Extrapunkte fürs Überfahren von Frauke Petry

Das Online-Spiel „Schulzzug“ soll die Kampagne von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz unterstützen. Doch nicht jeder findet die Herangehensweise lustig.

Das Online-Spiel „Schulzzug“ soll die Kampagne von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz unterstützen. Doch nicht jeder findet die Herangehensweise lustig.

Berlin. Aufregung um den "Schulzzug": Unter dem Schlagwort wird Kanzlerkandidat Martin Schulz seit Wochen von SPD-Anhängern im Netz gefeiert - auch mit einem Computerspiel. "Schulzzug - The Game" verspricht einen "bremsenlosen Spielspaß". In simpler C64-Optik steuert man Lokführer Schulz an Hindernissen vorbei (hier geht´s zum Spiel). Ziel des Spiels: Einfahrt ins Bundeskanzleramt.

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Bonuspunkte fürs Überrollen von Frauke Petry

Doch der Spaß hat ein Geschmäckle: Auf den Gleisen oder am Wegesrand tauchen Figuren auf, die AfD-Chefin Frauke Petry, US-Präsident Donald Trump oder den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit nacktem Oberkörper darstellen sollen.

„Fiese Populisten versuchen, dir mit ihren rückwärtsgewandten, beschränkten und mauerorientierten Ideologien den Weg zu versperren“, heißt es in der Anleitung. Es gilt: umfahren oder überfahren. Für letzteres gibt es Extrapunkte. Und genau das sorgt für Aufregung.

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Vorneweg: Es fließt kein Blut, verglichen mit Ballerspielen ist der „Schulzzug“ eher infantil. Dennoch gehen die Meinungen über „Schulzzug – The Game“ auseinander. Manchen User gefällt das Spiel.

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Andere kritisieren das Spiel.

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Auch mehrere Politiker können dem Spiel nichts abgewinnen. CDU-Bundesvize Julia Klöckner twitterte: „Menschen in einem Spiel überfahren zu lassen, ist nicht wirklich witzig, geschmacklos.“

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Die CDU Rheinland-Pfalz legte nach.

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Auch mehrere AfD-Politiker kritisieren das Spiel – darunter die stellvertretende Bundessprecherin Beatrix von Storch.

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Entstanden ist das Online-Game Anfang März bei einer Veranstaltung in der SPD-Zentrale. Die Sozialdemokraten hatten Programmierer zu einem „Hackathon“ eingeladen.

Entwickler sollen Spiel entschärfen

Auch Generalsekretärin Katarina Barley spielte den „Schulzzug“. Die SPD legt allerdings Wert darauf, kein Copyright darauf zu haben. Nun sei den Entwicklern aber nahegelegt worden, das Spiel „zu entschärfen“, hieß es am Dienstag aus der Partei. Wie "Spiegel Online" am Nachmittag berichtete, wollen die Entwickler diesem Wunsch nachkommen.

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Schulz selbst hatte sich bei den „Nerds“ für die Unterstützung via Twitter bedankt: „In Berlin programmieren einige Verrückte beim Hackathon 24h lang für meinen Wahlkampf. Danke euch und viel Energie!“

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Von dpa/RND/zys

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