Gaming-Messe statt Abstiegskampf

Fußball-Legende Olaf Marschall besucht seinen Sohn auf der Dreamhack in Leipzig

Olaf Marschall mit seinem Sohn Nicolas.

Olaf Marschall mit seinem Sohn Nicolas.

Leipzig. Ein bekanntes Gesicht konnten aufmerksame Dreamhack-Besucher am Freitag am Stand des Spieleentwicklers Glaucom Games entdecken. Fußball-Ikone Olaf Marschall, 51, stattete dem eSports-Festival zum Auftakt einen Spontanbesuch ab. Gekommen war der ehemalige Profi beim 1. FC Kaiserslautern, Lok Leipzig und Dynamo Dresden nicht etwa wegen "FIFA 18", sondern um sich ein neues Spiel anzuschauen. Entwickelt hat es sein Sohn.

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Nicolas, 23, gründete mit zwei Kumpels und seiner Freundin im November das Leipziger Start-up Glaucus Games. Ihr erstes Spiel heißt "Rugon". Es ist ein Online-Sammelkartenspiel, das "Hearthstone" ähnelt, "aber es ist taktischer und mit mehr strategischen Möglichkeiten", wie der junge Firmenchef erklärt. Der Titel befindet sich noch in der Entwicklung und soll Anfang 2019 erscheinen. Marschall Junior ist als Projektmanager auch für Artwork und 3D-Grafik zuständig - und der Papa mächtig stolz.

Rückkehr nach Leipzig nicht ausgeschlossen

"Wir haben schon früher gemeinsam am Computer gespielt. Ich finde es spannend zu sehen, was er auf die Beine stellt und habe das Spiel natürlich selbst schon getestet", erzählt Olaf Marschall. Sein Fazit: "Klasse, weil man Köpfchen braucht und nicht nur durch die Gegend rennt und ballert", so der 51-Jährige. Am Abend geht es für ihn weiter nach Zwickau zur Drittliga-Partie gegen Großaspach. "Natürlich beschäftigen wir uns schon mit der dritten Liga", verrät Marschall, der als Scout bei den "Roten Teufeln" arbeitet. Der FCK ist derzeit abgeschlagen Letzter der zweiten Bundesliga und akut abstiegsbedroht.

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Marschall, gebürtiger Torgauer, wohnt seit rund 20 Jahren in Niederkirchen in der Pfalz. Noch gibt es keine konkreten Pläne, wie es nach dem Sommer weitergeht. "Ich bin für alles offen", sagt der 176-fache Bundesligatorschütze. Eine Rückkehr nach Leipzig schließt der Ex-Stürmer nicht aus. "Es ist spannend zu sehen, was sich bei RB entwickelt hat. Aber auch das Ausland wäre eine Option." Ein Engagement in Japan fände Marschall "interessant".

Glaucus Games will "Leipzig Blizzard werden"

Große internationale Pläne verfolgt auch sein Sohn, der Gamedesign an der Vitruvius Hochschule studiert. Die derzeit achtköpfige Entwicklerschmiede soll einmal "Leipzigs neues Blizzard werden", gibt Nicolas Marschall als Vision aus. Die US-Gamingfirma hat neben "Hearthstone" auch Kultspiele wie "World of Warcraft" oder "Starcraft II" produziert, die auf dem eSports-Festival in Leipzig bis Sonntag gespielt werden. "Ich finde es mutig. Daraus kann was Großes werden", sagt Olaf Marschall. "Aber Glück gehört natürlich immer dazu." Ganz wie im Fußball.

Robert Nößler

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