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Leipzig-Konzert

Spaß mit Botschaft: Jugendjazzorchester Sachsen im Werk 2

Konzert des Jugendjazzorchesters Sachsen im Leipziger Werk 2.

Konzert des Jugendjazzorchesters Sachsen im Leipziger Werk 2.

Leipzig. Bunte Lichter strahlen im sonst dunklen Saal der Kulturfabrik Werk 2. Hier passt alles: Im alten Industriebau hat das Jugendjazzorchester Sachsen unter der Leitung von Johannes Moritz am Wochenende Jazzklassiker, aber auch neue Arrangements gespielt – alles, was sich unter „Love is the Message“ subsumieren lässt – angefangen von Duke Ellington über Charles Mingus bis hin zu Radiohead.

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Ja, es gibt gelegentlich kleine Ungenauigkeiten in der Intonation und ja, manchmal wollen nicht alle ganz so wie der Rest des Orchesters – aber das Jazzensemble hat erkennbar so viel Freude am gemeinsamen Musizieren, dass sich über diese Kleinigkeiten locker hinweg hören lässt. Als Sängerin der Big Band überträgt Kezia Editha Christy intonationssicher und mit markanter Stimme ihren Enthusiasmus ebenso wie ihr außergewöhnliches Gefühl für Rhythmus, und das bei absoluter Textverständlichkeit.

Weltoffenheit, Toleranz, Rassismus-Kritik

Ungewöhnlich, aber überraschend stimmig präsentiert der syrische Musiker, Komponist und Musikpädagoge Basel Alkatrib Jazz mit der arabischen Kurzhalslaute, der Oud. Sie kommt in kleineren Besetzungen gut zur Geltung und fügt sich auch in den Ensembleklang. Man hätte mittanzen mögen – doch dafür waren einfach zu viel Stühle im Raum.

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Es gab nicht nur Musik zu hören an diesem Abend. Die jungen Musiker liefern zu den Musikstücken immer auch den gesellschaftspolitischen Kontext: was die Musiker von einst bewegt haben mag und was ihnen selbst heute wichtig ist. Da ging es um Weltoffenheit, Toleranz, Rassismus-Kritik. Der Ansatz ist fraglos begrüßenswert, aber ob das gesellschaftskritischen Austausch in Gang setzt? Leider gingen viele der Beobachtungen und Gedanken etwas unter. Vielleicht wäre ein Programmheft zum Nachlesen gut gewesen.

Von Amy Kühnlenz

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