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Fragen & Antworten

Woher kommt eigentlich der Weihnachtsmann?

Um den Weihnachtsmann ranken sich viele Legenden und Fragen.

Um den Weihnachtsmann ranken sich viele Legenden und Fragen.

Kinder haben jede Menge Fragen. Auch wenn es um den Weihnachtsmann geht. Einige häufige Fragen haben wir hier zusammengestellt.

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Woher kommt der Weihnachtsmann?

Nicht aus Island, nicht aus Grönland, nicht draußen vom Walde her – der Weihnachtsmann kommt aus der Türkei.

Denn das historische Vorbild für die Gestalt war der heilige Nikolaus, der Bischof von Myra an der Mittelmeerküste, der am 6. Dezember 343 starb.

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Um ihn ranken sich viele Legenden. So half er einem armen Mann, der in seiner Not seine drei Töchter verkaufen wollte: Nachts schlich er zum Haus der Familie und warf einen Beutel mit Geld zum Schornstein hinein – daher stammt der Brauch des Beschenkens. Entschärfte Versionen verschweigen, dass der arme Mann seine Töchter in die Prostitution schicken wollte.

Wo wohnt der Weihnachtsmann?

Er hat wechselnde Dienstsitze – unter anderem in 21709 Himmelpforten bei Stade.

Die Post kennt noch sechs weitere Anschriften des Weihnachtsmannes, darunter auch 31137 Himmelsthür bei Hildesheim.

Die Finnen glauben allerdings fest daran, dass er mit seinen Wichteln im Berg Korvatunturi residiert. 1927 hat eine finnische Radiosendung dies enthüllt, heute kennt die Geschichte jedes finnische Kind. Doch den geheimen Eingang zum Berg hat noch niemand gefunden.

Ist der Weihnachtsmann immer pünktlich?

Meistens – obwohl Martin Luther seinen Terminkalender ganz schön durcheinander gebracht hat. Im Mittelalter bekamen Kinder Geschenke am Nikolaustag. Der Reformator lehnte die Heiligenverehrung jedoch ab, man verlegte das Schenken auf den Tag der Geburt Christi. In katholischen Gebieten kam nun weiterhin am 6. Dezember der Nikolaus, in evangelischen zu Weihnachten das "Christkind".

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Im 19. Jahrhundert entstand die Gestalt des Weihnachtsmannes, der in katholischen Gegenden zuerst noch mit Bischofsstab und -mütze dargestellt wurde – wie der katholische Sankt Nikolaus. Allerdings kam er am Heiligabend – wie das evangelische Christkind.

Wie kam er zu seinen Rentieren?

Ein Gedicht von Clemens Moore beschreibt den Weihnachtsmann 1822 als pummeligen alten Kobold mit Pelzkleidung, der mit dem Rentierschlitten auf dem Dach landet.

Die Verse wurden in viele Sprachen übersetzt. So machte die Story mit den Rentieren weltweit die Runde.

Wer sind seine Begleiter?

Der Weihnachtsmann ist zwar ein freundlicher Kerl, der Geschenke bringt. Aber er zuckelt mit einem finsteren Freund durch die Winterwelt, der bestraft und sogar dolle haut.

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Je nach Region nennt sich der Fiesling anders: Hans Muff, Rasselbock oder Knecht Ruprecht.

Dieser Prügelknecht verschmilzt jedoch oft mit der "guten" Figur: Daher trägt der Weihnachtsmann, wenn er alleine auftritt, die Rute meist selbst.

In Österreich und Bayern zieht der Krampus von Tür zu Tür, legt unartigen Kindern Kohlestückchen vor die Haustür und drangsaliert sie bisweilen ziemlich grob. Allerdings schon zum Nikolaustag am 6. Dezember.

Wer schrieb eine Hymne für den Weihnachtsmann?

Leise rieselnder Schnee, das grüne Kleid des Tannenbaums und natürlich der holde Knabe im lockigen Haar – alles wird besungen, nur den Weihnachtsmann ignorieren die meisten Dichter.

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Doch Hoffmann von Fallersleben verfasste 1835 "Morgen kommt der Weihnachtsmann". Bekannt wurde der Autor noch mit zwei weiteren Dauerbrennern: Dem "Lied der Deutschen" und dem – textlich vergleichsweise simpel gestrickten – "Ein Männlein steht im Walde".

Was hat Coca-Cola mit dem Weihnachtsmann zu tun?

Coca-Cola hat den Weihnachtsmann in aller Welt bekannt gemacht. 1931 beauftragte die Coca-Cola Company den Zeichner Haddon Sundblom, "Santa Claus" für einen weihnachtlichen Werbefeldzug zu zeichnen.

Er designte einen großväterlichen Typ mit Rauschebart, rotem Mantel und weißem Pelzkragen. Jedoch trug er die weiß-roten Markenfarben der Firma eher zufällig, denn schon in den zwanziger Jahren hatten sie sich als Farben des Weihnachtsmannes in den USA durchgesetzt.

Pate für die Gesichtszüge stand ein pensionierter Fahrverkäufer der Firma.

Bis 1966 schuf Sundblom jedes Jahr ein anderes Santa-Claus-Motiv. Bei den späten Werken schuf er den Weihnachtsmann sogar nach seinem Bilde: Er verlieh ihm einfach die eigenen Gesichtszüge. Dies Bild verbreitete sich auf dem ganzen Globus als Inbegriff von Weihnachtsmännlichkeit.

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Hat der Weihnachtsmann Feinde?

Ja. Und das sogar im Vatikan. Papst Paul VI. ließ 1969 das Nikolausfest aus dem offiziellen Kalender der katholischen Kirche streichen, weil die Lebensgeschichte des Heiligen zu dürftig belegt ist.

Damit war die Urgestalt des Weihnachtsmannes von höchster Stelle abgeschafft. Den kommerzialisierten Bräuchen um die Figur hat das keinen Abbruch getan.

Ist der Weihnachtsmann katholisch oder evangelisch?

Er schwankt: Eine volkskundliche Befragung von 1932 zeigte, dass er in evangelischen Familien Nord- und Ostdeutschlands das Christkind mehrheitlich abgelöst hatte. Dieses hatte jedoch bei den katholischen Familien im Süden und Westen Asyl gefunden - als Ergänzung zum Nikolaus, der weiterhin am 6. Dezember kam.

Heute unterscheiden sich die Konfessionen bei der Frage "Weihnachtsmann oder Christkind?" kaum noch.

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Von RND/Simon Benne

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