Gewandhausorchester

1,3 Tonnen Glocken fürs Gewandhausorchester in Innsbruck gegossen.

Guss: Bei Grassmayr in Innsbruck entsteht eine Glocke fürs Leipziger Gewandhausorchester

Guss: Bei Grassmayr in Innsbruck entsteht eine Glocke fürs Leipziger Gewandhausorchester

Leipzig. In der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck wurden sechs Konzertglocken für das Leipziger Gewandhausorchester gegossen. Gemeinsam bringen sie 1,3 Tonnen auf die Waage und werden in den Tönen g1, c2, es2, e2, g2 und c3 klingen. Solche Glocken kommen zum Beispiel in der „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz oder in Modest Mussorgskys „Bildern einer Ausstellung“ zum Einsatz. In der Lieferung, die am 6. April 2022 das Gewandhaus erreicht, sind außerdem drei Orchesterschalen enthalten, drei Plattenglocken und verschiedene Schlägel.

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Spenden und Erbschaft

"Die Anschaffung eines Glockensatzes gehört zu den besonderen und sehr seltenen Ereignissen in einem Konzerthaus – sie werden über Jahrzehnte hinweg beständig den Klang des Gewandhausorchesters bereichern. Die Freunde des Gewandhauses freuen sich, den lang gehegten Wunsch des Gewandhausorchesters erfüllen zu können." (Hanns-Martin Schreiber, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig e.V.)

Der Kauf des Instrumentariums wurde durch den der Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig e. V. zugedachten Vermögensnachlass von Reingard Beyer und durch Spenden von Mitgliedern ermöglicht.

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Erfüllung eines lang gehegten Wunsches

„Für das Gewandhausorchester und speziell unsere Schlagzeuggruppe bedeuten die neuen Grassmayr-Glocken die Erfüllung eines lang gehegten künstlerischen Wunsches. Sie erweitern das musikalische Ausdrucksspektrum unseres Orchesters in hervorragender Weise. Die Vorfreude auf „Zarathustra“ Anfang Mai ist schon jetzt sehr groß.“ (Philipp Schroeder, Schlagzeuger Gewandhausorchester)

Erstmals erklingt eine der Glocken (e2) in einem Großen Concert am 5./6. Mai 2022, in der sinfonischen Dichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss. Im Rahmen dieser Konzerte wird der gesamte Glocken-Satz offiziell vom Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses zu Leipzig e.V., Hanns-Martin Schreiber, dem Gewandhaus übergeben.

Quasi für die Ewigkeit

„Nur wenige Orchester in Deutschland besitzen einen eigenen Glockensatz. Daher ist es auch in der knapp 280-jährigen Geschichte Gewandhausorchesters etwas sehr besonderes, diese Instrumente geschenkt zu bekommen. Ich bin den Freundes des Gewandhaus sehr dankbar, dass sie das Orchester bei der Anschaffung dieses – quasi für die Ewigkeit gemachten - Instrumentariums unterstützt haben.“ (Gewandhausdirektor Andreas Schulz)

Die beiden größten Glocken (g1, c2) werden in Zukunft im Mendelssohn-Foyer des Gewandhauses aufgestellt und sind dort jederzeit sichtbar.

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Von gh

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