LVZ-Aktion

Bad Düben: Familie mit acht Kindern träumt von einem Bad

Daniel und Doreen Zaremba (beide 36) vor ihrem Haus in Tiefensee.

Daniel und Doreen Zaremba (beide 36) vor ihrem Haus in Tiefensee.

Tiefensee. Eine behaglich eingerichtete Wohnung sieht anders aus. Wer das Haus von Doreen und Daniel Zaremba im Bad Dübener Ortsteil Tiefensee betritt, die hier mit ihren acht Kindern und dem kleinen Hund leben, wähnt sich eher auf einer Baustelle. Stromleitungen sind provisorisch verlegt, nur zwei Zimmer überhaupt ans Stromnetz angeschlossen, in die obere Etage des zweigeschossigen Hauses, in dem die Zimmer der Kinder sind, führt eine Verlängerungsschnur. Wände sind unverputzt, das einzige Bad im Erdgeschoss als solches nur zu erkennen, weil Badewanne und Toilette im Raum stehen.

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So können Sie spenden:Hier wird's erklärt.

Es sollte schon längst nicht mehr so aussehen, betont Daniel Zaremba. Aus finanziellen Gründen, so sagt er, habe er zwar schon bisher notwendige Umbaumaßnahmen nur nach und nach realisieren können. In diesem Jahr wollte er zumindest das Bad fertig, die Stromleitungen verlegt haben.

Nur Not-Operation hat Daniel Zaremba gerettet

Doch vor einigen Wochen warf ein Magendurchbruch den Familienvater vollends aus der Bahn. „Ich bin hier zusammengebrochen, konnte nur durch eine Not-Operation in der Klinik gerettet werden, dort musste mir der Magen zusammengenäht werden“, erinnert er sich an die lebensbedrohlichen Momente. Wäre seine Familie nicht in der Nähe gewesen und hätte unverzüglich den Notarzt verständigt, „wäre ich heute nicht mehr da.“ Noch immer laboriert er an den Folgen des schweren Eingriffs.

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Schwere Arbeit ist derzeit nicht möglich

Gesundheitlich geht es ihm zwar einigermaßen gut, doch es gibt weitreichendere Folgen für ihn. „Ich darf nichts Anstrengendes machen, auch künftig nicht mehr als fünf Kilogramm heben.“ Eigentlich sei er kein Typ, der den ganzen Tag rumsitze und nichts mache. Riskieren wolle er aber auch nichts. Die dramatischen Momente und das Bangen um seine Gesundheit hätten ihm klar gemacht, „dass mir mein Leben schon noch ein bisschen was wert ist.“

Doreen und Daniel Zaremba zeigen: Stromleitungen sind bisher nur provisorisch verlegt.

Doreen und Daniel Zaremba zeigen: Stromleitungen sind bisher nur provisorisch verlegt.

Der 36-Jährige wohnt zusammen mit seiner Frau und den acht Kindern seit einigen Monaten in dem Haus, nachdem der Großvater 2015 gestorben war, der Enkel Grundstück samt Haus geerbt hatte und 2017 auf eigenen Entschluss hierher zog. Zuvor lebte die kinderreiche Familie in einem Neubaublock in Delitzsch, bewohnte zwei auf einer Etage gelegene Wohnungen. „Ehe wir hier reinkonnten, musste schon einiges gemacht werden“, erzählt Daniel Zaremba. Sein Opa habe bis dahin lediglich zwei Räume bewohnt, „der Rest war für uns nicht nutzbar.“ So wurden die Fenster in dem Altbau erneuert, einige Wände verputzt, im Haus eine Wand eingezogen, Elektroleitungen verlegt.

Derzeit fehlt das Geld für Baumaßnahmen

Zusammen mit ihren Kindern, den vier Mädchen und vier Jungen im Alter von 2 bis 16 Jahren schränkte sich das Paar anfangs auf engstem Raum mächtig ein. Mittlerweile hat sich die Situation etwas entspannt, haben die Kinder in der oberen Etage ihre Schlafmöglichkeiten, alle ihre eigenen Zimmer.

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Das einzige Bad im Haus ist eine Baustelle.

Das einzige Bad im Haus ist eine Baustelle.

Die finanzielle Lage der Großfamilie war und ist alles andere als rosig. Doreen und Daniel Zaremba räumen ein, auch nicht so richtig gewusst oder geahnt zu haben, worauf sie sich mit dem Umbau des alten Hauses einlassen. Doreen Zaremba (36) ist noch in Elternzeit. Vor seiner Krankheit hatte sich Daniel Zaremba sein Geld mit Gelegenheits-Tätigkeiten verdient, bekommt jetzt Hartz IV. Derzeit in Baumaßnahmen zu investieren, ginge, wenn überhaupt, nur nach und nach.

Rund 2500 Euro nötig – schon ohne Elektroarbeiten

„Als klar war, dass ich krankheitsbedingt nichts machen kann, haben wir von einer Firma ein Angebot machen lassen, was es kosten würde, die Wände zu verputzen, das Bad, was früher mal die Speisekammer war, teilweise fliesen und die sanitären Anlagen installieren zu lassen.“ Allein das würde schon um die 2500 Euro kosten, ganz zu schweigen von den Elektroarbeiten, die nun endlich abgeschlossen werden müssen. „Das kann ich aber einfach nicht stemmen“, sagt Daniel Zaremba resignierend.

Spenden sollen der Familie mit acht Kindern helfen

Über jedwede Hilfe wären die Zarembas jetzt sehr dankbar. Der Familie gehe es nun vor allem um professionelle Men-Power. Baumaterial wie Fliesen, Toilette oder Dusche stehen weitgehend im Haus bereit, können aber nicht eingebaut werden. Endlich ein nutzbares Bad zu haben, was seinen Namen verdient, ist für die Familie der drängendste Wunsch. Hinzu käme, dass auch die elektrischen Leitungen fachgerecht so verlegt werden, dass sie nicht mehr sichtbar sind. Die LVZ ruft auf, mit einer Spende zu helfen – ob groß oder klein.

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Von Kathrin Kabelitz

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