Newsletter „Frische Luft“

Von milden Temperaturen und starken Aromen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

War das nicht ein wirklich wundervoller Oktober? Haben Sie auch dieses wunderbar milde und sonnige Herbstwetter genießen können - waren viel draußen unterwegs? Der Oktober hat nicht nur Leipzig außergewöhnlich warme Temperaturen beschert. Der Sommer war ja bereits schon außergewöhnlich warm - und leider auch vielerorts viel zu trocken. Dieser Oktober ließ ihn in die Verlängerung gehen.

Fürs Erste sei nun aber erstmal Schluss mit den milden Temperaturen, kündigt der Deutsche Wetterdienst an. „Der Hochdruckeinfluss schwindet“, so Meteorologe Sebastian Balders. Für die restliche Woche kündigt er einen Temperatursturz von 10 bis 15 Grad und wechselhafteres Wetter an.

Wie auch immer sich das Wetter nun entwickeln möge - wir nehmen es, wie es kommt. Denn auch ein schöner Herbstwind, der die Blätter zum Tanzen und die Drachen zum Fliegen bringt, erfreut uns und unsere Kinder bisweilen doch sehr. Vielleicht sogar noch mehr als ein weiterer Tag mit rekordverdächtig hohen Temperaturen.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Restwoche!

Ihre Ina Schwarzbrunn

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Leipzigs Parks und Wälder sind eigentlich bei jedem Wetter einen Besuch wert.

Was der sommerliche Oktober für Leipzigs Tiere und Pflanzen bedeutet

Hohe Temperaturen, viele Sonnenstunden und wenig Regen sorgten im vergangenen Monat für spätsommerliche Stimmung in der Messestadt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nun Bilanz gezogen: Der Oktober war überdurchschnittlich warm. Ein gewöhnlicher Ausreißer oder vielmehr Folge des Klimawandels? Und wie reagiert die Natur in Leipzig und Umgebung auf den verspäteten Herbst? Die LVZ hat Meteorologen und Biologen dazu befragt.

Zweitwärmster Oktober in Sachsen seit Beginn der Aufzeichnungen

Laut Informationen des Deutschen Wetterdienstes lag die Durchschnittstemperatur in der Messestadt im Oktober bei 13,4 Grad Celsius – und damit 3,5 Grad über dem üblichen Wert um diese Jahreszeit. Die höchste Temperatur brachte der 17. Oktober mit knapp über 26 Grad Celsius. Damit ist der vergangene Oktober sachsenweit der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen – wärmer war es nur im Jahr 2001.

Die Sonne hat nachweislich ihren Beitrag dazu geleistet. Denn auch die Anzahl an Sonnenstunden lag im vergangenen Monat besonders hoch. „Wir hatten 162 Sonnenstunden“, teilt Sebastian Balders, Meteorologe des DWD, am Dienstag mit. Der durchschnittliche Wert liege bei 107 Stunden. Damit konnten Leipzigerinnen und Leipziger 50 Prozent mehr Sonne als gewöhnlich um diese Zeit genießen.

Milde Temperaturen in Zeiten des Klimawandels

Das Mehr an Sonnenstrahlen ging dabei mit einem Minus an Regen einher. „Der Niederschlag lag im Oktober bei 29 Litern pro Quadratmeter“, berichtet Balders. Im Durchschnitt seien es 41 Liter. Somit habe der Monat lediglich 72 Prozent des üblichen Niederschlags eingebracht.

Extreme werden häufiger durch den Klimawandel

So sieht das auch Ina Tegen, Forscherin am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. „Es gibt Zufälle“, sagt die Meteorologin, „aber solche Hitzewellen werden in einem durch Treibhausgase erhitzten Klima wahrscheinlicher als zu vorindustriellen Zeiten.“ Der Oktober sei ungewöhnlich heiß gewesen, stellt Tegen fest. Sie kennt die Auswertungen des DWD. „Viele fanden das ja auch gar nicht schlecht“, sagt die Forscherin, lacht zunächst – und ergänzt, dann wieder ernst: „Solche Extreme werden durch den Klimawandel häufiger vorkommen und machen das Wetter auch gefährlicher.“

René Sievert ist Vorsitzender des Leipziger Regionalverbands des Naturschutzbundes (Nabu). Er kennt sich mit den ökologischen Auswirkungen solcher Wetterextreme aus. „Das ist alles keine Riesenkatastrophe“, nimmt er zunächst vorweg. Dann hat der Biologie aber doch noch einige Ergänzungen.

Die Sonne strahlt durch ein herbstlich verfärbtes Blatt.

Die Sonne strahlt durch ein herbstlich verfärbtes Blatt.

