Oversized, Stepp, Leder

Alles andere als unentschlossen: Welche Übergangsjacke trägt man diesen Frühling?

Für alle Wetterkapriolen gewappnet: Lederblouson, Steppweste und Blazer machen die Übergangsjacke in diesem Frühjahr zum Hingucker.

Für alle Wetterkapriolen gewappnet: Lederblouson, Steppweste und Blazer machen die Übergangsjacke in diesem Frühjahr zum Hingucker.

Ein Blick auf die Laufstege zeigt: In diesem Frühling sind vor allem drei Jackentrends auszumachen: der Oversized Blazer, Leder und Steppjacken. Alle drei Designs kommen in zahlreiche Varianten und bieten vielfältige Möglichkeiten, um den eigenen Stlye auszuleben.

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Die neue Blazerklasse

Dünn soll sie sein, aber dennoch kein Fähnchen im Wind? Dann ist der Oversized Blazer perfekt als Übergangsjacke für warme, sonnige Frühlingstage. Dad Blazer heißen die neuen Modelle auch, weil sie aussehen, als stammten sie aus dem väterlichen Kleiderschrank: sehr groß, sehr gerade und vor allem unisex. Frauen wie Männer tragen beim Oversized Blazer den gleichen Schnitt und eine Nummer größer als sonst. Typische Farben sind Schwarz, Grau, Weiß und Beige. Wer modisch Mut beweisen will, wählt stattdessen ein knalliges Gelb, Blau oder Pink. Gerne auch in Kombination mit einer zweiten kräftigen Farbe – wie gut das funktioniert, demonstrierte das Label Versace in der Kollektion für Frühjahr und Sommer: Hier trifft ein orangefarbenes Top auf ein pinkfarbenes Jackett.

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In der Regel kommt der Oversized Blazer einfarbig daher. Meist, weil das Darunter schon aufregend genug ist. So zeigten etwa bei der Pariser Fashion Week diverse Designer den Oversized Blazer über extrem kurzen Hosen sowie Bodys oder Shirts mit extravaganten Cut-outs: von dem Schweizer Label Ottolinger über Stella McCartney und Coperni bis hin zu Miu Miu und Louis Vuitton. Noch gewagter wird es mit einem Oversized Blazer, der selbst mit Ausschnitten versehen ist, wie aktuell beim Label Alexander McQueen zu sehen. Mag der Blazer auch grundsätzlich von der Herrenmode inspiriert sein, zeigen doch genug Modelle vom Laufsteg, dass das Jackett die Damenmode nicht maskuliner macht – im Gegenteil: Bei Louis Vuitton werden Smokingjacken zu Abendroben kombiniert, bei Saint Laurent wird der Blazer in Mantellänge als Kleid getragen und bei Fendi mutet ein zweiteiliger weißer Anzug, bei dem der BH unterm Jackett hervorblitzt, wie ein Brautoutfit an.

Ledermäntel lieber ungewöhnlich

Man könnte meinen, dass sich Sonnenschein, Vogelgezwitscher und bunte Blumen auch in der Übergangsmode widerspiegeln. In diesem Frühjahr aber nicht unbedingt: Im Trend sind schwarze Ledermäntel und -jacken, wie sie etwa bei Prada bei der Mailänder Fashion Week für Frühling/Sommer 2022 zu sehen waren. Dass der düstere Gothicstil so angesagt ist, liegt wohl daran, dass er so gut in diese Zeit passt, in der sich vor allem durch die Pandemie viele Menschen mit den Themen Tod und Vergänglichkeit konfrontiert sahen. „Coronagothic“ nannten das jüngst zwei britische, auf das Thema Gothic spezialisierte Professoren namens Nick Groom und William Hughes in der Zeitung „The Guardian“.

Viele Ledermäntel und -jacken bestehen mittlerweile nicht mehr aus Tierleder. Vegane Alternativen gibt es zum Bespiel aus Piñatex, einem aus Ananasblättern gewonnenen Material, aus Pilzleder oder sogar aus Kork. Was Länge, Schnitt und dazu kombinierte Kleidung anbelangt, ist vieles möglich. Für einen betont coolen Look sorgen lange Ledermäntel in Kombination mit einer Lederhose mit weitem Bein und engem Bündchen wie bei Alexander McQueen. Wer sich traut, trägt bauchfrei.

Ebenfalls im Trend und ideal für alle, die sich nicht zwischen Lederjacke und Trenchcoat entscheiden können: ein Ledertrenchcoat. Gern in Kombination mit schwarzen Plateauboots und eng anliegender Hose. So präsentieren sich derzeit viele Influencerinnen. Etwas femininer wird der Look mit einer Lederjacke mit Puffärmeln, etwa von Simone Rocha. Aber auch die Bikerjacke darf wieder aus dem Schrank hervorgekramt werden, für einen frühlingshaften Look am besten zusammen mit einem bunten Mini- oder Maxikleid.

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Das hat Stepp

Lange Zeit waren sie als omahaft verschrien, jetzt feiern sie ihr Comeback: Steppjacken und Steppwesten. Allein aufgrund des Tragekomforts ist das durchaus verständlich. Steppjacken sind in der Regel wetterfest und halten auch bei frischen Frühlingstemperaturen warm, ohne aufzutragen. Darüber hinaus gibt es sie in frischen Farben wie Flieder oder Hellblau, die auch bei Aprilwetterkapriolen Lust aufs Rausgehen machen. Aber auch klassische Farben wie Khaki oder Grau sind in diesem Jahr angesagt. Dass Steppjacken gerade jetzt im Kommen sind, liegt vermutlich daran, dass sich ihre gepolsterten Verwandten im vergangenen Winter so großer Beliebtheit erfreuten: Puffer Coats, also extrem voluminöse Daunenjacken und -mäntel zum Hineinkuscheln. Steppjacken enthalten eine Füllung aus Kunstfasern oder aus echten Daunen. Bei Letzterem empfiehlt es sich jedoch, auf die Herkunft der Daunen zu achten.

Was Form und Optik anbelangt, sind Steppjacken in diesem Frühjahr besonders eins: lässig. Viele Modelle sind vor allem nach unten hin sehr weit geschnitten, mal mit schräger, mal mit wellenförmiger Steppung. Das Styling lässt sich an jedweden Anlass anpassen. Ein legerer und dennoch schicker Look gelingt mit einer Slouchy Jeans, Pumps und einem Crop Top. Eher sportlich wird‘s mit einer kurzen und schmal geschnittenen Steppjacke, einer engen Leggins und Sneakern, Loafern oder Boots. Wer nach modischen Vorbildern sucht, schaut sich am besten unter den britischen Ro­yals um, die schon immer ein Faible für Steppjacken und Steppwesten hatten.

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