Preisträgerausstellung

Ausgezeichnet! MdbK zeigt fünf Positionen aktueller Dokumentarfotografie

Sabrina Asche, This Is Why I Have Taken the Photo, 2022, aus: Textilarbeiterinnen fotografieren, 2018-2022, Video (Ausschnitt)

Sabrina Asche, This Is Why I Have Taken the Photo, 2022, aus: Textilarbeiterinnen fotografieren, 2018-2022, Video (Ausschnitt)

Leipzig. Der 1994 ins Leben gerufene Förderpreis der Wüstenrot-Stiftung gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen dieser Art in Deutschland und gibt jungen Fotograf*innen die möglichkeit, ein eigenständiges Projekt innerhalb von anderthalb Jahren zu realisieren.

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Die geförderten Preisträger*innen richten einen dokumentarischen Blick auf die Welt der Arbeit und des menschlichen Körpers.

Sabrina Asche (*1981) beschäftigt sich in ihrer Arbeit "Textilarbeiterinnen fotografieren" mit der Situation der vielen unsicht­baren Frauen, die in der bengalischen Textil­industrie tätig sind. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist der Einsturz der Textil­fabrik Rana Plaza im Dhaka District in Bangladesch. Das gesammelte Material verwebt die Fotografin in Siebdrucken und in einem Film zu einer vielschichtigen Bild- und Textcollage.

Die Fotografin Luise Marchand (*1987) spürt in ihrem Projekt "Liquid Company – Flüssige Gesellschaft" die Über­gänge von Work-Life Balance zum Work-Life-Blending nach. Dazu arbeit sie in Startup-Projekten, nimmt an Teambuilding-Prozessen diverser Unternehmen teil, ist in Co-Working-Spaces tätig und studiert so das eigene Verhalten und das der Kolleg*innen. Sie reflektiert den Traum von Selbstbestimmung und das Gleich­gewicht von Beruf und Privat­leben, die durch die Digital­isierung im 21. Jahr­hundert zu einer greif­baren Realität werden.

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Heiko Schäfer (*1983) richtet den Blick in"Disziplinierte Produktion" auf sozial ökonomische Bedingungen der Arbeitswelt. Er dokumentiert die Arbeitsbedingungen in industriellen Produktionsstätten und untersucht die gegenwärtige Vorstellung von Arbeit.

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Im Mittelpunkt von Wenzel Stählins Arbeit "Konstrktionen. vorschlag für eine Recherche" stehen die mit dem weißen männlichen Körper verbundenen normativen Vorstellungen und Ideologien. Er untersucht, wie der Mann als Maßstab für die architektonische Gestaltung unserer Lebenswelt dient. Die vier fotografischen Perspektiven vermitteln einen Einblick in die aktuelle dokumentarische Praxis. Methodisch, formal und technisch loten sie auf unterschiedliche Weise die auslaufenden Grenzen einer fotodokumentarischen Wirklichkeit aus.

Die Wüstenrot Stiftung vergibt die Auszeichnung seit 1994 alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen. Die Arbeiten werden in einer Wanderausstellung mit Begleitkatalog in renommierten Institutionen gezeigt.

Dokumentarfotografie Förderpreise 13, Ausstellung vom 14. Juli bis 31. Oktober 2022 im MdbK Leipzig

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Von PM/LMG

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