Newsletter „LVZ Familie“

Weihnachtsshopping ohne Wunschzettel

Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Leserinnen und Leser,

vor ein paar Wochen überraschte mich die Frage „Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke?“ in einer Whatsapp-Gruppe Leipziger Mütter. Ich selbst hatte zu dem Zeitpunkt noch kein einziges, andere hingegen hatten die Einkäufe bereits im Oktober erledigt. Dabei finde ich das Einkaufen weniger herausfordernd als die Idee für Geschenke, die Freude bereiten.

Während ich mich in diesem Jahr schwertue, sah das vergangenes Jahr ganz anders aus. Meine Tochter hatte über Wochen klare Vorstellungen, von denen sie auch keinen Millimeter abrückte: „Ich wünsche mir ein Mama-Einhorn, ein Papa-Einhorn, ein Kind-Einhorn und ein lila Fahrrad“. In diesem Jahr hat sie hingegen keine besonderen Wünsche. Und auch wir Eltern waren irgendwie ratlos.

Für ihren Papa war klar: „Sie soll auf jeden Fall etwas zum Spielen bekommen.“ Und so verließen wir vergangenes Wochenende ein großes Spielwarengeschäft mit Geschenken, die hoffentlich die Augen der wilden Maus zum Leuchten bringen. Es sind nicht viele, aber dafür bewusst ausgewählte.

Ja, mit Geschenken ist das so eine Sache. In diesem Jahr irgendwie noch mehr als sonst, wie mir scheint. Während die einen schenken wie eh und je, reduzieren andere sich auf Geschenke für die Kleinen. Die Kosten für Alltägliches sind so dermaßen gestiegen, dass mancher gar zweifelt, inwiefern überhaupt Präsente drin sind. Und nicht selten fühlt sich jemand schlecht, weil nicht möglich scheint, was all die Jahre möglich war.

Doch geht es zu den Feiertagen nicht um was anderes? Lassen wir den religiösen Hintergrund einmal außen vor, sind die Weihnachtsfeiertage für viele Menschen eine Zeit, die man im Kreise seiner Lieben verbringt. Gemeinsam essen, Märchenfilme anschauen, spazieren gehen, sich austauschen. Das ist doch eigentlich genug. Klar, die Kids wollen Geschenke. Und das ist auch völlig in Ordnung. Aber auch sie genießen die gemeinsame Zeit in heimeliger Atmosphäre am geschmückten Baum. Und das zu haben, ist nicht selbstverständlich. Auch das ist ein Geschenk – selbst, wenn es sich nicht auspacken lässt.

Herzlichst

Ihre Patricia Liebling

Redakteurin

Den Zauber der Weihnacht macht mehr aus als Geschenke. Zum Beispiel die gemeinsame Zeit mit der Familie.

Den Zauber der Weihnacht macht mehr aus als Geschenke. Zum Beispiel die gemeinsame Zeit mit der Familie.

 

Wochenend-Tipps

Wer kitschig-biedere Weihnachtsgeschichten über hat und nach überzeugenden Alternativen sucht, ist aktuell im Schauspiel Leipzig gut aufgehoben. Dort steht „Arabella oder Die Märchenbraut“ auf dem Spielplan. Die Weihnachtsinszenierung greift auf eine TV-Serie des Regisseurs Václav Vorlícek nach einem Drehbuch von Miloš Macourek aus dem Jahr 1980 zurück – ein witzig-charmanter Klassiker, in dem die Grenzen zwischen Märchenwelt und Wirklichkeit verschwimmen und der Kinder wie Erwachsene begeistert. Worum sich die Geschichte im Detail dreht und was die Inszenierung so überzeugend macht, können Sie in dieser Premieren-Besprechung unseres Autors Steffen Georgi nachlesen. Zu sehen ist das Stück Freitag um 9 Uhr und Samstag um 15 Uhr. Tickets gibt‘s hier.

Blick in das Theaterstück „Arabella oder Die Märchenbraut“, das aktuell als Weihnachtsinszenierung im Schauspiel Leipzig zu sehen ist.

Blick in das Theaterstück „Arabella oder Die Märchenbraut“, das aktuell als Weihnachtsinszenierung im Schauspiel Leipzig zu sehen ist.

