Newsletter „LVZ Familie“

Im Urlaub läuft alles glatt... Pustekuchen!

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,

es ist Urlaubszeit, haben Sie bestimmt schon mitbekommen. In unserer Redaktion merkt man das auch – Kolleginnen und Kollegen nehmen sich eine wohlverdiente Auszeit, freuen sich auf etwas Erholung und fahren in den Familienurlaub.

Ach, endlich Urlaub! Ausschlafen, gemeinsam Schönes unternehmen, Spannendes sehen, maximal entspannen – die Erwartungen sind da schon recht hoch. Im Alltag läuft nie alles glatt, aber irgendwie erwischt man sich dabei, zu hoffen, dass im Urlaub schon alles perfekt wird. Es wird alles ganz harmonisch. Nichts wird nicht nach Plan laufen, niemand wird wegen nix einen Tobsuchtsanfall haben, alle werden zur gleichen Uhrzeit ausgeschlafen sein und gute Laune haben, alle werden immer das Gleiche wollen… Na klar!

Sind die Erwartungen hoch, dann ist es auch die Fallhöhe, wenn im lang ersehnten Urlaub mit der ganzen Familie doch etwas richtig schiefgeht. Die Möglichkeiten sind in diesem Jahr ja endlos: Flughafenchaos, knallvolle Bahnhöfe und Bahnen mit Saunafeeling, spürbarer Personalmangel im Tourismussektor und immer noch der gefürchtete zweite Strich auf dem Corona-Test.

Geht aber auch noch ganz anders. Neulich war ich mit zwei Freundinnen und ihren Kindern auf Städtetrip. So aufregend! Als wir 19.30 Uhr ein bisschen müde, dolle hungrig, aber bestens gelaunt im gebuchten Hotel ankamen… hatte es allerdings leider, leider keine Zimmer für uns. Da standen wir also plötzlich zimmerlos in der Abenddämmerung und guckten verdutzt aus der Wäsche.

Während ich in den folgenden Sekunden noch dabei war, still aber unflätigst zu fluchen, suchte eine Mama bereits online nach Alternativen und die andere erklärte den Kindern, dass hier gar keine Panikattacken erforderlich seien. Es ist ganz wunderbar, wie viel „Wir haben das schon im Griff“ Eltern in solchen Momenten ausstrahlen können. Tschuldigung, wir sind Mütter, so eine kleine Delle im Plan bringt uns ja wohl nicht aus der Ruhe! Tatsächlich hatte ein Hotel in der Nähe noch Zimmer für uns – sogar schönere. Mit Pizzeria um die Ecke. Alles gut.

Und dann stellte eine der Mütter fest: „Ach, eigentlich war das mal ein guter Lerneffekt. Wir hatten ein Problem und haben es zusammen schnell gelöst.“ So kann man das eben auch sehen. Wenn der Pechvogel schon mitreist und man alltägliche Problemchen doch immer im Gepäck hat, dann kommt trotzdem unsere Resilienz mit. Wir lassen unsere guten Ideen, unsere Lebenserfahrung, unsere Fähigkeiten, Probleme zu lösen und Kompromisse zu machen, nicht zu Hause. Ein Glück.

Ob sie nun verreisen oder nicht, ein bisschen Urlaub geht immer – vor allem in unserem Leipzig. Dafür haben wir wieder ein paar gute Wochenend-Tipps für Sie und Ihre Familie zusammengestellt. Im August locken die Entdeckertage Elefanten im Zoo Leipzig mit spannenden Einblicken (Achtung: Ticketverlosung!) und auch die Museen haben in der zweiten Ferienhälfte einiges zu bieten. Packen Sie Ihre Resilienz ein und genießen Sie die Ferienzeit!

Herzlichst

Ihre Juliane Groh

Redakteurin LVZ Familie

Auch wenn nicht immer alles glatt läuft, hat der Familienurlaub seine unvergesslichen Momente.

Auch wenn nicht immer alles glatt läuft, hat der Familienurlaub seine unvergesslichen Momente.

 

Wochenend-Tipps

Goldsucher, Wasserratten und Rennfahrer tummeln sich am Freitag und Samstag beim P.C. Family Summer. Direkt vor dem Paunsdorf Center versprechen ein Kinderland mit Hüpfburg und Wasserbaustelle, Sandstrand, Goldsuche, Kinderkino und Formel-1-Simulatoren Sommerstimmung pur. Auf dem Beachvolleyballfeld und am lebensgroßen Kicker können sich alle Sportbegeisterten messen – beim Volleyball wird um Reservierung eines Zeitfensters via Facebook-Nachricht gebeten. Wer sich lieber entspannt die Sonne auf den Bauch scheinen lassen möchte, ist im Beachclub bei Musik, Drinks und Snacks gut aufgehoben. Geöffnet ist von 12 bis 18 Uhr.

