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Licht im Advent

Aktion hilft allein erziehendem Vater aus Oschatz: Er möchte ein Kinderzimmer für die beiden Jungs

Jens Hanisch aus Oschatz zusammen mit seinen beiden Söhnen Milon und Ryan.

Jens Hanisch aus Oschatz zusammen mit seinen beiden Söhnen Milon und Ryan.

Oschatz.Der Oschatzer Jens Hanisch hält endlich die Schlüssel für die neue Wohnung in der Hand. Der Schlüssel zu einem glücklichen Leben, in dem er mit seinen beiden Jungs die Vergangenheit hinter sich lassen kann. Es ist Zeit, nach vorne zu schauen. Auch wenn er als alleinerziehender Vater von zwei Söhnen oft vor Hindernissen stehen wird. Doch nun konzentriert er sich auf den nächsten Schritt: Die neue Wohnung, in der endlich genug Platz sein wird, um mit dem fünfjährigen Milon und auch mit Ryan Joel (3), der zur Zeit noch in einer Wohngruppe der Lebenshilfe für behinderte und gesunde Kinder Zuhause ist – ein Kompromiss, auf den sich Jens Hanisch schweren Herzens einlassen musste – gemeinsam ein schönes Leben aufzubauen.

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Angebote nutzen

Das Wichtigste in der Wohnung ist das Kinderzimmer. Doch da das Geld für neue Sachen nicht reicht, hält der einfallsreiche 30-Jährige die Augen offen. „Bei Roller in Oschatz gibt es gerade ein tolles Angebot. Hier besteht die Möglichkeit, Küchenschränke in Raten abzuzahlen.“ Die Arbeitsplatte würde ein Freund zuschneiden. Dieses Angebot nimmt er gern an. Seit einiger Zeit ist er wieder berufstätig und arbeitet nach seiner Umschulung als Klempner, kann durch Milon jedoch nicht voll arbeiten gehen. Das Geld ist immer knapp. Als er noch kein Kindergeld bekam und vom Arbeitslosengeld I leben musste, kam er nur über die Runden, weil er von Familie und Freunden Unterstützung bekam. Dafür ist er heute noch unendlich dankbar.

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Feuerwehrbett aufgehübscht

An diese Zeit will der 30-Jährige gar nicht mehr denken. Die kleine Familie versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen. Und auch wenn das Geld knapp ist, fehlt es den Jungs an nichts. So hat Milon bisher ein Feuerwehrbett im Zimmer stehen. Sein Papa hat es gebraucht gekauft und konnte es mit ein paar Handgriffen auf Vordermann bringen. Um dem Sohn eine Freude zu bereiten, bearbeitete der Hobbymodellbahner ein paar billige Blaulichtlampen so, dass sie nun perfekt leuchten, wenn Milon in seine Traumwelt reist, um als Feuerwehrmann Menschen aus brennenden Häusern zu retten. Auch ein Schrank, den sie geschenkt bekommen haben, soll mit in die neue Wohnung ziehen. Das Spielzeug ist immer ordentlich in einer Truhe und in Kisten verstaut. Ordnung ist wichtig, findet Papa Jens. Daran hält sich Milon auch. Die meisten Sachen sind gebraucht gekauft und von dem Oschatzer wieder in Schuss gebracht. Er hat ein Händchen dafür, Dinge zu reparieren. So wie die Ritterburg und die Holzeisenbahn. All das muss jetzt verpackt werden. Denn der Umzug steht vor der Tür. Das alles zu stemmen, wird für den alleinerziehenden Vater nicht einfach werden. Auch gesundheitliche Probleme lassen alles etwas langsamer gehen als geplant.

Ein eigenes Reich für die Söhne

Doch der Oschatzer wünscht sich nichts sehnlicher, als für seine Söhne ein eigenes kleines Reich zu schaffen. Vorstellen könnte er sich ein Hochbett. Vielleicht mit einem Schreibtisch darunter, sodass Milon hier nach seiner Einschulung seine Hausaufgaben machen kann. Schön wäre es auch, wenn er sich hier künstlerisch austoben könnte. Ein neuer Schrank für die Sachen der Kinder wäre auch ein großer Wunsch des Vaters. Doch er wagt es gar nicht, so weit zu träumen. Denn alleine könnte er diesen Traum für seine Kinder nicht wahr machen. Jens Hanisch musste in seinem Leben viele Schicksalsschläge überwinden. Nun versucht er, aus den Trümmern seiner Vergangenheit wieder heraus zu kommen und für seine Söhne da zu sein. Das macht er, so gut es ihm möglich ist. Weihnachten steht vor der Tür. Und auch Ryan soll dann als Weihnachtsüberraschung ein tolles neues Zimmer vorfinden. Bei der Aktion "Ein Licht im Advent", möchte die OAZ der kleinen Familie gern unter die Arme greifen und ein Kinderzimmer ermöglichen, das Kinderaugen zum Strahlen bringt. Wenn Sie den beiden Jungs diesen Wunsch miterfüllen wollen, geht das ganz einfach …

Von Kristin Engel

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