Regieoscars: Wer hat die meisten Oscars für die beste Regie bekommen?

Im Jahr 2010 wurde der Oscar für die beste Regie erstmals an eine Frau vergeben.

Der wichtigste Oscar gilt meistens der Kategorie des besten Films des Jahres. Alle Gewinnerfilme finden sich in dieser Übersicht. Auch die preisgekrönten besten Schauspielerinnen und Schauspieler stehen im öffentlichen Rampenlicht. Vor allem jene, die mehrmals mit Oscars ausgezeichnet wurden. Doch auch der Oscar für die beste Regie ist heiß begehrt. Welche Regisseurin oder welcher Regisseur hat die meisten Regieoscars gewonnen?

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Die prominente Regieszene ist noch stark männerdominiert: Erst 2010 wurde erstmals der Oscar für die beste Regie an eine Frau vergeben: Kathryn Bigelow erhielt den Preis für die Regie von „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“. Im Jahre 2021 wurde mit Chloé Zhao („Nomadland“) erst zum zweiten Mal eine Regisseurin mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet. Dabei wurden bis zu dem Zeitpunkt insgesamt über 90 Regieoscars vergeben.

Während Zhao und Bigelow bislang einen Regieoscar bekamen, gibt es einige Regisseure, die bereits mehrfach mit der goldenen Trophäe ausgezeichnet wurden. Diese Regisseure sind die erfolgreichsten bei den Oscarverleihungen.

Zweifach mit Oscars ausgezeichnete Regisseure

Mit dem Regieoscar zweifach ausgezeichnet wurde eine Reihe von Regisseuren. Joseph L. Mankiewicz gelang das Kunststück, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Preis zu bekommen: 1950 für „Brief an drei Frauen“ und 1951 für „Alles über Eva“. In der Reihe der zweifach prämierten Regisseure folgten Elia Kazan mit „Tabu der Gerechten” (1948) und „Die Faust im Nacken” (1955) sowie George Stevens mit „Ein Platz an der Sonne” (1952) und „Giganten“ (1957). Außerdem gelang das Kunststück den Regisseuren Billy Wilder für „Das verlorene Wochenende” (1946) und „Das Apartment” (1961) sowie David Lean mit „Die Brücke am Kwai” (1958) und „Lawrence von Arabien” (1963). Fred Zinnemann bekam ebenfalls zwei Oscars für „Verdammt in alle Ewigkeit” (1954) und „Ein Mann zu jeder Jahreszeit” (1967). Anschließend vergingen zwei Jahrzehnte ohne doppelt prämierte Regisseure.

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Erst seit den 1990er-Jahren konnten sich hier weitere Regisseure einreihen, die bis heute weltberühmt sind. Steven Spielberg bekam den Regieoscar zuerst für „Schindlers Liste“ (1994), dann für den Film „Der Soldat James Ryan“ (1999). Der zuletzt doppelt ausgezeichnete Regisseur ist der inzwischen 91-jährige Clint Eastwood. Seinen ersten Regieoscar bekam Eastwood für „Erbarmungslos“ (1993), zwölf Jahre später folgte der zweite für „Million Dollar Baby“ (2005).

Regisseure mit drei Oscars

Mit drei Regieoscars wurden bislang nur zwei Menschen ausgezeichnet. Frank Capra räumte in den 1930er-Jahren gleich binnen kurzer Zeit drei Trophäen ab: 1935 für „Es geschah in einer Nacht“, 1937 für „Mr. Deeds geht in die Stadt“ und 1939 für „Die Lebenskünstler“. Der zweite Regisseur mit drei Oscars ist William Wyler. Insgesamt wurde Wyler zwölfmal für den Regieoscar nominiert, was mit Abstand ein Oscarrekord ist. Wyler erhielt die Oscars für „Mrs. Miniver“ (1943), „Die besten Jahre unseres Lebens“ (1947) und „Ben Hur“ (1960). Letzterer zählt mit insgesamt elf Oscars außerdem zu den erfolgreichsten Filmen in der Geschichte der Oscars.

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Meiste Regieoscars: viermal ausgezeichnet

Der erfolgreichste Regisseur in der Geschichte der Oscars ist der 1973 verstorbene US-Amerikaner John Ford. Seine Karriere in der Filmbranche startete er in der Zeit um den Ersten Weltkrieg, wo er mit Stummfilmen begann. 1936 erhielt Ford für „Der Verräter“ seinen ersten Regieoscar. Fünf Jahre später gewann er auch zweimal nacheinander den Oscar für die beste Regie. Zunächst im Jahre 1941 für „Früchte des Zorns“, dann 1942 für „Schlagende Wetter“. Ein Jahrzehnt später bekam er den vierten Regieoscar für „Der Sieger“ (1953). Damit steht John Ford an der Spitze der Regieoscars. In seinen knapp 50 Jahren in der Filmbranche drehte Ford insgesamt über 140 Filme. Er ist außerdem einer der bekanntesten Westernregisseure in der US-Filmgeschichte.

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