Newsletter „LVZ Familie“

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,

die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Und nach zwei Jahren coronabedingter Pause kann man die Zeit bis zum Fest endlich wieder mit einem entspannten Bummel über den Weihnachtsmarkt genießen. Seit Dienstag liegt auch in der Leipziger Innenstadt wieder der Duft von Kräppelchen, Glühwein und Pfefferkuchen in der Luft. Auch in unserer Wohnung hat die vorweihnachtliche Freude längst Einzug gehalten: da eine Kerze, hier ein Stern am Fenster, dort eine Pyramide. Auch der eine oder andere Weihnachtspunsch darf in diesen Wochen nicht fehlen, ebenso wie das obligatorische Plätzchenbacken.

Die Vorweihnachtszeit ist aber nicht nur geprägt von der Vorfreude aufs Fest, garniert mit Glühwein und leckeren Plätzchen. Es ist auch die Zeit der guten Taten. „Gutes tun für Menschen, denen es nicht so gut geht“, lautet das Motto bei verschiedenen Spendenaktionen. Auch die Jüngsten sind bereits mit großem Engagement dabei, wenn es heißt, zu helfen.

In der Grundschule meiner Tochter findet nächste Woche ein Adventsmarkt statt. Hier verkaufen die Kinder Dinge, die sie in den vergangenen Tagen gebastelt haben. Mein neunjähriges Töchterchen hat kräftig mitgebastelt. Entstanden sind Seifen, Kerzen, Räucherkerzen, Teelichthalter. Ein Teil der Einnahmen wird für einen guten Zweck gespendet. Und auch bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ haben die Schülerinnen und Schüler wieder begeistert mitgemacht. Mich als Papa macht es sehr stolz, wenn ich sehe, wie gern meine Prinzessin dabei ist, wenn es darum geht, zu helfen.

Auch die Leipziger Volkszeitung ist in diesem Jahr wieder mit dabei, wenn es darum geht, Menschen, denen es nicht so gut geht, zu untertützen. Im Rahmen der LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ werden diesmal Spenden für die Tafel gesammelt, die dann an die verschiedenen Tafel-Verbände und Ausgabestellen vor Ort von Altenburg bis Wurzen gehen. Neben dem Aufruf zum Geld spenden sollen Menschen ermuntert werden, Zeit zu spenden und als ehrenamtliche Helfer bei der Tafel mitzuarbeiten. Mehr zur Aktion erfahren Sie ab Samstag in der LVZ.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine wunderschöne und besinnliche Vorweihnachtszeit. Vielleicht finden ja auch Sie die eine oder andere Möglichkeit, bedürftigen Menschen zu helfen.

Herzlichst

Ihr Andreas Neustadt

Redakteur LVZ Familie

 

Wochenend-Tipps

Schädel berühren, schmücken und werden bewundert – und das überall auf der Welt. Dahinter stecken aber unterschiedliche Geschichten. Im Rahmen der Kinderuni können Kinder zwischen 8 und 12 Jahren mehr erfahren über die Faszination am Totenkopf. Unter dem Titel „Schicke Schädel“ können sie sich diesen spannenden Forschungsbereich erklären lassen und Religionswissenschaftlerin Bernadett Bigalke Löcher in den Bauch fragen. Die Veranstaltung findet Freitag von 17 bis 18 Uhr im Audimax am Campus Augustusplatz statt. Hier geht‘s zur Anmeldung.

