Newsletter „Frische Luft“

Rein oder raus? Die Qual der (Herbst-)Wahl

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

morgen gibt es kein Zurück mehr: Der Herbst beginnt dann bei uns auch kalendarisch. Wenn wir aus dem Fenster gucken, macht das allerdings gar keinen so großen Unterschied mehr. Längst fallen die Temperaturen in den Nächten wieder in den einstelligen Bereich und der Himmel ist regelmäßig grau verhangen. Macht aber nichts - es gibt wie immer auch viel, das den Herbst besonders macht:

  • Kastanien, buntes Laub, Pilze, Herbstspaziergänge
  • Kürbisse in jedweder Art
  • Zeit für den Lieblingsfilm auf dem Sofa
  • Oktoberfest, Halloween, Erntedank - Gründe zum Feiern finden sich immer
  • Schals, Mütze und Pullis tragen (ohne Schwitzen)

Und natürlich gibt es viel zu unternehmen - drinnen und draußen. Deswegen hält diese Frische-Luft-Ausgabe nicht nur einen neuen Wandertipp für Sie bereit (es geht nach Mittelsachsen) - es gibt auch eine ganze Reihe Tipps für Indoor-Aktivitäten. Schlechtes Wetter? Kein Problem!

Haben Sie schon Pläne für das Wochenende? Falls nein: Suchen Sie sich etwas aus! Viel Freude dabei wünscht

Ihre Josephine Heinze

 

Schlechtwetter-Alternativen

Der Sommer ist in den letzten Zügen und die Couch vor dem Fernseher sieht wieder verlockender aus. Wer trotz trüben Wetters nicht zum Stubenhocker werden will, kommt mit dem großen Angebot an Indoor-Aktivitäten auf seine Kosten. Die LVZ hat tolle Möglichkeiten für Leipzig zusammengestellt.

  • Geschichte zum Anfassen: Seit 17. September läuft das „VR-Lab“ im Kinder- und Jugendmuseum „Unikatum“. Dann warten dienstags bis sonntags spannende Mitmachaktionen rund um die virtuelle Realität sowie die überarbeitete Ausstellung „Nimmersatt“ auf die Museumsbesucher. Das Stadtgeschichtliche Museum nimmt junge Entdeckerinnen und Entdecker mit auf eine interaktive Reise in die Vergangenheit. Duftende Gewürze, schwere Stoffe, mysteriöse Objekte und zahlreiche Verkleidungen – so können Kinder im Grundschulalter die Geschichte der Messestadt mit allen Sinnen erfahren. Kinder unter 18 Jahren erhalten freien Eintritt.
Im Leipziger Kindermuseum Unikatum ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht.

Im Leipziger Kindermuseum Unikatum ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht.

  • Indoor auspowern: Riesige Trampoline, ein Ninja Park und Virtual Reality: Beim „Jump House“ in der Markranstädter Straße können sich Groß und Klein körperlich verausgaben. Einen Indoorspielplatz speziell für die Kleineren – mit Hüpfburgen, Rutschen und einer Kartbahn – gibt es im „Kinderland“ in der Jubischstraße. Für die Jüngsten stehen im „Kikoo Kinderland“, dem „Playtogether“ und der „Kinderarena“ altersgerechte Spielumgebungen bereit. Die jeweiligen Öffnungszeiten sind auf den Webseiten hinterlegt.
Eine Kindergeburtstags-Party im JUMP House Leipzig verspricht Springen, Sport, Spaß und Action der Superlative.

Eine Kindergeburtstags-Party im JUMP House Leipzig verspricht Springen, Sport, Spaß und Action der Superlative.

  • Adrenalin beim Laser-Tag: Wer mindestens 1,10 Meter groß ist, kann sich beim Lasertag austoben und in Strategie und Teamwork üben. Mit einem Laserstrahler und einer speziellen Weste ausgestattet, treten zwei Teams gegeneinander an und versuchen sich gegenseitig aus dem Spiel zu lasern. Möglich ist das unter anderem beim Lasertag im Sachsenpark und in der Lasertagarena in der Südstraße. Für einen Besuch ist jeweils eine Voranmeldung nötig.
Schwarzlicht und 3D-Adventure beim Minigolf in Leipzig-Zentrum.

Schwarzlicht und 3D-Adventure beim Minigolf in Leipzig-Zentrum.

