Ganz Ohr!

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig bietet Telefongesprächsrunde an

Bewusst analog: Museumsvermittlerin Annemarie Riemer hatte die Idee zur Telefonsprechstunde des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Bewusst analog: Museumsvermittlerin Annemarie Riemer hatte die Idee zur Telefonsprechstunde des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Leipzig. Bedingt durch die Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Schließung der Museen auf unbestimmte Zeit, verlagert sich die Präsenz der Museen zunehmend in den digitalen Raum.

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Zugleich haben digitale Formate aber auch ihre Grenzen, etwa wenn es um die Erreichbarkeit jenes Publikums geht, das wenig bis kaum das Internet im Allgemeinen und Social Media im Besonderen nutzt. Zu ihnen zählen zu einem hohen Anteil auch die Gäste und Kontakte des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Das neue Format „Wir sind ganz Ohr!“ soll auch ihnen die Möglichkeit eines persönlicheren und individuelleren Kontaktes zu den Museumsmitarbeitern eröffnen.

„Wir nehmen uns die Zeit, mit Leipzigerinnen und Leipzigern oder einfach interessierten Museumsfans persönlich ins Gespräch zu kommen“, erklärt Museumsvermittlerin Annemarie Riemer, die die Idee zu diesem Angebot in Zeiten von Corona hatte.

Jede Woche neu und anders

Jeden Mittwoch wird ein Sammlungsobjekt mit Alltagsbezug vorgestellt, das ohne Vorwissen verschiedene Assoziationen, zum Beispiel Geschichten, Erfahrungen oder Fragen, auslösen kann.

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Los geht es am am 17. Februar 2021 mit dem Thema Winter und einem paar Eislaufstiefeln aus dem Jahr 1910. Es stammt aus dem Besitz der Leipziger Familie Bärwinkel. Die Stiefel gehörten zu den wenigen Habseligkeiten, die von den Bärwinkels in aller Eile gerettet werden konnten, bevor ihr Zuhause 1943 dem Bombenangriff auf Leipzig zum Opfer fiel.

Hinter jedem Exponat steckt eine persönliche Geschichte – wie bei diesen Eislaufstiefeln aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Inv.-Nr.: SM/2019/144 a,b)

Hinter jedem Exponat steckt eine persönliche Geschichte – wie bei diesen Eislaufstiefeln aus dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Inv.-Nr.: SM/2019/144 a,b)

Die Gesprächshotline ist von 16 bis 17.30 Uhr unter der Telefonnummer 0341/9651336 geschaltet. Pro Anruferin oder Anrufer sind etwa 15 Minuten Gesprächsdauer veranschlagt. Es gilt der übliche Tarif für Anrufe in das Deutsche Festnetz.

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„Wir wünschen uns einen für beide Seiten anregenden Austausch, der vielleicht auch für unsere Arbeit neue Impulse geben kann. Das Format ist eine Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen im Umgang der Corona-Pandemie. Es wurde in kurzer Zeit entwickelt und ist für uns in gewisser Weise auch ein Experimentierfeld für neue, unkonventionelle Wege der Kommunikation. Wir wagen den Versuch und hoffen, dass das Projekt Anklang findet, wachsen kann und uns näher an die Menschen in unserer Stadt heranbringt.“, erklärt Annemarie Riemer.

„Unser Ziel ist es, weiterhin Präsenz zu zeigen, eine direkte Verbindung herzustellen, Wertschätzung zu vermitteln und somit auch in diesen schwierigen Zeiten die Bindung der Besucherinnen und Besucher an unsere Häuser zu stärken.“, ergänzt Direktor Dr. Anselm Hartinger.

Von PM/LMG

LVZ

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