Neue Schadsoftware „Adylkuzz“ im Umlauf

Er hat „Wanna Cry“ gestoppt: Der britische IT-Experte Marcus Hutchins. Seine Kollegen haben nun eine neue, noch gefährlichere, Schadsoftware entdeckt.

Er hat „Wanna Cry“ gestoppt: Der britische IT-Experte Marcus Hutchins. Seine Kollegen haben nun eine neue, noch gefährlichere, Schadsoftware entdeckt.

Berlin. „Und auch diese nutzt die von der NSA gesammelten und dann gestohlenen Sicherheitslücken aus“, sagte Proofpoint-Managerin Monika Schaufler am Dienstag. Zwei Mitarbeiter des Unternehmens hatten gemeinsam mit dem britischen IT-Forscher Marcus Hutchins mit Hilfe eines Tricks die Verbreitung von „Wanna Cry“ am Wochenende vorerst gestoppt.

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„Adylkuzz“ arbeitet im Verborgenen

Der neue Angriff "Adylkuzz" verfolge jedoch ein ganz anderes Ziel und arbeite im Verborgenen, teilten die Forscher mit. Auf den infizierten Rechnern werde im Hintergrund das virtuelle Geld Monero erzeugt. Es ähnelt der virtuellen Währung Bitcoin – allerdings mit stärkerem Fokus auf die Privatsphäre. "Das ist für die Betrüger weitaus profitabler als ein Erpresserangriff wie etwa "Wanna Cry"", sagt Schaufler. Weltweit seien bereits Zehntausende Rechner infiziert. Die Anwender merken lediglich, dass ihre Systeme sehr langsam werden und dass sie auf bestimmte Windows-Ressourcen nicht mehr zugreifen können. Die generierten Summen je Rechner seien mit einigen Dollar je Woche zwar gering, so Schaufler. In der Summe kämen aber mehrere Zehntausende oder Hunderttausende Dollar zusammen.

Die sogenannte Kryptowährung „Monero“ werde auf Marktplätzen im Darknet, einem anonymen Teil des Internets, für den Handel von Drogen, Kreditkarten oder gefälschten Waren genutzt.

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Von RND/dpa/caro

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