Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

„Niemandsland und Musterdorf“: Fotoreportagen von Bettina Flitner

Ursula: "Freie Deutsche Jugend baut auf! Für eine bessere Zukunft bauen wir die Heimat auf! Wir hatten keinen Strom, ich hatte immer schwarze Nasenlöcher von der Petroleumlampe. Aber es war trotzdem eine schöne Zeit."; Foto aus der Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Ursula: "Freie Deutsche Jugend baut auf! Für eine bessere Zukunft bauen wir die Heimat auf! Wir hatten keinen Strom, ich hatte immer schwarze Nasenlöcher von der Petroleumlampe. Aber es war trotzdem eine schöne Zeit."; Foto aus der Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Leipzig. „Was fühlen Sie jetzt?“ – diese Frage stellte die Kölner Fotografin Bettina Flitner 1990 zahlreichen Menschen aus Ost und West, als sie den brachliegenden Grenzstreifen im ehemals geteilten Berlin erkundete.

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Knapp 25 Jahre später ging sie erneut auf Spurensuche. Ziel der Reise 2014 war das einstige „sozialistischen Musterdorf“ Mestlin in Mecklenburg-Vorpommern. Die Frage der Fotografin dieses Mal: „Was ist die DDR für dich?“

Es entstanden zwei Fotoreportagen, die in der erstmals präsentierten Zusammenschau ein vielschichtiges Panorama der spannungsreichen Umbruchphase in Ostdeutschland seit 1989 ergeben.

In schwarz-weiß gehalten die eine, in Farbe die andere; Stadtaufnahmen hier, Porträts vom Land dort: Auf den ersten Blick scheinen die beiden Fotoreportagen widersprüchlich. Das verbindende Element ist die Herangehensweise von Bettina Flitner.

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"Uns fotografieren? Klar, warum nicht. Hier ist ja sowieso nix los."; Foto aus der Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

"Uns fotografieren? Klar, warum nicht. Hier ist ja sowieso nix los."; Foto aus der Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

In beiden Projekten verbindet sie Bildkompositionen und Zitate – sensibel, individuell und respektvoll gegenüber den Porträtierten. Diese Bild-Text-Kombination ist das Markenzeichen der Fotokünstlerin. Umbrüche, Widersprüche und Eindrücke sind es, die sie sucht und ins rechte Licht setzt. Und immer stehen die Menschen dabei im Mittelpunkt.

Ihre Antworten auf Bettina Flitners Fragen nach dem „Was wird?“ – „Was bleibt?“ zeugen von Freude und Frust, von Gleichgültigkeit und Betroffenheit, von Ängsten, Hoffnungen und Enttäuschungen. So entstehen tiefe Einblicke in das Lebensgefühl im Osten Deutschlands seit dem Ende der DDR.

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Bettina Flitner (Jahrgang 1961) wurde für ihre provokanten Installationen im öffentlichen Raum bekannt. Sie studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, arbeitet seit 1990 vorwiegend als Fotografin und ist seit 1992 Mitglied der Fotoagentur „laif“.

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Von PM/LMG

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