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Unheilbare Krankheit

Sachsen-Anhalts langjähriger Finanzminister Jens Bullerjahn leidet an ALS

Bestimmte zehn Jahre die Haushaltspolitik in Sachsen-Anhalt: Jens Bullerjahn.

Bestimmte zehn Jahre die Haushaltspolitik in Sachsen-Anhalt: Jens Bullerjahn.

Magdeburg.Über Jahre hinweg bestimmte Jens Bullerjahn (SPD) als Finanzminister die Haushaltspolitik in Sachsen-Anhalt entscheidend mit. Nun hat den 59-Jährigen ein schwerer Schicksalsschlag ereilt. Wie die Mitteldeutsche Zeitung am Samstag berichtet, leidet Bullerjahn an der unheilbaren Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). „Hoffnung auf Heilung gibt es nicht. Damit muss man umgehen“, sagte der 59-Jährige im Interview.

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Die degenerative Erkrankung des Nervensystems, an der drei bis acht Menschen pro 100.000 Einwohner in Deutschland leiden, löst unter anderem Muskelschwäche und Muskelschwund aus. Nach einer ALS-Diagnose liegt die Lebenserwartung statistisch bei drei bis fünf Jahren. „Ich habe mir gesagt: Man darf nicht verzagen. Es bleibt noch Zeit, in der ich einiges tun kann“, sagte Bullerjahn über seinen Umgang mit der Krankheit.

Bullerjahn muss Atlantiküberquerung absagen

Eine eigentlich in diesem Jahr geplante Atlantiküberquerung mit dem Segelboot hat der ehemalige Spitzenpolitiker wegen der Beeinträchtigungen durch die Krankheit abgeblasen und konzentriert sich stattdessen auf seine Buchprojekte.

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Aktuell hat er über die Friedrich-Ebert-Stiftung das Buch mit 720 Seiten „Deutschland und sein Geld“ herausgegeben, es enthält unter anderem Gespräche mit Ministerpräsidenten und dem jetzigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Scholz gab seinem Parteifreund das Gespräch noch als Bundesfinanzminister und verweist darin etwa darauf, dass es in Deutschland Wachstum brauche, um neue Projekt zu finanzieren - und kommentiert die politische Debatte dazu so: „Die Kuchenbäcker wissen das, die Kuchenverteiler verlieren das manchmal aus dem Blickfeld.“

Von anzi

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