Knapp ein Jahr später als geplant

Sanofi will Zulassung von Corona-Impfstoff beantragen

Kommt bald ein neuer Corona-Impfstoff? Der französische Pharmakonzern Sanofi beantragt die Zulassung seines Vakzins (Symbolbild).

Kommt bald ein neuer Corona-Impfstoff? Der französische Pharmakonzern Sanofi beantragt die Zulassung seines Vakzins (Symbolbild).

Knapp ein Jahr später als ursprünglich geplant will der französische Pharmakonzern Sanofi die Zulassung seines Corona-Impfstoffes beantragen. Sanofi wolle zusammen mit dem britischen Konzern GSK, der das Vakzin mitentwickelt hat, die Daten zur Phase-drei-Studie sowie zur Analyse einer Booster-Studie für das Zulassungsverfahren übermitteln, wie Sanofi am Mittwoch erklärte.

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Nach Angaben des Pharmakonzerns wies das Vakzin in der Phase-drei-Studie eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte bei einer Covid-19-Erkrankung auf. Gegen mittelschwere bis schwere Corona-Infektionen habe sich der Impfstoff als zu 75 Prozent wirksam erwiesen. Die Wirksamkeit gegen symptomatische Corona-Erkrankungen betrage 58 Prozent, wobei dies der erwarteten Wirksamkeit des Vakzins unter aktuellen Bedingungen mit verschiedenen Corona-Varianten entspreche.

Sanofi: Impfstoff erhöht Antikörperzahl als Booster „um das 18- bis 30-Fache“

Der Impfstoff von Sanofi/GSK soll als Booster-Impfstoff zum Einsatz kommen können – und zwar in allen Altersgruppen und unabhängig vom Vakzin, mit dem man zuvor immunisiert wurde. Analysen zeigten, dass der Impfstoff „die universelle Fähigkeit besitzt, die Zahl der neutralisierenden Antikörper um das 18- bis 30-Fache zu erhöhen“, wie Sanofi mitteilte.

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„Keine andere globale Phase-drei-Wirksamkeitsstudie wurde in diesem Zeitraum mit so vielen Varianten durchgeführt, einschließlich Omikron, und die Daten zur Wirksamkeit sind ähnlich wie die der jüngsten klinischen Studien von zugelassenen Impfstoffen“, sagte Sanofi-Vorstand Thomas Triomphe.

Ähnlich wie der im Dezember in der EU zugelassene Corona-Impfstoff von Novavax handelt es sich bei dem Präparat von Sanofi/GSK um ein proteinbasiertes Vakzin. Die Entwicklung des Vakzins des französischen Herstellers sollte eigentlich bereits vor rund einem Jahr abgeschlossen werden, eine Markteinführung war Ende Juni 2021 geplant. Sanofi teilte jedoch bereits im Dezember 2020 mit, dass das Vakzin „eine unzureichende Reaktion bei älteren Erwachsenen“ aufweist und daher „die Antigenkonzentration verfeinert werden“ müsse. Die Entwicklung und Zulassung verzögerte sich auch deshalb, weil Sanofi im Laufe der Pandemie Probleme hatte, Probandinnen und Probanden zu finden, die noch nie mit Corona infiziert waren. Die EU-Kommission hat bereits Verträge mit Sanofi-GSK über bis zu 300 Millionen Dosen.

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