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Weiterhin keine Perspektive

Sachsens Clubs wollen stufenweises 2G-Plus-Modell

Sachsens Clubs fordern für sich einen stufenweises 2G-Plus-Modell, wie es auch schon für Museen, Kinos und Co. gilt.

Sachsens Clubs fordern für sich einen stufenweises 2G-Plus-Modell, wie es auch schon für Museen, Kinos und Co. gilt.

Leipzig.Sachsens Clubs sehen für sich weiterhin kein Licht am Ende des Lockdown-Tunnels. In einem Beitrag auf Facebook fordert die Live Initiative Sachsen (LISA), der Verbund mehrerer sächsischer Clubs, nun die stufenweise Adaption des 2G-Plus-Modells – und damit weitestgehend eine Gleichbehandlung mit Museen, Theatern und Kinos. Diese dürfen laut der neuen sächsischen Corona-Schutzverordnung seit dem 14. Januar wieder für doppelt geimpfte Personen öffnen, die einen Booster oder einen tagesaktuellen Schnelltest vorweisen. Clubs hingegen bleiben laut Verordnung weiterhin prinzipiell geschlossen.

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Clubs fühlen sich weiterhin ungehört

Im Falle der Clubs sei – das fordert die Branche schon seit 2021 – statt des Schnell- auch ein PCR-Test möglich. Es sei hingegen „unseriös, wenn weiterhin gebetsmühlenartig einzig die Notwendigkeit rigoroser Kontaktreduktion beschworen wird, während das Gespräch über hinreichend sichere Kontakte insbesondere mittels PCR-Testung, über eine entsprechende Änderung der Testverordnung und die Schaffung nötiger Kapazitäten rigoros vermieden wird“, heißt es.

Die Clubs fühlen sich seitens der Politik weiterhin ungehört, seien bei der Videokonferenz zwischen Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU), Ministerpräsident Kretschmer (CDU) und 40 Kulturvertretern vor einigen Wochen „gar nicht erst eingeladen“ gewesen: „Noch immer muss daran erinnert werden, dass auch wir (verbriefte) Kulturstätten sind, dass wir bitteschön in die Sonntagsreden eingeschlossen werden, wenn im Fahrtwind abklingender Wellen die ach so große Bedeutung von Kultur beteuert wird.“

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Es droht „irreversibler Schaden“

Nach nunmehr 19 Monaten nahezu konstanter Schließung hätte ein Großteil der Beschäftigten inzwischen gekündigt, der Clubkultur drohe irreversibler Schaden, es würden „Betreibende aufgeben und Orte verschwinden. Die Langzeitfolgen für ein bindegewebsschwaches Land wie Sachsen möchte man sich nicht ausmalen.“ Und es wird davor gemahnt, dass durch die anhaltende Schließung „das unkontrolliert Verborgene in Kauf“ genommen werde, dass es also zu Feiern in Privaträumen ohne Corona-Tests und -Maßnahmen komme.

Die LISA verweist in diesem Zusammenhang auf ein aktuelles Positionspapier der Grünen-Fraktion im sächsischen Landtag und schließt sich Teilen der dortigen Forderungen an. Die Partei fordert darin unter anderem eine prinzipielle Gleichbehandlung von Kultur, Gastronomie und Einzelhandel, ein Verzicht auf pauschale Schließungen, eine Differenzierung der Regelungen im Kulturbereich nach tatsächlichen Infektionsrisiken und eine klare Perspektive für 2022. "Auch Clubs benötigen abgestufte Öffnungskriterien", heißt es weiter.

Antrag zum 2G-Optionsmodell von OVG abgelehnt

Der Antrag der LISA, der Anfang Dezember beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht eingereicht und sich gegen die Abschaffung des 2G-Optionsmodells richtete, wurde derweil vom Gericht abgelehnt, wie der Verband mitteilt.

Von Christian Neffe

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