sportarten stehen auf dem Index

Alle fünf Seen sind außerdem bei Wassersportlern beliebt. Segeln, Windsurfen, Stand-Up-Paddling sowie Tauchen mit Ausrüstung sind überall möglich, wobei natürlich auch hier Badebereiche und Verbotszonen berücksichtigt werden müssen. Beim Tauchen ist der Einstieg nur an gekennzeichneten Flächen gestattet – eine Anmeldung bei den jeweiligen Tauchcentern vor Ort ist geboten.

Kitesurfer André Klug muss auf dem Trockenen surfen, weil die Genehmigung für den Schladitzer See auf sich warten lässt.

Kitesurfer André Klug muss auf dem Trockenen surfen, weil die Genehmigung für den Schladitzer See auf sich warten lässt.

Ausnahmen beim Wassersport stellen das Kitesurfen und das Wingfoilen dar. Da sie als gefahrengeneigte Sportart eingestuft wurden, ist das Kiten und Foilen im gesamten Freistaat Sachsen verboten. Zwar gibt es für den Zwenkauer und den Schladitzer See Anträge auf eine Ausnahmegenehmigung, diese wurden von der Landesdirektion Sachsen allerdings noch nicht abschließend bewertet.

Grillen ist nur an festen Plätzen erlaubt

An allen Seen ist offenes Feuer und somit auch das Grillen verboten. Am Markkleeberger und am Schladitzer See gibt es aber mietbare Grillplätze, die Gäste reservieren können. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr ist die Nutzung am Markkleeberger See derzeit eingeschränkt.

Schladitzer Bucht - das Wassersport-Paradies in der Region

Surfen, Tauchen, SUP – und das war noch längst nicht alles: Die Schladitzer Bucht hat sich zum Wassersport-Hotspot in der Region Leipzig entwickelt. Längst zieht es nicht nur Einheimische dorthin. Entstanden ist in den vergangenen Jahren eine große Freizeit-Tourismus-Landschaft. Die Möglichkeiten im Camp David Sport Resort des Seebetreibers All on Sea sind jedenfalls groß – angefangen beim Wassersport-Fun-Park, einer großen aufblasbaren Luftkissen-Attraktion, die vor allem bei Kindern beliebt ist. Was sonst noch an der „Schladibu“ möglich ist – ein Überblick.

Stand-Up-Paddling

Ruhiges und klares Wasser: Der Schladitzer See eignet sich prima zum Stand-Up-Paddling.

Ruhiges und klares Wasser: Der Schladitzer See eignet sich prima zum Stand-Up-Paddling.

Der Schladitzer See ist ein Paradies für Fans des Stand-Up-Paddlings (SUP). Das Leben zwischen den Algenteppichen ist von oben im klaren Wasser ideal zu beobachten. Der Schladitzer See ist groß genug, dass man sich gut und gern zwei Stunden auf dem Wasser aufhalten kann und trotzdem die ganze Zeit an verschiedene Stellen unterwegs ist. Reizvoll sind die Sprünge ins Wasser inmitten des Sees. Aber: Die mit Bojen abgesperrten Bereiche des Badestrandes am Aquapark und vor dem Abschnitt des Restaurantstrandes sind für Wassersportler tabu. Preis: ab 15 Euro pro Stunde ab Camp David Sport Resort (halbe Stunde 9 Euro).

Kajak, Katamaran & Co.

Henry Schneider (59) kommt mehrmals in der Saison zum Paddeln an den Schladitzer See.

Henry Schneider (59) kommt mehrmals in der Saison zum Paddeln an den Schladitzer See.

In den Augen von Henry Schneider hat der Schladitzer See „eine irre Entwicklung“ hinter sich – sozusagen vom Tagebauloch zum Sportgerät. An die Tagebauzeit kann er sich noch erinnern, „da ist das jetzt eine ganz andere Nummer“, sagt der 59-Jährige. Mehrmals in der Saison kommt der Freizeitsportler aus Delitzsch zum Paddeln. Ein Zweier-Kajak gibt es bei All on Sea im Sport Resort für 14 Euro die Stunde, ein 3er-Kanadier für 18 Euro. Ein Führerschein ist dafür natürlich nicht erforderlich. Wer hingegen ein Segelboot oder einen Katamaran ausleihen möchte, muss sein Können mit dem Besitz eines Segelführerscheins bescheinigen.

Surfen

Ideale Windbedingungen: Surfer auf dem Schladitzer See.

Ideale Windbedingungen: Surfer auf dem Schladitzer See.

Von April bis Oktober heißt es an der Schladitzer Bucht: ab aufs Brett, Segel in die Hand und rauf auf den See. Und warum genau hier? „Wir sind dafür bekannt, in der Region den besten Wind zu haben“, sagt Lara Seydel, die an der Wassersportstation arbeitet. Zu verdanken sei dies der offenen Lage. „Hier weht ein schöner Süd-West-Wind.“ Surfen kann grundsätzlich jeder: Allen, die schon eine Ausrüstung haben, steht die Infrastruktur von All on Sea offen. Wer Brett und Segel ausleihen möchte, muss einen Surfschein vorweisen, alternativ kann ein Kurs gleich vor Ort absolviert werden. Auch Anfänger können einen Kurs belegen. Das Schnuppersurfen kostet 30 Euro pro Stunde.

Tauchen

Tauchlehrerin Stephanie Mannshardt kommt mit ihren Kursteilnehmern von einem Tauchgang zurück. Die Pressluftflaschen werden aufgefüllt, dann geht es wieder ins Wasser.

Tauchlehrerin Stephanie Mannshardt kommt mit ihren Kursteilnehmern von einem Tauchgang zurück. Die Pressluftflaschen werden aufgefüllt, dann geht es wieder ins Wasser.

Das Tauchcenter an der Schladitzer Bucht ist Samstag und Sonntag sowie an den Feiertagen, jeweils von 10 bis 18 Uhr, geöffnet. Es empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung. „Zu sehen sind viele Fische, Schwämme und Muscheln an versunkenen Bäumen“, erzählt Tauchlehrerin Stephanie Mannshardt. Johannes aus Halle hat im vergangenen Jahr angefangen, hier zu tauchen, und schon mehrere Kurse absolviert. „Es ist cool, die Fische zu sehen. An einer Stelle sind manchmal auch Flusskrebse“, schwärmt der 16-Jährige. Besitzer eines Tauchscheins können sich an der Tauchbasis Material ausleihen und die Pressluftflaschen befüllen lassen. Für Unerfahrene bietet sich ein Schnupperkurs für 89 Euro an. Wer einen Tauchschein machen möchte, zahlt 499 Euro. Außerdem werden noch weitere Spezialkurse angeboten.

Das ist sonst in Leipzig los

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Die LVZ-Reportage zum Anhören

Reporter Josa Mania-Schlegel hat über eine alte Freiheit - der FKK - recherchiert.

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