Überteuerte Tickets: Die Ärzte erwirken einstweilige Verfügung gegen Viagogo

Die Ärzte gehen wieder auf Tour. Vor Gericht haben Sie jetzt einen Erfolg gegen den Ticketschwarzmarkt erzielt. (Archivbild)

Die Ärzte gehen wieder auf Tour. Vor Gericht haben Sie jetzt einen Erfolg gegen den Ticketschwarzmarkt erzielt. (Archivbild)

Berlin. Ticketverkaufsbörsen sind Musikern und Fans schon lange ein Dorn im Auge. Oftmals werden dort aufgekaufte Tickets zu Wucherpreisen angeboten. Und nicht nur das: Oftmals sind sie ungültig, weil die Karten personalisiert waren.

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Die Band Die Ärzte hat nun vor Gericht einen Erfolg gegen die fragwürdigen Praktiken erzielt. Das Landgericht München I hat eine einstweilige Verfügung gegen die umstrittene Tauschplattform Viagogo erlassen. Darin wird dem Unternehmen gerichtlich unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten verboten, unzutreffende Originalpreise bei Verkaufsangeboten für Tickets der Ärzte zu behaupten. Das berichtet die „Musikwoche“.

Nachfrage bei Ärzte-Tour größer als erwartet

Im Klartext heißt das: Viagogo macht sich strafbar, wenn die Plattform Tickets mit einer Originalpreis-Kennzeichnung verkauft. Der Verkauf personalisierter Tickets wäre allerdings weiter möglich.

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„Die Nachfrage nach Tickets für die kommende Tournee der Ärzte war sogar noch größer als erwartet", sagt Konzertveranstalter Kiki Ressler dem Magazin. „Wir haben allerdings Vorkehrungen zur Bekämpfung des Schwarzmarkthandels mit überteuerten Tickets getroffen, zum Beispiel die Personalisierung der Tickets und ein Weiterverkaufsverbot zu Aufpreisen von über 25 Prozent des auf der Karte aufgedruckten Preises.“

Fans sollen überteuerte Angebote ignorieren

Angesichts der „falschen und oft horrenden Ticketpreise auf Viagogo“ sei laut Ressler ein schnelles Vorgehen erforderlich gewesen. „Andere Verfahren gegen den Anbieter zeigen, dass es einen langen Atem braucht, um gerichtliche Erfolge durchzusetzen. Wir appellieren daher schon jetzt an alle Fans, derartige Angebote zu überteuerten Preisen zu ignorieren.“

Die Ärzte und ihr Liveteam haben zudem eine Anwaltskanzlei beauftragt, um den Ticketschwarzmarkt auf anderen Plattformen zu bekämpfen.

RND/msc

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