  • Zauberhafte Kurzgeschichten von Astrid Lindgren, Gianni Rodari, Elizabeth Shaw, Samuil Marshak und anderen zum Hören, Mitdenken und Reden bei Sternenlicht und Kerzenschein gibt es am Samstag ab 15 Uhr im Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur in Leipzig-Connewitz. Gemeinsam können alle erfahren, was mit der Fee mit dem Taschentuch passiert, die auf dem Fensterbrett erscheint oder was eine wundersame Frau erlebt, die die leckerste Marmelade für das ganze Dorf kocht oder was alles passieren kann, wenn man so lange mit einem Zug fährt, das aus kleinen Hundebabys ganz große werden. Eintritt für Kinder frei, für Erwachsene nach Selbsteinschätzung.
  • Musikgenuss für den guten Zweck: Am Samstag lädt der Vocalconsort Leipzig zum traditionellen Advents-Chorkonzert zugunsten der Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig in die Leipziger Peterskirche im Zentrum-Süd. Bereits um 15.30 Uhr sind die Jüngsten zum Kinderkonzert eingeladen, bei dem das eine oder andere bekannte Weihnachtslied zu hören sein wird. Um 17 Uhr beginnt dann das Große Benefizkonzert des Leipziger Kammerchores. Unter dem Titel „O Magnum Mysterium“ erklingen weihnachtliche Chormusik von Francis Poulenc sowie Werke von Tallis, Schütz und Pärt. Als besondere Gäste haben sich für beide Konzerte zauberhafte Figuren angekündigt. Karten für das 14. Benefizkonzert gibt es an der Abendkasse. Der Erlös kommt der psychosozialen Versorgung von an Krebs erkrankten Kindern und deren Familien in der Region durch die Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig zugute.
  • Spurensuche: Im Grassi-Museum für Angewandte Kunst folgt am Sonntag von 15 bis 17 Uhr ein Suchspiel den geheimen Spuren der Glasmacher und Alchemisten. Danach wird pulverisiertes Glas in vielen Farben auf Kupfer aufgeschmolzen; es entstehen emaillierte Schmuck-, Geschenk- oder Baumanhänger. Das Angebot „Verzauberter Sand“ richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Kosten: Kinder 3 Euro, Erwachsene 5 Euro. Hier geht‘s zur Anmeldung.

Noch mehr Tipps fürs Wochenende gibt es hier.

 

Schon gewusst?

Jede*r sechste Schüler*in wird Opfer von Mobbing. Gleichzeitig wollen aber auch 80 Prozent der Schüler*innen lernen, wie sie besser miteinander umgehen können. Tom Lehel, vor allem bekannt als Moderator der Gameshow für Kids „Tabaluga tivi“, hat mit „Tom Lehel‘s WIR WOLLEN MOBBINGFREI!!“ das erste evidenzbasierte, umfassende Anti-Mobbing-Präventionsprogramm für Grundschulen in Deutschland geschaffen. Das Programm richtet sich an Schüler*innen der 3. und 4. Klassen, Lehrer*innen und Eltern und wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Ziel ist, dass Kinder ihr eigenes Verhalten im Umgang miteinander reflektieren. Es geht darum zu lernen, Verantwortung für das eigene Handeln und Nicht-Handeln zu übernehmen. Zusammen sollen die Schüler*innen eine gute Umgangskultur für ihre Klasse schaffen. Das Programm bildet darüber hinaus Lehrkräfte fort, klärt Eltern über Cybermobbing/Mobbing auf und gibt ihnen Hilfestellung bei Fragen der Medienerziehung und sicheren Mediennutzung ihrer Kinder. Auf der Homepage www.wirwollenmobbingfrei.com finden interessierte Grundschulen alle Informationen zum Programm sowie ein Bewerbungsformular. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Bewerbung für die Teilnahme im kommenden Jahr ist noch bis 19. Dezember möglich.

 

A NEW DAY – ein magisches Showerlebnis für die ganze Familie [Anzeige]

„Holiday on Ice“ gastiert mit „A New Day“ in Rostock.

Erleben Sie mit A NEW DAY eine völlig neue Dimension von Eis-Show!

Der Countdown läuft – zu Weihnachten heißt es endlich wieder „It‘s Ice-Showtime“! Vom 22. bis 27. Dezember 2022 kommt die brandneue HOLIDAY ON ICE Show A NEW DAY nach Leipzig und verwandelt die Quarterback Immobilien Arena in eine magische Show-Welt – lassen Sie sich dieses Event auf keinen Fall entgehen!

Mit A NEW DAY setzt HOLIDAY ON ICE neue Maßstäbe und verbindet Weltklasse-Eiskunstlauf in einer ergreifenden Geschichte mit atemberaubenden Farb-, Licht- und Überraschungseffekten sowie weltbekannten Songs zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk. A NEW DAY ist die bisher künstlerisch wie technisch aufwendigste Produktion von HOLIDAY ON ICE. Erzählt wird die emotionale Geschichte von Aurora, die die Schönheit und Vielfältigkeit unserer bunten Welt in all ihren Farben, Formen und Facetten kennenlernt.

