Schau des Monats August

Das Alte Ägypten in Leipzig entdecken: Museum im Kroch-Hochhaus zeigt wahre Schätze

Besucher im Ägyptischen Museum Leipzig

Mehr als 6.000 Ausstellungsstücke vom Alten Reich (um 2540 v. Chr.) bis in die Spätantike sind hier zu sehen. Herausragend hierbei: Das aus zehn Dienerfiguren sowie zwei Darstellungen des Grabherrn bestehende Skulpturenensemble des „Djascha“. Dieses präsentiert, neben weiteren Einzel- und Gruppenstatuen aus der 5. Dynastie, nahezu vollständige Grabzusammenhänge.

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Auch das benachbarte „Direktorenzimmer“ beherbergt einen einmaligen Fundkomplex: In diesem Raum wird das gesamte Grabensemble des Priesters Herischef-hotep aus dem frühen Mittleren Reich (um 1970 v. Chr.) präsentiert, das aus zwei - ehemals ineinander geschachtelten - Särgen und einem kompletten Beigabensortiment besteht. In den beiden Seitenkabinetten auf „Geschossebene 1″ befinden sich die Funde aus der prä- und frühdynastischen Periode des Alten Ägypten, während sich gegenüber eine Übersicht über die Schriftentwicklung im Vorderen Orient gewinnen lässt.

In einem besonderen, barrierefreien Bereich wird auch den Bedürfnissen sehbehinderter und blinder Besucher Rechnung getragen. Sie finden auf Spezialtischen ertastbare Repliken, Nachbildungen und Originale zu bestimmten Themengebieten.

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Mehr News und Ausstellungen der Leipziger Museen

Neben dem herausragenden Zedernholzsarg des Hed-bast-iru, dem ersten altägyptischen Sammlungsstück des Museums (Ankauf 1842), wird im historischen Ambiente auch die Sammlungs- und Hausgeschichte in zwei Vitrinen thematisiert. Durch die bedeutenden Grabungen Georg Steindorffs (1861-1951) zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten über offizielle Fundteilungen nicht nur ägyptische, sondern auch einmalige Zeugnisse nubischen Ursprungs nach Leipzig, die in den eigens auf die Vertäfelung der Wand Bezug nehmenden Vitrinen in all ihrer Fülle zur Geltung kommen.

Im zweiten Obergeschoss befindet sich zunächst ein großes Modell des Pyramiden- und Totentempelkomplexes des Pharao Sahure (5. Dynastie, um 2496 - 2483 v. Chr.), das Anfang des 20. Jahrhunderts von der Firma Gebrüder Stegemann (Berlin) mit größter Hingabe zum Detail geschaffen wurde. Dazu gesellen sich im großen Schaumagazin Keramiken, Schmuck, Skarabäen und Totenfigurinen.

Den Abschluss bildet ein Raum zum Totenkult der Alten Ägypter, der einige in ihrer Wicklung und Verzierung komplett erhaltene Mumien und ein Sargensemble und Grabbeigaben beherbergt.

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Sonderausstellung zum Jubiläum der Hieroglyphen-Entzifferung

Seit dem 15. Juli 2022 zeigt das Ägyptische Museum in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Museum für Druckkunst Leipzig die Sonderschau: „Neue Wege zu alter Weisheit – 200 Jahre Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen“. Während im Druckkunstmuseum ein Zeichensatz von sehr alten Hieroglyphendrucktypen bestaunt werden kann, erzählt der Ausstellungsteil im Ägyptischen Museum unter anderem von dem jungen französischen Wissenschaftler Jean-François Champollion, der 1822 den entscheidenden Schritt zur Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen machte. Die Ausstellung berichtet auch von der allgemeinen „Ägyptomanie“ überall in Europa, den Spuren der Ägypter in Leipzig und zeigt eine Kopie des berühmten Rosetta-Steins, eine Leihgabe der Deutschen Nationalbibliothek.

Thematisiert wird auch das Werk des Ägyptologen Professor Gustav Seyffarth, der im 19. Jahrhundert an der Universität Leipzig ebenfalls zu Hieroglyphen forschte und 1842 durch den Kauf eines großen Holzsargs den Grundstein für das Ägyptische Museum legte.

PM/LMG

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