Frau muss für orthodoxen Juden Platz wechseln

Eine Maschine der Fluggesellschaft El Al.

Eine Maschine der Fluggesellschaft El Al.

Jerusalem. Wegen Diskriminierung muss die israelische Fluggesellschaft El Al einer Frau rund 1600 Euro Entschädigung zahlen. Dies entschied ein Gericht in Jerusalem, wie israelische Medien am Donnerstag berichteten. Hintergrund war ein Vorfall auf einem Flug von New York nach Tel Aviv. Auf Bitten der Fluggesellschaft wurde Renee Rabinowitz aufgefordert, ihren Platz zu wechseln, weil ein ultraorthodoxer Jude „aus Glaubensgründen“ nicht neben ihr sitzen wollten. Rabinowitz soll nur „widerwillig“ zugestimmt haben.

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„Unter wirklich keinen Umständen kann ein Mitglied der Besatzung einen Passagier bitten, sich umzusetzen, weil der Sitznachbar aufgrund des Geschlechtes nicht neben ihm sitzen will“, sagte eine Richterin in Jerusalem laut der „Times of Israel“. „Dieser Grundsatz ist ein direkter Verstoß gegen das Gesetz gegen Diskriminierung.“

Eine Sprecherin von El Al sagte, die Fluggesellschaft habe grundsätzlich die Vorgabe, für denjenigen Passagier einen anderen Sitz zu finden, der unzufrieden sei - nicht für den Sitznachbarn. „Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, dass die Vorgaben des Unternehmens in dieser speziellen Sache gegenüber den Mitarbeitern präzisiert werden“, sagte sie zu der Gerichtsentscheidung.

Von RND/dpa

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