Tipp für Familien: HOLIDAY ON ICE bietet Kindern im Alter von vier bis 15 Jahren einen Kinderfestpreis. Unabhängig von der Ticket-Kategorie der begleitenden Erwachsenen bleibt der Preis für die Kinder-Karten immer derselbe. Tickets & Infos: www.holidayonice.de

 

Buch-Tipp

Birk Grüling (Autor), Lucia Zamolo (Illustration): „Ein T-Rex namens Sue“: Wer kennt sie nicht, die vielen kleinen und großen Bücher über Dinosaurier, die sich auf die oft gleiche Art und Weise mit den Riesen der Vorzeit beschäftigen. Sowohl für Kinder als auch Eltern tritt da schnell der Ermüdungsfaktor ein. Mit „Ein T-Rex namens Sue“ findet Autor Birk Grüling einen spannenden neuen Dreh. Ganz nebenbei begegnet er dem Vorurteil „Dinos sind was für Jungs“, das sich auch im Kindergarten meiner Tochter so hartnäckig hält. Dafür lenkt Grüling den Fokus dieses Mal nicht nur auf das beeindruckende Offensichtliche wie Größe oder Fressvorlieben von T-Rex und Co., sondern vor allem auf ihre Entdeckerinnen, die die Paläontologie entscheidend vorangebracht haben und es noch immer tun. Darunter Mary Anning mit ihren Meeressaurier-Funden Anfang des 19. Jahrhunderts, die Abenteurerin Sue Hendrickson mit dem nach ihr benannten T-Rex-Skelett, „Punk-Paläontologin“ Jingmai O‘Connor mit ihrem Faible für gefiederte Dinos oder Jasmina Wiemann mit ihrer Forschung im High-Tech-Labor. Birk Grüling, der als freier Journalist arbeitet, und mit seinem Sohn die Leidenschaft für ausgestorbene Tiere, versunkene Kulturen und verrückte Erfindungen teilt, gewährt spannende Einblicke in den Wissenschaftsbetrieb. Er schaut Dino-Forscherinnen wie Daniela Schwarz oder Veronica Diez-Diaz vom Naturkundemuseum Berlin über die Schulter, zeigt wie sie im Computertomografen Knochenfragmente untersuchen und dabei auch mal eine neue Art entdecken. Wenn das mal nicht Futter für den späteren Berufswunsch ist. Großes Plus: Wer nach dieser umfassenden Lektüre weiter auf den Spuren der Dinos wandeln will, findet auf der letzten Doppelseite eine große Deutschlandkarte. Dort gibt es zahlreiche Anregungen, wo man sich als Dino-Forscherin oder -Forscher selbst auf Spurensuche begeben kann. Das im Leipziger Klett Kinderbuchverlag erschienene Buch wäre aber nur halb so schillernd, wären da nicht die wundervollen Illustrationen von Lucia Zamolo. Sie sorgen für Auflockerung, denn wer so viel Wissenswertes unterbringen will wie Grüling würde sonst schnell textlastig. Das Buch richtet sich an kleine Entdecker und Entdeckerinnen ab 8 Jahren.

Von Uta Zangemeister

 

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Lese-Empfehlungen für Familien

 

Neues aus dem Familienleben

Kinderarztpraxis bietet Termin für 20:45 Uhr an. Mehr muss man über die aktuelle Situation nicht wissen.

Anwaltsgelaber - @anwaltsgelaber, 6. Dezember 2022

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Wir hatten eine Maskenpflicht für Kinder, weil sonst die Intensivstationen für Erwachsene zu knapp geworden wären. Jetzt werden die Stationen für Kinder knapp und ich vermisse auch nur den Hauch einer Debatte, was Erwachsene beitragen können, um das zu lösen.

Wrik Flügge - @erik_fluegge, 3. Dezember 2022

Hier geht‘s zum Tweet von @erik_fluegge.

Ich: „So Kinder, heute wird aufgeräumt!“ Kleinkind: „Wieso wer kommt denn?“

Coldamber, hat endlich die Diss fertig - @Coldamber, 3. Dezember 2022

Hier geht‘s zum Tweet von @Coldamber.

Wenn einem während des Ausnahmezustand Rettungsdienst beim Putzen am Krankenhaus ein ca 6jähriges Mädchen an der Jacke zupft, man sich umdreht und in funkelnde Kinderaugen schaut....: “Hier....3 Hanuta‘s für Euch. Weil ihr immer Menschen helft.“ Not all hope is lost. 🧡

DieZiegeJan 🐐 - @ZiegeJan, 4. Dezember 2022

Hier geht‘s zum Tweet von @ZiegeJan.

 
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