Vollelektrisch ab 2023

Maserati Grecale – Zweites SUV, erstes E-Auto

Ab 2023 auf unseren Straßen: Der Maserati Grecale Folgore wird von zwei E-Motoren mit 400 kW/544 PS angetrieben.

Ab 2023 auf unseren Straßen: Der Maserati Grecale Folgore wird von zwei E-Motoren mit 400 kW/544 PS angetrieben.

Maserati setzt seine langfristig angelegte Neuheitenoffensive mit der Vorstellung des SUV-Modells Grecale fort. Der im D-Segment unterhalb des 2016 eingeführten Levante positionierte Allradler wird im Sommer 2022 zunächst mit Verbrennermotor antreten. 2023 folgt mit dem Grecale Folgore eine rein batterieelektrisch angetriebene Variante.

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Basis für den Grecale ist die bereits für Alfas Giulia und Stelvio sowie für den Jeep Grand Cherokee genutzte Fiat-Chrysler-Plattform Giorgio. Speziell für den 4,85 Meter langen Maserati wurde allerdings der Radstand um fast neun Zentimeter verlängert, weshalb das Fahrzeug ein Raumangebot auf dem Niveau gehobener Segmente bietet. Um anspruchsvolle Kunden zu locken, wird das SUV optional mit Luftfederung kombinierbar sein.

Optisch setzten die Italiener auf puristisches Design. Dessen Klarheit und elegante Flächen versprechen optische Langlebigkeit. Dazu passend sind die elektrischen Türgriffe, die mit der Blechhaut bündig abschließen, was aerodynamische Vorteile verspricht. Zwar sieht der Grecale aus, wie ein SUV seiner Größenordnung heutzutage in der Regel aussieht, zugleich vermitteln verschiedene Details jedoch eine eigenständige Maserati-DNA.

Dafür sorgen zum Beispiel die Lichtsignatur der LED-Scheinwerfer oder der tiefe Kühlergrill, der eine Familienähnlichkeit mit dem Supersportwagen MC20 herstellt. Zudem gibt es Luftöffnungen in den vorderen Kotflügeln sowie an mehreren Stellen Dreizack-Zitate. Die in die Kofferraumklappe reichenden, zweigeteilten Heckleuchten zitieren mit ihrer LED-Lichtgrafik die Bumerang-Leuchten des 3200 GT.

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Hinterm Lenkrad befindet sich ein 12-Zoll-Display als Kombiinstrument mit verschiedenen Anzeigemodi, die von puristisch bis sportlich reichen. Fahrrelevante Informationen werden per Head-up-Display in die Windschutzscheibe projiziert. Mittig im Armaturenbrett gibt es eine kleine Uhr, die ebenfalls von einem Display dargestellt wird. Der Minibildschirm dient auch dazu, optische Feedbacks zu geben, etwa wenn sich der Fahrer mit Bordsystem unterhält. In der Mittelkonsole findet sich ein Doppeldisplay mit gebogener Glasabdeckung.

Während der obere Touchscreen mit 12,1 Zoll Bildschirmdiagonale als Anzeigeplattform für Infotainment-Funktionen dient, ist der kleinere 8,8-Zoll-Screen Bedieneinheit für einige Fahrzeugfunktionen wie etwa die Klimaanlage. Entsprechend gibt es keine physischen Schalter mehr in der Mittelkonsole. Dem Look-and-Feel der wenigen verbliebenen Knöpfe und Schalter wurde große Aufmerksamkeit geschenkt, um das Luxuserlebnis zu verstärken. Auch am Sound wurde viel gearbeitet. Das betrifft selbstredend auch das Audiosystem, das Sonos Faber beigesteuert hat. Neben den Vordersitzen sollen auch die Plätze im Fond viel Platz und Beinfreiheit bieten. Der Kofferraum nimmt 570 Liter Gepäck auf.

In den drei Hauptmärkten China, USA und Europa wird Maserati die Schwerpunkte der Vermarktung sehr unterschiedlich setzen. Bei den Chinesen soll das Italo-SUV vor allem als Luxusauto wahrgenommen werden, während der Grecale Kunden in Europa auch in seiner Rolle als praktisches Familienauto locken soll. In den USA wollen die Italiener den Grecale hingegen als Womanizer vermarkten, der vor allem Frauen begeistert, die nach Einschätzung von Maserati rund die Hälfte der Kunden ausmachen werden.

Einen mechanischen Türöffner wird es im Grecale nicht mehr geben. Stattdessen entriegeln die Türen auf Knopfdruck elektrisch.

Einen mechanischen Türöffner wird es im Grecale nicht mehr geben. Stattdessen entriegeln die Türen auf Knopfdruck elektrisch.

Der Grecale wird selbstredend vernetzt sein und Echtzeitverkehrsinformationen in die Navigationsführung integrieren. Hier lässt sich beispielsweise eine Verbindung mit dem Kalender herstellen, so dass etwa Teilnehmern einer Besprechung angezeigt wird, wann der Grecale-Pilot aufgrund von Staus tatsächlich ankommen wird.

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Die Anbindung ans Netz erlaubt auch eine Fernanalyse des Fahrzeugzustands. Sollten sich technische Probleme andeuten, lassen sich Servicetermine mit einer passenden Werkstatt online vereinbaren. Statusanfragen zum Fahrzeug kann der Nutzer zu Hause auch über Alexa stellen. Updates der Fahrzeug-Software und künftige Connected-Features werden per OTA aufgespielt.

Zum Start in diesem Jahr wird Maserati den Grecale zunächst in drei Benzinervarianten samt Allradantrieb anbieten. Einstiegsversion ist der Modena mit 221 kW/300 PS starkem Zweiliter-Vierzylinder und 48-Volt-E-Boost, der den Sprint auf Tempo 100 in 5,6 Sekunden ermöglicht. Den Vierzylinder gibt es alternativ in eine GT-Version mit Vorverdichter und 243 kW/330 PS. Das Aggregat bietet unter anderem eine variable Ölpumpe sowie eine 200-bar-Direkteinspritzung. Der Sprint auf 100 km/h soll 5,3 Sekunden dauern, maximal sind 240 km/h möglich.

Mehr Dampf bietet die Topversion Trofeo mit einem aus MC20 bekannten V6 mit 620 Newtonmetern aus 3,0 Litern Hubraum. Der 100-km/h-Sprint ist nach 3,8 Sekunden zu Ende, maximal sind 285 km/h möglich. Anders als im MC20 bietet der V6 im Grecale im Magerbetrieb die Möglichkeit, eine Zylinderbank abzuschalten, was in erster Linie den Spritverbrauch senken soll.

Gar keinen Sprit wird der Grecale Folgore brauchen, der sich optisch unter anderem durch eine stärker aerodynamisch gestaltete Front auszeichnet. Die erst 2023 verfügbare BEV-Version wird über das gleiche Platzangebot wie die Benzinvarianten verfügen. Angetrieben wird batterieelektrische Version von zwei E-Motoren, die 400 kW/544 PS sowie 800 Newtonmeter Drehmoment leisten. Über Verbrauch, Ladetechnik oder Fahrwerte macht Maserati noch keine Angaben. Die Batterie fasst 105 kWh.

Die Preise werden vermutlich auf dem Niveau des etwa 63.000 Euro teuren Porsche Macan starten und damit deutlich unter dem rund 80.000 Euro teuren Levante liegen dürften.

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RND/Mario Hommen, SP-X

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