Unerwünschte Miner: Einige Virenprogramme schürfen Kryptowährungen

Windows-Nutzerinnen und -Nutzer, die einen Virenscanner installieren, müssen neuerdings damit rechnen, sich auf diesem Wege vielleicht auch einen Kryptominer auf den Rechner zu holen.

Berlin. Windows-Nutzerinnen und -Nutzer, die einen Virenscanner installieren, müssen neuerdings damit rechnen, sich auf diesem Wege vielleicht auch einen Kryptominer auf den Rechner zu holen. Dabei komme es noch nicht einmal unbedingt darauf an, ob der Virenschutz gratis ist oder etwas kostet, berichtet das IT-Fachportal Golem.

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Es gebe Beispiele für Miner sowohl in kostenlosen als auch in kostenpflichtigen Virenschutzprogrammen. Immerhin müssten die Miner in der Regel aber erst angeschaltet werden und arbeiteten nicht sofort automatisch nach der Installation.

Miner und Blockchains sind Stromfresser

Aber einmal davon abgesehen, dass Blockchain-Kryptowährungen extrem viel Energie verbrauchen und schon das Schürfen die eigene Stromrechnung gewaltig in die Höhe treiben kann: Der Einsatz von Minern daheim ist am ehesten noch etwas für versierte Nutzerinnen und Nutzer mit potenter Hardware, insbesondere mit einer leistungsfähigen Grafikkarte.

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Beim Großteil derjenigen, die ein Virenschutzprogramm installieren, handele es sich um Laien, die in der Regel schon mit den Einstellungen eines Miners überfordert seien und sich dann im Zweifel gefährliche, vermeintliche Hilfsprogramme aus dem Netz herunterladen würden, warnt das Portal.

Dubioses Geschäftsmodell

Tendenziell überforderten Nutzern so etwas wie Miner überhaupt an die Hand zu geben, sei ein dubioses Geschäftsmodell, so das Fazit der Experten. Geschäftsmodell deshalb, weil die Virenscanner-Anbieter Prozente vom erschürften Kryptogeld einbehalten.

Nutzerinnen und Nutzern, die sich fragen, ob sie überhaupt einen Extra-Virenscanner installieren müssen, wird ein Blick auf einen Vergleich von 19 Virenscannern empfohlen, den Stiftung Warentest im vergangenen Jahr vorgenommen hat.

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Microsofts Defender „gut“ getestet

Selbst das „schlechteste“ Programm im Testfeld, Microsofts Defender, der fester wie kostenloser Bestandteil des Windows-Betriebssystems ist, erhielt immer noch die Note 2,5 und damit ein „Gut“. Die Note war wegen Mängeln in der Datenschutzerklärung sogar noch um 0,3 Punkte herabgesetzt worden.

RND/dpa

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