Newsletter „LVZ Familie“

Viren und Bakterien im Anmarsch: Und welche Krankheit darf es diesmal sein?

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,

erleben Sie das gerade auch? Hier ein Schniefen, da ein Husten. In manchen Kitas klagt man über Magen-Darm-Beschwerden, in anderen werden Hand-Fuß-Mund-Krankheit oder Scharlach registriert. Da waren wir gerade froh, das mehrwöchige Wechselspiel aus Fieber, Erbrechen, Husten, Schnupfen und Appetitlosigkeit hinter uns gebracht zu haben, da klopft auch schon das nächste Ungemach an. Hatschi!

Die Zwiebel ist schnell aufgeschnitten, die Nelken untergemischt. Beides zusammen stelle ich ins Zimmer unserer Kleinen. Ja, das riecht speziell. Das Einatmen der ätherischen Öle soll aber das Abhusten erleichtern. Und solange es nicht schadet...

Vor Weihnachten hatte es unsere Familie nach und nach erwischt, sodass ich mich kurzerhand in der Apotheke wiederfand. Fiebersaft? Zum Glück gab es noch welchen. Neuen könne sie aber nicht bestellen, sagte mir die Apothekerin und verwies auf einen Lieferstopp. Die Engpässe betrafen außerdem Hustensäfte und Antibiotika. Ich war froh, ein Mittel bekommen zu haben. Wie sich das anfühlt, mit leeren Händen nach Hause zu kommen und dem Kind nicht helfen zu können, mochte ich mir nicht vorstellen. Eine extra Portion Schlaf, viel trinken und kuscheln reichen halt manchmal einfach nicht aus.

Ähnlich wie mir erging es in den vergangenen Wochen einigen Eltern. Mein Kollege Mathias Wöbking hat mit zwei Familien, einer Kinderärztin und dem Kreiselternrat über das Dilemma gesprochen. Hier lesen Sie seinen Artikel „Leipziger Eltern in der Krankheitswelle: ‚Man wird allein gelassen‘“.

Auch jetzt noch werden die Schmerz- und Fiebermittel vermehrt nachgefragt.

Kai Gruhle, Apotheker

Meine Kollegin Julia Tonne hat mit Apotheker Kai Gruhle gesprochen. Auf Lieferungen vom Großhandel könne er sich nicht mehr verlassen, sagt er. „Es gibt zunehmend Produktionsausfälle, oder Hersteller ziehen sich aus dem Markt zurück.“ Der Apotheker aus Pegau stellt nun selbst Fieberzäpfchen her. Auch in Delitzsch machte sich eine Apothekerin an die Herstellung von Fiebersaft, wie mein Kollege Mathias Schönknecht recherchiert hat.

Eine spannende Entwicklung, die helfen könnte, dem Mangel entgegenzutreten. Anders als etwa der Tausch von Medikamenten in Eltern-Whatsapp-Gruppen, von denen Fachleute dringend abraten.

Ja und nu? Hoffen wir, dass die Warteschlange vor der Kinderarztpraxis nicht bis auf den Gehweg reicht. Und warten ab, was Frau Doktor sagt. Sind wir optimistisch, dass nicht der nächste Knock-out folgt. Und dass dieses Mal Schlaf, Tee und kuscheln reichen.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Ihre Patricia Liebling

Redakteurin

 

Wochenend-Tipps

Inspiriert von dem berühmten Bilderbuch „Der Wolf im Slip“ von Wilfrid Lupano zeigt das Knalltheater am SonntagDer Wolf trägt Schlüpfer“. Und darum geht‘s: Alle Tiere im Wald haben Angst vorm bösen Wolf. Dabei hat ihn noch niemand gesehen. Böse Nachrichten werden verbreitet und eine Kampftruppe bereitet sich auf den Kampf mit dem Wolf vor. Dann taucht er auf und trägt einen Schlüpfer. Alle sind verblüfft, weil sie doch ein Monster erwartet haben. Das Stück im soziokulturellen Zentrum die naTo beginnt um 11 Uhr. Hier gibt‘s Eintrittskarten.

In der naTo können Familien am Wochenende das Stück „Der Wolf trägt Schlüpfer“ erleben.

In der naTo können Familien am Wochenende das Stück „Der Wolf trägt Schlüpfer“ erleben.

  • Social Media und die Verführung der Selbstdarstellung: Die beiden Medienpädagoginnen der Leipziger Städtischen Bibliotheken geben beim Eltern-Update am Freitag in der Bibliothek Plagwitz „Georg Maurer“ Einblicke in Social-Media-Angebote, die von Jugendlichen genutzt werden. Es werden aktuelle Trends besprochen und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Eltern ihre Kinder in der Nutzung begleiten können. Beginn: 17 Uhr.
  • Ein Märchen vom Glückskind, das auszog, den Teufel zu überlisten: Im soziokulturellen Stadtteilzentrum Mühlstraße 14 gastiert am Wochenende das Theater Eumeniden mit seinem Stück „Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren“. Beginn ist Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr. Tickets gibt‘s an der Tageskasse.
  • Einem eindrucksvollen Instrument ganz nah: Das Gewandhaus Leipzig lädt für Sonntag zur Orgelpräsentation für Familien ein. Das kostenlose Angebot richtet sich an Kinder ab 6 Jahren und beginnt um 14.45 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich – per E-Mail an impuls@gewandhaus.de oder telefonisch unter 0341 1270319.
  • „Was wünschst du dir zum Geburtstag?“ fragt das Puppentheater, das am Sonntag im Dachtheater des Haus Steinstraße stattfindet. Das Stück erzählt die Geschichte einer Schildkröte, die darauf hofft, dass einer ihrer Geburtstagsgäste ihr einen Salatkopf schenkt. Kinder von 3 bis 6 Jahre erleben bei dieser tierischen Feier, was Löwe, Pelikan, Känguru und Co. tatsächlich mitbringen. Beginn: 16 Uhr. Dauer: etwa 30 Minuten. Tickets gibt‘s hier.
 

