Parkbühne Geyerhaus

Das Orchester „Klänge der Hoffnung“ spielt zum ersten Mal vor Publikum: am Sonntag in Leipzig

Steht am Sonntag zum ersten Mal auf der Bühne: das Orchester „Klänge der Hoffnung“. 

Steht am Sonntag zum ersten Mal auf der Bühne: das Orchester „Klänge der Hoffnung“.

Leipzig. Seit Mitte April proben sie wieder: die 50 Musikerinnen und Musiker des transkulturellen Orchesters „Klänge der Hoffnung“. Am Sonntag sind sie zum ersten Mal live zu erleben: auf der Parkbühne Geyserhaus. Das Orchester spielt Musik verschiedener Kulturen, die der künstlerische Leiter Ali Pirabi arrangiert hat. Zuvor musiziert das seit 2017 bestehende Ensemble „Klänge der Hoffnung“ mit persischen, arabischen und Klezmer-Melodien in eigenen Bearbeitungen.

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Das Ensemble hat 2017 bei einem Konzert der Stiftung Friedliche Revolution im Rahmen der Interkulturellen Woche zusammengefunden, Grundlage war das gleichnamige Netzwerk für Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen. Beteiligt sind Musikerinnen und Musiker unter anderem aus Syrien, Iran, Italien und Deutschland.

Projekt spiegelt „Vielfalt der Menschen und Kulturen“

Seit 2016 fördert die Stiftung Friedliche Revolution die Begegnung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund; musikalische Proben und gemeinsame Freizeitaktivitäten ermöglichen Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen. Die öffentlichen Themenabende und Konzerte finden in Leipzig und vor allem im Landkreis Nordsachsen statt, heißt es in einer Mitteilung. „Die Vielfalt der Menschen und Kulturen des Orchesters spiegelt sich in der Fülle der Instrumente und Noten wieder.“

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Zu den bisherigen Höhepunkten der gemeinsamen Arbeit gehören ein Benefizkonzert im Oktober in der Nikolaikirche – zu Gunsten von Mission Lifeline, die sich um die Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im Mittelmeer kümmert – sowie ein Auftritt mit dem Cellisten Yo-Yo Ma und der Banda Internationale aus Dresden im Gewandhaus. Das war im September 2018 und Yo-Yo Ma sagte, früher habe er gedacht, Kultur sei, an einen Tisch zu finden, an dem gleichberechtigt über Politik und Wirtschaft gesprochen wird. Heute sei er überzeugt: Kultur ist der Tisch selbst, an dem Politik und Wirtschaft verhandelt werden.

Niemand konnte ahnen, dass zwei Jahre später eine Pandemie-Politik diesen Tisch in die hinterste Ecke verbannt. Nun aber rückt er zurück in die Wahrnehmung, und das Konzert der „Klänge der Hoffnung“ ist ein guter Anlass, daran Platz zu nehmen.

Info: Konzert mit "Klänge der Hoffnung": 4. Juli, 16.30 Uhr auf der Parkbühne Geyserhaus in Leipzig (Kleiststraße 52); der Eintritt ist frei, am Ausgang werden Spenden gesammelt; Informationen auf www.klaenge-der-hoffnung.de

Von LVZ

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