Newsletter „Unbezahlbar“

Droht der nächste Krisenwinter?

Gedämmte Lichter in der Innenstadt von Bonn.

Gedämmte Lichter in der Innenstadt von Bonn.

Liebe Leserinnen und Leser,

„Es macht mir Angst, nicht zu wissen, wie das alles werden wird mit den steigenden Preisen.“ (+) – „Meine Waschmaschine darf jetzt nicht kaputtgehen.“ – „Schon vor der Inflation kamen wir mit unseren kleinen Renten eigentlich nicht über die Runden. Jetzt wird es noch schlimmer.“

Solche Aussagen habe ich in den vergangenen Wochen oft gehört und gelesen. Es sind Eltern, die so sprechen, Rentnerinnen und Rentner, Studierende. Und sie alle eint eines: Sie haben große Angst davor, dass das Geld im Winter nicht mehr reicht. Dass sie die Gasrechnung nicht mehr bezahlen können, die Butter noch teurer wird oder der nächste Ausflug ausfallen muss.

Sie sind mit diesen Sorgen nicht alleine: Angesichts der hohen Inflation verzichtet eine Mehrheit der Menschen in Deutschland bereits auf Shoppingtouren und spart Energie, wie eine Umfrage aus dem August zeigt. In den Innenstädten ist nachts das Licht gedämmt, Schwimmbäder senken die Wassertemperatur, Weihnachtsmärkte werden ohne Eislaufbahnen geplant.

Einfach wird es wohl nicht

Erleben wir nach zwei Pandemiewintern also nun einen Energiekrisenwinter? Wie genau die kommenden Monate werden, kann zwar niemand genau sagen. Doch sicher ist: Einfach wird es nicht.

Deshalb gibt es jetzt diesen Newsletter. Darin wollen wir Sie begleiten – durch Inflation, durch Energiekrise und die Ängste und Sorgen, die das alles auslösen kann. Jeden Mittwoch finden Sie hier Tipps, die Ihr Leben einfacher machen. In dieser Woche erklären wir zum Beispiel: Wie Sie Energiekosten senken, ohne zu frieren, oder warum sich das Tagesgeld derzeit wieder lohnt.

Sie haben Anmerkungen und Fragen? Schreiben Sie uns gern an unbezahlbar@rnd.de!

Ihre Anna Schughart

Unbezahlbar

Unser Newsletter begleitet Sie mit wertvollen Tipps und Hintergründen durch Energiekrise und Inflation – immer mittwochs.

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Tipp der Woche

Außenfassade dämmen, auf erneuerbare Energien umstellen oder einen hydraulischen Abgleich vornehmen lassen: Solche Maßnahmen helfen, die Ausgaben für Energie zu senken. Allerdings kostet ihre Umsetzung einiges, sie funktionieren nicht sofort – und steht für Mieterinnen und Mieter in der Regel gar nicht zur Debatte. Trotzdem kann jeder Energie und Heizkosten in diesem Winter sparen – ohne viel Geld oder Zeit investieren zu müssen.

Eine Decke hilft gegen Kälte im Winter – das Abdichten des Fensters aber auch.

Eine Decke hilft gegen Kälte im Winter – das Abdichten des Fensters aber auch.

Einige alltagstaugliche Tipps:

  • Fenster und Türen abdichten: Zugluftstopper helfen, Wärme im Raum zu halten. Es gibt sie als schlichte Rollen oder auch in Form eines Tieres – besonders beliebt scheinen Dackel zu sein.
  • Temperatur absenken: Nachts und wenn niemand zu Hause ist, kann die Temperatur in allen Bereichen gesenkt werden.
  • Nur so viel heizen wie nötig: Im Wohnbereich sind Temperaturen zwischen 19 und 21 Grad optimal. In Badezimmern kann es etwas mehr sein, zwischen 21 und 23 Grad. In Schlafzimmern und der Küche reichen hingegen 18 Grad. Mit jedem Grad weniger sinken laut der Beratungsgesellschaft CO2online die Heizkosten im Schnitt um rund 6 Prozent.
  • Rollladen runter, um Energie zu sparen: Wenn nachts die Rollladen geschlossen sind, kann das laut Umweltbundesamt den Wärmeverlust um rund 20 Prozent verringern.
  • Möbel nicht vor die Heizung stellen: Steht ein Möbelstück direkt vor der Heizung, kann diese den Raum nicht sonderlich gut erwärmen. Es entsteht ein Wärmestau. Außerdem sind Außenwände kälter als Innenwände. Es kann also ein wenig gegen das Frieren helfen, Bett oder Sofa nicht an einer Außenwand zu platzieren.
 

Zahlen, bitte!

Studenten und Studentinnen müssen für ihre Miete immer tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt liegen die Mietpreise für Studentenwohnungen 5,9 Prozent über dem Vorjahr, wie aus dem Studentenwohnreport 2022 des Finanzdienstleisters MLP und dem Institut der deutschen Wirtschaft hervorgeht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Mietpreise haben demnach in allen 38 untersuchten Hochschulstädten angezogen – in Berlin sogar um 18,5 Prozent.

 

Gut zu wissen

 

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Die gute Nachricht

Trotz der Ende August eingestellten Gaslieferungen aus Russland sind die deutschen Gasspeicher mittlerweile zu mehr als 90 Prozent gefüllt. Das geht aus Daten der europäischen Speicherbetreiber hervor, die am Montagabend veröffentlicht wurden.

Eine Ministerverordnung sieht vor, dass die deutschen Speicher am 1. November, also in sechs Wochen, zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein sollen. Die bei diesem Füllstand gespeicherte Gasmenge entspricht etwa dem bundesweiten Verbrauch im Januar und Februar 2022.

 

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