Familie

Alle News zum Thema Familie in Leipzig immer donnerstags gegen 16 Uhr im E-Mail-Postfach

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Buch-Tipp

„Barnabas der Wolkenschaufler“ von Sophie Schoenwald (Autorin) und Nadine Reitz (Illustratorin): Eher zufällig fiel mir dieses Buch in die Hand, als ich auf der Suche nach schönen Vorlesegeschichten mit Kapiteln war. Also ruhig längere Erzählungen, die aber dennoch ansprechend illustriert sind. Die Zeit für Geschichten, von denen wir jeden Abend ein Kapitel vor dem Schlafengehen lesen, schien reif. In dieser abenteuerlichen Vorlesegeschichte wächst ein kleiner Maulwurf über sich hinaus und begibt sich gemeinsam mit einem Storch auf die Reise seines Lebens. Und darum geht`s genau: Statt unter der Erde Tunnel zu graben, sitzt Barnabas Buddel lieber draußen auf seiner Schaukel und träumt davon, eines Tages zu fliegen und Wolken zu schaufeln. Da kommt das Ding, das plötzlich aus dem Himmel plumpst und auf dem Misthaufen landet, wie gerufen. Ein Straußenei, erkennt Barnabas. Das wurde bestimmt falsch abgeliefert und muss eigentlich nach Afrika. Also überredet Barnabas den griesgrämigen Storch Atticus, ihn und das Ei in den Süden zu fliegen. Und so beginnt für das ungleiche Paar eine aufregende Reise. Ja, sie fußt auf der Mär, dass der Storch die Babys bringt. Meiner Ansicht nach kann man darüber aber hinwegsehen. Denn empfohlen ist dieses Buch für Kinder von 5 bis 7 Jahren, die es längst besser wissen. Jüngeren, die gerne lauschen, kann man das Buch aber auch bedenkenlos vorlesen. Die Illustrationen sind ganz wundervoll und laden dazu ein, genauer unter die Lupe genommen zu werden. So etwa auf einer Doppelseite, die Barnabas inmitten verzweigter Gänge im Erdreich zeigt. Hier ein Knochen, dort eine Pfanne und dann sogar noch eine Krone – für kleine Entdecker total spannend. „Barnabas der Wolkenschaufler“ ist ein aufregender Ausflug ins Tierreich, eine Geschichte über Vorurteile und Lebensträume, über Geheimnisse und das Verzeihen, über Freundschaft, die Grenzen überwindet. Spannend, witzig, lehrreich, mit einem kleinen bedrohlichen Moment (Hyänen) und natürlich mit Happy End.

Von Patricia Liebling

PS: Wenn Ihnen „Barnabas der Wolkenschaufler“ gefällt, empfehle ich Ihnen auch „Die Yetis sind los“ und „Der Happaflapp reist in den Müthenwald“ aus der Reihe „Vorlesen!“, die bei den Kinderbuchverlagen Boje und Baumhaus erscheint.

 

Lese-Empfehlungen für Familien

 

Neues aus dem Familienleben

Der 3j hat bis nach 10 Uhr geschlafen, kommt wortlos in die Küche, öffnet den Kühlschrank, greift sich ein Kühlpack, hält es sich an die Stirn, nimmt seine Wasserflasche vom Tisch und verschwindet wieder in seinem Zimmer. Feiert der etwa schon nachts irgendwelche Partys?

Frau G. aus B. - @FrauGausB, 14. Januar 2023

Hier geht‘s zum Tweet von @FrauGausB.

Kind wollte heute alleine zum Bäcker gehen und Brötchen holen. Geld und Zettel mitgegeben. „4 Doppelte und 1 Gebäck darf sie sich aussuchen“. Sie kam mit Brötchen und Kuchen zurück. Einem ganzen Kuchen. 🙄 Ich muss genauer definieren.

Robin of Lacksley - 🇺🇦🌍🏳️‍🌈 - @RitterRotz, 15. Januar 2023

Hier geht‘s zum Tweet von @RitterRotz.

Wenn du abends nach Hause kommst, keiner aus deiner Familie auf deine Begrüßung reagiert und du aber sicher sein willst, ob wirklich niemand da ist, dann schalte einfach kurz den Router aus.

Burkhard Hofmann - @burk_hofmann, 18. Januar 2023

Hier geht`s zum Tweet von @burk_hofmann.

 

Feedback

Hat Ihnen dieser Newsletter gefallen – oder könnten wir aus Ihrer Sicht etwas besser machen? Schreiben Sie uns gerne Hinweise, Kritik und Lob an familie@lvz.de.

Schön, dass Sie uns lesen!

 

Abonnieren Sie auch

MADS-Newsletter

News, Interviews, Reviews und die wichtigsten Nachrichten für Jugendliche gibt‘s ab sofort alle zwei Wochen von der MADS-Jugendredaktion der Verlagsgruppe MADSACK.

Hier abonnieren

Mehr aus Familie regional

 
 
 
 
 

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken