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Interview

Komödiantin Lisa Feller über Singledasein und Familienleben

Die Komödiantin Lisa Feller im Interview.

Die Komödiantin Lisa Feller im Interview.

Manchmal ist man der Hund, manchmal die Laterne, so Lisa Fellers Fazit.

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Nach humoristischem Verarbeiten der Schwangerschaft, Geburt, des Baby- und Kleinkindalters und der Trennung vom Ehemann ist Lisa Feller nun auf der Suche nach dem „Neuen“. Mit ihrem Kabarett Programm „Der Nächste, bitte“ gastiert die gebürtige Düsseldorferin am 22. September in Leipzig.

Als Single sind sie ja wieder am Markt unterwegs. Suchen sie was Bestimmtes?

Irgendwas mit zwei Beinen und wenig Fell wäre schön... Ach, man sucht ja immer was Bestimmtes. Das übliche, Humor sollte er haben und Manieren.

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Wenn das Wort „alleinerziehend“ fällt, wird allseits schnell die Betroffenheitsmiene herausgeholt. Das kann man sich bei ihnen schenken, oder?

Die Reaktionen bewegen sich meistens zwischen Betroffenheit und Neid. Betroffenheit, weil: „Was hat sie nur getan, dass der Mann weg ist?“ Und auch Neid, weil: „Was hat sie nur getan, dass der Mann weg ist?“ Unterm Strich hat alles seine Vor- und Nachteile. Als Alleinerziehende ist es häufig wirklich sehr anstrengend, aber man muss sich auch nicht ständig das Leben von jemandem erklären lassen, der es selbst nicht versteht.

Versuchen ihre Freunde, sie zu verkuppeln?

Ja. Offensichtlicher oder auch versucht versteckt. Wenn man plötzlich mit einer Freundin im Café sitzt und ein erstauntes „Martin, was machst du denn hier? Mensch, setz dich doch zu uns! Du, das ist die Lisa, ich bin mal eben auf Toilette!“ kommt, dann werde ich schon mal hellhörig.

Ihre Söhne sind sieben und elf Jahre alt. Welche Themen haben sie gerade?

Die beiden sind ja vier Jahre auseinander, da sind die Themen schon mal anders. Mit dem Großen muss ich schon mal die Relativitätstheorie ergoogeln, während der Kleine auch gerne noch mal aufs Bobbycar steigt. Nur, dass Vanilleeis gesund zum Frühstück sein soll, darin sind sie sich sehr einig.

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Was ist die größte Herausforderung, wenn man mit zwei kleinen Männern zusammenlebt?

Jungs haben eine unheimliche Energie. Während die Tochter meiner Freundin ein Einhorn-Mandala ausmalt, haben meine schon dreimal den Garten umgepflügt. Jungs halten einen ganz schön auf Trab. Was auch schön ist, ich bin seitdem sicherlich mehr mit Gummistiefeln im Wald als vorher.

Versteht man Männer besser, wenn man Söhne hat?

Dafür brauche ich, glaube ich, noch ein paar Söhne mehr ...

Frauen haben es nicht leicht in der Comedy. Vieles, was bei Männern beklatscht wird, gilt für Frauen als unschicklich. Zudem hat man das Gefühl, auch Komödiantinnen müssen sexy sein, um gehört zu werden. Wie sind ihre Erfahrungen?

Darüber kann man ganze Bücher füllen. Aber es stimmt, wenn zum Beispiel ein (ich sage mal vorsichtig) Mann, der kein Model ist, auf der Bühne sagt, dass er keine Freundin hat, dann macht das publikum mitleidig „oooooh“. Bei einer entsprechenden Frau ist es eher so dieses „Ja klar, guck dich doch mal an.“ Ein Mann kann eher in ranzigen Jeans und speckigem T-Shirt auf der Bühne stehen als eine Frau. Und so weiter. Unterm Strich zählt aber, ein Glück, der Gag. Wenn der gut ist, wird gelacht.

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Interview: Annika Ross

Gastspiel

Lisa Feller „Der Nächste, bitte“

am 22. September 2018, 20 Uhr, im Kupfersaal (Kupfergasse 2, 04109 Leipzig)

Tickets ab 22 Euro, erhältlich unter www.kupfersaal.de

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