Hilfsaktion

„Ein Licht im Advent“ – LVZ-Aktion bittet um Spenden für die Tafeln

Leipzig. Die Tafeln in Sachsen versorgen in normalen Zeiten etwa 200 000 Menschen mit Lebensmitteln. Doch die Zeiten sind nicht normal – seit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg mit der nachfolgenden Inflation geraten immer mehr Menschen in soziale Notlagen. Zu den neuen Tafel-Kundinnen und -Kunden gehören einerseits Geflüchtete aus der Ukraine, andererseits vor allem Erwerbslose, Erwerbstätige mit geringem Einkommen sowie Rentnerinnen und Rentner. An den Ausgabestellen der Tafeln werden die Schlangen länger.

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Tafeln verhängen Aufnahmestopp

Zeitgleich erhalten die Tafeln weniger Lebensmittelspenden, knapp ein Drittel der bundesweit 960 Anlaufpunkte musste bereits einen Aufnahmestopp einführen, da die Ware nicht mehr reicht, um die Nachfrage zu erfüllen. Hinzu kommen Personalmangel und die Folgen der steigenden Energiepreise, mit denen die Tafel ebenfalls kämpfen.

Die LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ will helfen: In diesem Jahr sammeln wir Spenden für die Arbeit der Tafeln in Leipzig, Delitzsch, Grimma, Döbeln, Oschatz, Torgau und Altenburg sowie für die Tafel-Ausgabestelle in Borna. Sie alle kämpfen angesichts zunehmender Probleme täglich darum, das Angebot für Bedürftige aufrecht erhalten zu können.

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Probleme bei regionalen Ausgabestellen

Zugleich gibt es vor Ort unterschiedliche Herausforderungen: So fehlt beispielsweise in Borna und Torgau neue Kühltechnik zum Lagern der Ware. Im Muldental ist ein Hubwagen dringend nötig, in Altenburg muss das betagte Transportfahrzeug ersetzt, in Oschatz soll der Dachboden der Kleiderkammer endlich gedämmt werden. Hinzu kommen personelle Sorgen: So brauchen Döbeln und Delitzsch dringend Kurierfahrer zum Transport und zur Auslieferung von Waren.

Leipziger Tafel möchte Köche anstellen

Die Tafel Leipzig möchte ihren Kundinnen und Kunden bald wieder ein warmes Mittagessen anbieten. Seit Beginn von Corona ist das mangels Koch kaum noch möglich gewesen. Zwar half zwischenzeitlich Personal aus Hotels oder Gaststätten während der Pandemie-Lockdowns aus, doch regelmäßige Versorgung gab es nicht. Mit Hilfe der LVZ und ihrer Leserschaft soll sich das ändern: Ein Teil der Spenden fließt in die Finanzierung eines Jobs in der Küche. Dabei geht es keineswegs nur um das Füllen hungriger Mägen, wie der Leipziger Tafel-Chef Werner Wehmer betont: „Die Möglichkeit des Essens mit Anderen hat immer auch eine soziale Funktion. Für viele Menschen bedeutet dieses Miteinander einen Weg aus der Isolation.“

Für all diese Aufgaben möchte die LVZ in den nächsten Wochen bis zum vierten Advent Spenden sammeln und bittet alle Leserinnen und Leser um ihre Unterstützung.

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Die LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ gibt es bereits seit 2016. Insgesamt kamen bis jetzt fast eine Million Euro an Spenden zusammen. Über 30 000 Leser haben sich in den letzten sechs Jahren an der Aktion beteiligt und mit ihren kleinen und großen Geldbeträgen dafür gesorgt, dass Menschen in Not in unserer Region geholfen werden konnte.

LVZ-Aktion sammelt seit 2016 Spenden

So war beispielsweise die Anteilnahme der LVZ-Leser besonders groß, als wir vor zwei Jahren über das Schicksal des Waisenjungen Max aus Grimma berichtet haben. Der damals 13-Jährige hatte bei einem Wohnungsbrand seine Mutter und beide Geschwister verloren. In Leipzig konnte mit den Spenden unter anderem der Bahnhofsmission, dem Kinderprojekt "Wunderfinder", der Wohnungsnotfallhilfe der Caritas oder Seniorenheimbewohnern der Diakonie geholfen werden.

Von Mark Daniel und Olaf Majer

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