Wasser marsch! Der Family Summer am Paunsdorf Center lockt unter anderem mit einer Wasserbaustelle.

Wasser marsch! Der Family Summer am Paunsdorf Center lockt unter anderem mit einer Wasserbaustelle.

Weitere Tipps:

  • Im Torhaus Markkleeberg gastiert am Sonntag das Puppentheater Sterntaler mit einem Gastspiel des Theater Fuchs. „Wer ist denn Omas Liebling?“ ist ein Alltagsabenteuer für ganz Kleine. Die Geschichte – Dauer etwa 45 Minuten – dreht sich um Wusels Besuch bei seiner Lieblingsoma, die ihm natürlich ganz alleine gehört. Aber heute ist auch die Cousine da! Ob das gut geht? Christian Fuchs spielt für Kinder ab 3 Jahren. Beginn: 16 Uhr. Tickets gibt‘s hier.
  • Outdoor-Rallye „Piratenschatzsuche“ (Freitag 10 bis 18 Uhr), Ferienprogramm für die ganze Familie (Samstag 10 bis 18 Uhr) und die Suche nach dem Tresorcode für die Speiseschatzkammer (Sonntag 14 bis 18 Uhr) – im Kindermuseum Unikatum ist am Wochenende einiges los. Drinnen wie draußen. Tickets für feste Zeitfenster gibt’s hier oder – sofern noch Kapazitäten sind – vor Ort.

Noch mehr Tipps fürs Wochenende finden Sie hier.

 

Buch-Tipp

Buchtipp „Ein Baum kommt selten allein – Mein Freundschaftsbuch“

Buchtipp „Ein Baum kommt selten allein – Mein Freundschaftsbuch“

„Ein Baum kommt selten allein - Mein Freundschaftbuch“: Elisabeth Etz (Autorin), Nini Spagl (Illustratorin): Freundschaftsbücher gehören zu Kindergarten und Grundschule wie der morgendliche Stuhlkreis, die Warnwesten bei gemeinsamen Ausflügen durch den Straßenverkehr, Hausaufgabenhefte und Tintenkleckse. Sie werden zwischen den Kindern hin- und hergetauscht und – zumindest bei den Kleinen – von den Eltern ausgefüllt. Die arbeiten sich dann durch die oft immergleichen Fragen nach Lieblingsfarbe, -tier, -essen und Co., die zwar schnell ausgefüllt sind, aber irgendwie auch langweilen. Wobei sie natürlich gleichzeitig auch einiges über die Kids aussagen können. Na gut, bei den Farben ist das Spektrum meist übersichtlich (vor allem bei den Mädchen), aber Lieblingsessen und Tiere machen schon viel im Alltag der Kinder aus. „Ein Baum kommt selten allein“ ist da schon ein eher spezielles Freundebuch, das nicht mal eben so von Mama oder Papa neben der abendlichen Serie ausgefüllt wird. Nein, hier muss das Kind mit ran. Nein, es darf. Kinder dürfen ein Kreuz setzen bei der tierisch niedlich illustrierten Frage danach, ob sie besonders gut klettern, chillen oder entdecken können. Ebenso bei der Frage danach, welcher Baum sie wären, wenn sie es sich aussuchen dürften. Trauerweide, Ahorn, Fichte oder doch ein selbst gewähltes und gemaltes Gewächs? Gar nicht so einfach. Aber das macht auch den Charme dieses Buches aus. Es führt in die Natur, regt zu Gesprächen über Tier- und Pflanzenwelt an und offenbart, wie Kinder die Natur wahrnehmen und was sie an ihr schätzen. Die Kids malen Waldtiere, die besonders gut zum Besitzer des Buches passen, und Baumfrüchte, die sie selbst am liebsten essen. Sie zählen die Bäume ihrer Umgebung, kleben getrocknete Blätter ein, kreuzen an, ob sie – wären sie ein Baumbewohner – Laus, Eichenprozessionsspinner, Biene, Ameise oder Eichhörnchen wären. Das ist stellenweise eine Herausforderung, bereitet aber auch eine Menge Spaß. Gleichzeitig finden bekannte Fragen danach, was sie später beruflich machen oder wo sie mal leben wollen, ihren Platz. Die Kinder können ebenso mitteilen, was sie großartig finden und was sie gar nicht mögen. Ergänzt wird all das durch einen Geburtstagskalender und eine Doppelseite, auf der die Kinder sich zu Waldbewohnern dazu zeichnen können. Eine gelungene Mischung, die all jenen gefallen wird, die nach etwas Besonderem Ausschau halten.

Von Patricia Liebling

 

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