Für manche Pflanzen war der Oktober eine Chance

„Wenn die Jahreszeiten sich so verschieben, verlängert sich auch die Vegetationsperiode“, erklärt der Nabu-Vorsitzende. Das habe gute und schlechte Konsequenzen. Nadelbäume etwa würden ihre Nadeln später als üblich abwerfen und damit länger Wasser über ihre Blätter verdunsten. „Nach einem ohnehin sehr niederschlagsarmen Sommer sind die Böden trocken“, erklärt Sievert. Die Dürre als solche sei eigentlich das größte Problem.

Aber zurück zum warmen Oktober. Für manche Pflanzen komme der nämlich ganz gelegen – gerade nach dem trockenen Sommer. Denn sie hätten dadurch noch mal die Möglichkeit bekommen, erfolgreich Samen zu produzieren. „Gerade auf den Wiesen sind in Leipzig viele Pflanzen im Sommer vertrocknet“, erklärt der Biologe. „Jetzt haben sie noch mal die Chance bekommen im Winter über die Runden zu kommen.“

 

Starke Aromen und Raffinesse: Das Chili-s will den Geschmack Indiens nach Leipzig bringen

Mit indischen Rezepturen, einem dezent gestylten Ambiente und sehr persönlichem Einsatz prägt Gastgeber Mamoj Kumar das Restaurant Chili-s am Südplatz in Leipzig. Lohnt sich der Besuch?

Was für ein betörender Duft! Klingt arg nach Klischee, ist aber der erste Eindruck beim Betreten dieses kleinen, neuen Restaurants in der Südvorstadt. Die Küche liegt zwar verborgen, doch aromatische Speisen, vom Service in Schalen an die Tische getragen, regen den Appetit an.

Positiv fällt sofort auf, dass der Raum ohne Figuren von Gottheiten, schweren Brokat und messingfarbene Dekorationen auskommt. Die Wände zieren dezent-verspielte Motive auf dunkelblauem Grund. An der Decke scheint ein Tisch zu schweben – mit gelb angestrichenen Elefantenköpfen als Tischbeinen – einfach so.

In der Leipziger Karl-Liebknechtstraße 56 A, gleich beim Südplatz, liegt das Restaurant Chili-s.

In der Leipziger Karl-Liebknechtstraße 56 A, gleich beim Südplatz, liegt das Restaurant Chili-s.

Gastgeber Mamoj Kumar hat nach eigenem Bekunden in Goa an der Westküste Indiens ein Lokal geführt, bis ihn sein Weg nach Leipzig führte. Er jobbte in verschiedenen Restaurants und eröffnete nun doch wieder ein eigenes – für authentisches indisches Essen.

Doch was ist das schon in einem so großen Land, in dem sich die Originale von Region zu Region total unterscheiden? Aus seiner Heimat mitgenommen hat er Erinnerungen an Gewürzplantagen, die den kleinen Bundesstaat des Subkontinents mindestens ebenso berühmt gemacht haben wie die Camps zahlreicher Aussteiger am hellen Strand des Arabischen Meeres.

Von mild bis sehr scharf gewürzt

Seine Kochkunst basiert auf eigenen Rezepten für Speisen mit Geflügel und Lamm sowie vegetarische Gerichte und Currys, alle von mild bis sehr scharf gewürzt, damit sich, wie er versichert, „seine eigene, positive Energie auf die Gäste überträgt.“ Und so erfährt man von ihm auch, wonach es hier so intensiv duftet, zum Beispiel nach Kreuzkümmel, geräucherter Paprika und Kardamom, nach Sternanis, Koriander, Nelken und Bockshornkleesamen.

Schluss der Aufzählung, schließlich geht es ums Essen, auf der Karte nummeriert von 1 bis 97. Vorweg soll es Paneer Pakora sein, hausgemachter Käse, vier Stück in Kichererbsenmehl frittiert, dazu zwei Schälchen mit Tamarinde und Minz-Chutney. Als absolut gelungene Variante kommt Daal daher, hier eine Gelbe-Linsen-Suppe, abgeschmeckt mit Zitrone und Koriander. Sie ist vegan, aber sicher nicht nur für Veganer ein schönes Erlebnis.

Samosa, Thali, dazu Reis und Bhatura-Brot: Im Restaurant Chili-s auf der Karl-Liebknecht-Straße soll der Geschmack Indiens im Fokus stehen.

Samosa, Thali, dazu Reis und Bhatura-Brot: Im Restaurant Chili-s auf der Karl-Liebknecht-Straße soll der Geschmack Indiens im Fokus stehen.

Haben Sie Appetit bekommen? Den gesamten LVZ-Gastro-Test zum Chili-s lesen Sie hier.

Chili-s, Karl-Liebknecht-Str. 56 a, 04275 Leipzig, Konzept: Restaurant mit indischer Küche, Extras: Lieferdienst, Selbstabholung in Mehrweg- oder eigener Ver­packung, Geöffnet: täglich von 11 bis 22.45 Uhr

 

Das ist sonst in Leipzig los

 

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