  • Minigolf mit Special Effects: Auf der Minigolf-Anlage „Lila Licht“ in einer ehemaligen Diskothek in der Großen Fleischergasse 19 wird bei Schwarzlicht und mit 3-D-Brille eingelocht. Zur Auswahl stehen 19 Bahnen in Unterwasser-, Höhlen- und Dschungelwelten, die der Graffiti-Künstler Marcel ‚Costwo‘ Ebersbach geschaffen hat. Die 360 Schwarzlicht-LEDs sorgen für die richtige Stimmung, die 3D-Brillen für die Extraportion Herausforderung. Zu Halloween und Weihnachten gibt‘s passende Dekoration und spezielle Aktionen. Geöffnet hat die Anlage täglich außer montags. Während der Ferien entfällt der Ruhetag.
 

Unterwegs in Mittelsachsen

Eine gute Autostunde vom Dresdner Stadtzentrum entfernt liegt der heutige Zielort Großwaltersdorf in Mittelsachsen. Das untere Erzgebirge mit Erhebungen um die 550 Meter gehört zu den touristisch eher weniger bekannten Landschaften. Dabei bietet die Gegend zwischen Augustusburg und Erzgebirgskamm die Möglichkeit für ausgesprochen aussichtsreiche Wanderungen.

Eine Parkgelegenheit besteht direkt neben den Sportanlagen in Großwaltersdorf. Gleich gegenüber befindet sich das Landhotel „Trakehnerhof“. Das Restaurant des Hauses sei an dieser Stelle für eine etwas längere und genussvolle Einkehr am Ende der knapp 13 Kilometer langen Wanderung empfohlen.

Blick zum Fichtelberg und Klínovec

Unweit der kleinen Heimatscheune an zentraler Stelle starten auch einige markierte Wanderwege. Mit dem „Gelben Punkt“ des Rundweges „Diebssteig“ gelangen wir entgegen dem Uhrzeigersinn zuerst in die „Alte Salzstraße“ und verlassen den Ort später über die „Lippersdorfer Straße“. Von dort links abbiegend steigen wir zu den Grenzhäusern auf, wo wir in der Nähe der Windräder auf der Waltersdorfer Höhe (590 Meter ü. N. N.) auf den Rundweg „Roter Punkt“ treffen.

Wanderschuhe schnüren: Am Entdeckertag geht es 18 Kilometer lang von Pattensen über Hemmingen und Laatzen bis zum Opernplatz in Hannover.

Wanderschuhe schnüren!

Diesem folgen wir zunächst einige Schritte zum „Aussichtspunkt“ an der Schutzhütte, um dann doch in die Gegenrichtung zum „Bärloch“ zu wandern. Bei entsprechendem Wetter besteht nämlich bemerkenswerte Aussicht in alle Richtungen. Unter anderem sind auch der Fichtelberg und sein tschechischer Nachbar Keilberg (Klínovec) in der Ferne zu sehen.

Dorfkirche mit Wehrgang

Durch die halboffene Landschaft wandern wir zum „Bärloch“. Am Platz dieses einsam gelegenen Hofes wurde im Jahre 1700 der letzte Bär der Gegend erlegt. Auf bequemer Strecke geht es dann weiter nach Mittelsaida.

Wehrkirche Mittelsaida.

Wehrkirche Mittelsaida.

In östlicher Richtung erhebt sich der 700 Meter hohe Saidenberg mit seinen zahlreichen Windrädern. In Mittelsaida lohnt der Abstecher zur Dorfkirche. Sie besitzt einen Verteidigungsgang und gehört damit zu den noch fünf erhaltenen typischen Wehrkirchen im Erzgebirge.

Auf zum Liederstein „Hoch auf dem gelben Wagen“

Der Rundweg „Roter Punkt“ führt nur ein Stück die Staatsstraße 207 hinauf, dann gleich rechts auf der Ringstraße weiter und schließlich als von Bäumen gesäumter Feldweg auf die umliegenden Höhen. An der Kreuzung bei Neuwaltersdorf können wir noch einen kurzen Abstecher zum Liederstein „Hoch auf dem gelben Wagen“ unternehmen.

Entsprechend beschwingt wandern wir auf dem anfangs gepflasterten, später mit einer Straßendecke versehenen Fahrweg mit dem „Roten Punkt“ weiter über die nahe Höhe (585 Meter ü. N. N.) mit dem Antennenmast. Bemerkenswert ist auch die Aussicht in Richtung Augustusburg. Kurz vor Großwaltersdorf treffen wir wieder auf die S 207, die wir mangels Alternative für den Endspurt zum Ausgangsort nutzen.

 

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