  • Am Samstag lädt das Schulbiologiezentrum Leipzig in den Botanischen Lehrgarten zum Adventsbasteln ein. Von 14 Uhr bis 18 Uhr können die Besucherinnen und Besucher Adventskränze, Gestecke und andere Dekorationen unter fachkundiger Anleitung gestalten. Zur individuellen Entdeckungsreise mit Smartphone lädt zudem der weihnachtliche Garten mit Gewächshäusern, Haus- und Heimtieren ein. Der Eintritt ist frei.
  • In einem stimmungsvollen Chorkonzert im Gewandhaus beleuchtet der MDR-Kinderchor am Sonntag ab 14.30 Uhr mit weihnachtlichen Kompositionen aus aller Welt die festlichen Bräuche anderer Nationen. So präsentiert das weltumspannende Konzert die frohe Botschaft vielsprachig und -farbig und lässt Weihnachtslieder, die zur deutschen Tradition des Festes untrennbar dazugehören, in neuen Arrangements erklingen. Tickets gibt es hier.
  • Große und kleine Kinder sind am ersten Advent eingeladen, den Weihnachtsbaum in der Musikalischen Komödie zu strahlendem Glanz zu verhelfen. Bei weihnachtlichen Klängen und süßen Naschereien kann fleißig geschmückt und gebastelt werden. Los geht das musikalische Weihnachtsbaumschmücken am Sonntag um 15 Uhr.
  • Das Cineplex zeigt am Wochenende den Animationsfilm „Tabaluga & Leo – der Weihnachtsfilm“. Und damit die Kleinen nicht überfordert werden, wird der 72-Minuten-Streifen bei gedimmtem Licht, angepasster Lautstärke und ohne Werbung gezeigt. Das Knirpskino startet Samstag und Sonntag jeweils 10.30 Uhr. Tickets gibt es hier und vor Ort.
  • 1941 erschien Kurt Helds Kinderbuch „Die rote Zora und ihre Bande“. Bis heute erfreut sich die Erzählung großer Beliebtheit. Die rote Zora führt eine Bande von Straßenkindern in einer kleinen Küstenstadt an. Die Bürger und Bürgerinnen der Stadt behandeln die Kinder wie Ausgestoßene. Die Kinder müssen zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um zu überleben. Die Bühne ist der Marktplatz des Lebens. Dort treffen sich die Spielenden und erzählen sich und dem Publikum die Geschichte von Zora und ihrer Bande mit allem, was ihnen zur Verfügung steht – mit frischem Fisch, Puppen, Holzstücken und Broten. Mit mehrstimmigen Gesängen und kurzen Punksongs entsteht die Welt der Kinderbande. Das Stück kündet davon, dass es sich lohnt, hinzusehen, aufzustehen, sich zu wehren und zu beschweren. Zu sehen ist das Jugendstück für alle ab 10 Jahren Freitag und Samstag um 18 Uhr sowie Sonntag um 15 Uhr im Westflügel Leipzig. Tickets gibt es hier.

Noch mehr Tipps fürs Wochenende gibt es hier.

 

Schon gewusst?

Im Stadtbüro, Burgplatz 1, veranstaltet die Stadtreinigung Leipzig aktuell einen Tauschmarkt. Es gibt Bücher, Kleidung, Kinderspielzeug und allerlei Geschirr zum Tauschen. Auch Weihnachts- und Bastelsachen sowie Taschen und Rucksäcke sind dabei. Einfach mitbringen, was man selbst nicht mehr braucht, was aber noch in Ordnung ist und sich dafür etwas anderes mitnehmen. Geöffnet ist noch heute und morgen von 10 bis 18 Uhr. Der Tauschmarkt findet im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung statt.

 

