„Barfuß in Paris“ – Himmlische Clownerien

In froher Eintracht: Das Paar (Fiona Gordon, r.) und Dominique Abel hält Händchen mit der Tante (Emmanuelle Riva), die kurzzeitig verschwunden war.

In froher Eintracht: Das Paar (Fiona Gordon, r.) und Dominique Abel hält Händchen mit der Tante (Emmanuelle Riva), die kurzzeitig verschwunden war.

Hannover. An ihrem clownesken Stil hätte Jacques Tati seine Freude gehabt: Dominique Abel und Fiona Gordon begeistern mit ihrem Hang zur Pantomime seit ihrem ersten Spielfilm „Der Eisberg“ (2006). Ihre Kennzeichen sind Skurrilität, Slapstick, Fantasie. Nun treiben sie ihre exzentrische Komik als Regisseure, Autoren und Darsteller auf die Spitze, wenn sie erste eigene Erfahrungen aus Paris aufgreifen.

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Ein Feuerwerk der verrückten Einfälle

Die Geschichte beginnt in Kanada, Bibliothekarin Fiona erhält einen Brief ihrer alten Tante Martha, der in Paris die Abschiebung in ein Heim droht. Bei Fionas Ankunft in Paris ist die 88-Jährige verschwunden, Fiona fällt zu allem Unglück in die Seine, ihr Rucksack ist futsch. Seltsam, dass der obdachlose Dom bald in ihrem gelben Pullover auftaucht und sich an ihre Fersen hängt. Der Typ hat sich in sie verguckt und nervt.

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Fünf Jahre nach „Die Fee“ überrascht das kanadisch-belgische Paar erneut mit verrückten Einfällen und kuriosen Szenen. Die werden scheinbar ziellos an einander gehängt bei dieser nostalgischen Tour, die über prächtige Boulevards und in versteckte Winkel führt, wo man auch schon mal im Mini-Zelt kampieren oder auf dem Touristenboot einen ganz speziellen Tango hinlegen kann. Entspannung, Charme und gute Laune sind die Zutaten dieser himmlischen Komödie mit der unvergesslichen, im Januar gestorbenen Emmanuelle Riva, die trotz aller Zerbrechlichkeit mit Pierre Richard ein flottes Tänzchen wagt. Im Sitzen!

Und warum läuft Fiona ausgerechnet „Barfuss in Paris“? Um mit lockern Zehen ein bisschen Freiheit und Einfachheit wieder zu finden.

Von Margret Köhler / RND

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