Konzertreihe

Festtage beleben bis zum 22. Mai die Leipziger Romantik

Auf den Spuren Clara Schumanns: Pianistin Ragna Schirmer.

Auf den Spuren Clara Schumanns: Pianistin Ragna Schirmer.

Leipzig. Es ist angerichtet: Mit den „zwei wichtigsten Elementen“, die Max Regers Leben bestimmten, möchte die Leipziger Regeriade am Sonnabend an den Komponisten erinnern: „Musik sowie Essen und Trinken“, ein musikalisch-kulinarisches Vergnügen zum 103. Todestag.

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Fanden die beiden ersten Regeriaden ganz in der Nähe des Hotels statt, in dem Max Reger am 11. Mai 1916 in Leipzig verstarb, wird in diesem Jahr gewechselt: "Das Ringcafé war schon besetzt, aber wir sind froh, dass wir die Salles de Pologne bekommen haben", sagt Georg Christoph Biller. Der Thomaskantor a. D. führt auch in diesem Jahr wieder durch den Abend, für den der Verein "Leipziger Romantik" mit dem Hotel und Restaurant Michaelis kooperiert.

Der Komponist Max Reger starb am 11

Der Komponist Max Reger starb am 11. Mai 1916 in Leipzig mit nur 43 Jahren. Das Foto zeigt ihn um circa 1910.

Für 150 Besucher ist in der Hainstraße 16-18 Platz, Karten gibt es für 55 Euro noch an der Abendkasse. Im Preis enthalten ist das Drei-Gänge-Menü, das den Abend ab 19 Uhr umrahmt.

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Dazwischen spielt Katharina Dargel Regers Suite für Solobratsche, später erklingt sein herrliches Klarinettenquintett, das das Amabile Quintett übernimmt. „Wir haben diesmal auch Lieder von Hans Pfitzner im Programm, der sonst gar nicht geehrt wird und in diesem Jahr zwei Jubiläen hat“, sagt Biller: den 150. Geburtstag und den 70. Todestag. Dabei wird Carolin Masur von Ulrich Urban am Klavier begleitet.

Festtage der Leipziger Romantik beginnen am 10. Mai

Die Regeriade ist Bestandteil der fünften Festtage der Leipziger Romantik, die am Freitagabend mit einem Konzert in der Nikolaikirche beginnen. Der MDR Rundfunkchor gibt unter der Leitung von Risto Joost und mit Denny Wilke an der Orgel ein Sonderkonzert mit Werken von Anton Bruckner (1824–1896).

Für das teilt sich der Chor die Bühne mit dem Vokalensemble Vox clamantis, das auf frühe polyphone Gesänge und Gregorianik spezialisiert ist. Verbindungslinien, die Bruckner in die Vergangenheit gezogen habe, sollen durch diese Hinzugabe zu seinen A-cappela-Kompostionen aufgezeigt werden. Beginn ist um 20 Uhr, auch hier gibt es eine Abendkasse.

Nächsten Freitag ist das Paulinum Festtagsort: Nach Werken von Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy wird Matthias Eisenberg am Ende des Orgel-Konzerts zu Improvisationen übergehen.

Schwerpunkt auf Clara Schumann 200. Geburtstag

Im Clara-Schumann-Festjahr 2019 rücken auch die Festtage die Komponistin und Pianistin an vier auseinanderfolgenden Tagen ins Zentrum: Das beginnt am Sonnabend, 18. Mai, um 21 Uhr mit „CLARA – Licht – Klang – Bilder“. Bei der Improvisation, die sich von Clara Schuman inspirieren lässt, handelt es sich um ein spontanes Werk des Fluxuskünstlers Dieter Puntigam mit den Musikern Carolina Eyck (Theremin) und David Timm (Flügel und Keyboard) sowie Lichtinstallationen von Jakob Hornfeck.

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Am Sonntag darauf können sich Wander- und Musikfreunde der Pianistin, mit Pferden und einem Klavier anschließen und durch Abtnaundorf ziehen. Treff für den Musik-Theater-Spaziergang „CLARAbewegt“ ist am Fachwerkhaus Heiterblickstraße um 17 Uhr.

Am Montag, dem 20. Mai, geht es dann in der Zeit zurück: Das Leipziger Symphonieorchester wiederholt unter der Leitung von David Timm im Paulinum das „Extraconcert“ vom 9. November 1835. Clara Wieck, wie die Schumann damals noch hieß, spielte damals im Gewandhaus zum ersten Mal ihr Klavierkonzert. Der Abend, bei dem auch Werke von Bach, Rossini und Mozart erklingen, wird am 20. Mai ab 19.30 Uhr wiederholt. Klavier spielen Ragna Schirmer, David Timm und Jan Vorrath.

Ragna Schirmer ist es auch, die am Dienstag, 21. Mai, sieben Flügel bespielt, die dann im Hörsaal der Anatomie, Liebigstraße 13, bereitstehen. Die Veränderungen beim Klavierbau, die während der über 60 Jahre stattfanden, die Schumann als Pianistin international gefragt war, soll der Abend nachvollziehbar machen. Die Uraufführung eines Auftragswerks für Klavier schließt sich an.

Richard-Wagner-Konzert bildet Abschluss

Den Abschluss der Festtage bildet dann das Konzert zum 206. Geburtstag Richard Wagners am Mittwoch, 22. Mai. Die„Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013“ hatte sich nach dem Jubiläumsjahr 2013 umbenannt in „Leipziger Romantik“. Damit einher ging eine Erweiterung des Repertoires. Leipzig erlebte die Epoche als Glanzzeit und war ein Zentrum des Instrumentenbaus und Notendrucks, beschreibt David Timm, der künstlerische Leiter der Festtage, die Romantik.

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Nichtsdestoweniger wolle der Verein auch in diesem Jahr an Wagner erinnern, den größten in der Stadt geborenen Komponisten. Für das Konzert gastiert das Leipziger Symphonieorchester im Paulinum. Unter der Leitung von Timm und mit Carolin Masur als Solistin (Mezzosopran) werden unter anderem das Siegfried-Idyll und die Wesendonck-Lieder gespielt. Beginn ist um 20 Uhr.

Festtage der Leipziger Romantik vom 10. bis 22. Mai. Karten u.a. in der Ticketgalerie Leipzig (LVZ-Foyer, Peterssteinweg 19; Barthels Hof, Hainstr. 1), unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 2181050, www.ticketgalerie.de und an den Abendkassen.

Von Manuel Niemann

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