Buch-Tipp

Sven Voss (Autor), Petra Braun (Illustrationen): „Fussball-Stars“: Bücher über Fußball im Allgemeinen und Fußball-Stars im Besonderen gibt es jede Menge – aber dieses Buch ist etwas Außergewöhnliches. Das liegt nicht zuletzt an den großartigen Illustrationen von Petra Braun: Manche Illustrationen sind beinahe ikonisch – das Bild vom pfeifenden Pierluigi Collina in irrer Nahaufnahme oder das von Christian Eriksen, der mit der Brust den Ball annimmt und dabei in den Himmel zu fliegen scheint. Der überlebensgroß coole David Beckham und die fußball-tanzende Pernille Harder. Ein zweiter Punkt: Autor Sven Voss – als Sportmoderator beim ZDF bei vielen Großereignissen hautnah dran – hat einiges an Arbeit reingesteckt, um diese 40 Fußball-Stars aus Deutschland und der ganzen Welt zu „echten“ Menschen zu machen. Zu Menschen mit einer eigenen Geschichte, die manchmal beginnt beim 1. FC Herzogenaurach in der Landesliga und manchmal beim Schulschwänzen (da geht es übrigens einerseits um Lothar Matthäus und andererseits um Pelé). Es war das erklärte Ziel des Autors, diese Geschichten zu erzählen. Und er hat dieses Ziel auch meistens erreicht, weil er sie meist gefunden hat, diese kleinen, feinen, wichtigen, spannenden Momente, die es auf den Punkt bringen. Die Augenblicke im Berliner Bolzplatzkäfig, die den Grundstein legten für die Weltkarriere eines Antonio Rüdiger. Oder die kühle, coole Reaktion der Norwegerin Ada Hegerberg auf eine schier unvorstellbare, übergriffige Dreistigkeit bei der Ballon d‘Or-Vergabe. Was wiederum zeigt, dass sich „40 Fussball-Stars“ nicht reduzieren lässt auf den Jubel, die Trophäen und Meistertitel. Kommt alles vor, na klar – aber Sven Voss zeigt auch die anderen Seiten von Fußball, die Rückschläge, die Niederlagen, manchmal erlaubt er sogar einen kleinen Blick in die Abgründe. Wie bei Zinédine Zidane und seinem Kopfstoß im WM-Finale 2006 gegen Marco Materazzi. Das ist spannend, nicht nur für junge Menschen, an die sich das Buch in erster Linie richtet. Die werden mitgenommen von der lockeren, anekdotenreichen Sprache – aber auch als gestandener Fußballfan fühlt man sich nach den nicht ganz 190 Seiten nicht nur prächtig unterhalten, sondern auch schlauer als zuvor.

Von Jens Wagner

 

Grüffelo-Zeichner zeigt Briefbilder in Leipzig – Schau! verlost Katalog zur Ausstellung [Anzeige]

Axel Scheffler, den Zeichner vom weltberühmten Grüffelo, kennt jedes Kind. Was aber kaum jemand weiß: Axel Scheffler ist auch ein passionierter Briefeschreiber. Hunderte hat er verfasst und illustriert, jeder einzelne ein Kunstwerk für sich. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig zeigt eine Auswahl. Schau!, das Leipziger Museumsportal weiß mehr und hat sogar ein paar Kataloge zur Verlosung ergattert.

 

Lese-Empfehlungen für Familien

 

Neues aus dem Familienleben

Ich habe gelesen, dass erwachsene Kinder heutzutage viel später ausziehen als früher. Das sei ein Zeichen von Unselbstständigkeit. Ich denke ja einfach, dass das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern heute ein viel Besseres ist. Aber was weiß ich schon.

MissTrelawny (sic!) - @fingurplaustert, 19. November 2022

Hier geht‘s zum Tweet von @fingurplaustert.

Kind: Papa, ich kann etwas! *Zieht sein unteres Augenlid vor und lässt es zurückzwitschen.* Ähm ja, mein Kind. Super. Ich bin gerade in nem Meeting ... ach guck, der Geschäftsführer versucht es auch gerade. Na, dann macht gerne weiter.

AlexOhneW - @AlexOhneW, 18. November 2022

Hier geht‘s zum Tweet von @AlexOhneW.

Es ist kurz vor Bettgehzeit. K3, etwas unvermittelt: „Mama, wie genau geht das mit den Babys?“ Ich schlucke. Ich ächze etwas. Ich schaue auf die Uhr. Und ich erkläre. K3, als ich fertig bin: „Das klingt sehr schön. Darf ich nächstes Mal dabei sein?“ Hm. Ähm. Huch. Nein.

Pareidoline 💉💉💉 Mama Türzu - @ankenehm, 16. November 2022

Hier geht‘s zum Tweet von @ankenehm.

 

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