Kinderfest

Altenburger Teehauswiese blüht auf

Hübsch geschminkt und mit selbstgebastelter Hutkreation auf dem Kopf schlenderte die achtjährige Alina mit ihren Eltern über die Teehauswiese.

Hübsch geschminkt und mit selbstgebastelter Hutkreation auf dem Kopf schlenderte die achtjährige Alina mit ihren Eltern über die Teehauswiese.

Altenburg. Zack! Blitzschnell schießt der Degen der achtjährigen Larissa nach vorne – und trifft das Elektronische Stoßkissen mitten in Trefferzone 1, das die Fechter des SV Altenburg am Sonntagnachmittag unmittelbar neben dem Teehaus aufgebaut haben. „0,64 Sekunden“ zeigt die Zeitmessung an. Das Mädchen ist zufrieden. „Ich mach das seit zwei Jahren und bin schon richtig schnell geworden“, erzählt die junge Fechterin begeistert. Ihr Trainer und gleichzeitig Abteilungsleiter, Ingolf Katzsch, nickt schmunzelnd, während bereits das nächste Kind den Degen schwingen will. „Das Kinderfest am Teehaus ist eine feste Größe für uns. Wir sind jedes Jahr sehr gern mit dabei.“

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Für Klaus und Karin Felfe ist das Gewusel auf dem weitläufigen Gelände hingegen neu. Die beiden Chemnitzer haben erstmals ihre selbst gebauten und mitunter sehr kurios anmutenden Seifenblasenmaschinen und „Pump-Raketen“ aufgebaut und ziehen die Kinder magisch an. Die Kleineren matschen in der Seifenlauge oder fabrizieren große Blasen, die etwas Größeren üben sich im Raketenabschuss. „Immer schön kräftig pumpen“, ruft Klaus Felfe über die Wiese, während ein Vater-Sohn-Gespann ordentlich Druck macht und die Schaumstoffrakete hoch in die Luft schießt. „Ist das nicht toll, wenn Eltern und Kinder gemeinsame Sache machen?“, freut sich Felfe. Das sei ihm und seiner Frau eine Herzensangelegenheit, Kinder nicht nur zugucken, sondern sie ausprobieren zu lassen.

Gemeinschaftsaktion von Förderverein, Sparkasse und OVZ

Aus „eigener Faulheit“ weil er keine Lust hatte, immer nur für seine Enkel Seifenblasen zu pusten, habe er 2012 angefangen zu experimentieren und erste Maschinen zu bauen. Inzwischen sind die Enkel groß und er mit seiner Frau und den Seifenblasen regelmäßig dort, „wo Kinder sind.“

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Und davon tummeln sich bei der gemeinsamen Aktion von Teehaus Förderverein, Sparkasse und Osterländer Volkszeitung jede Menge zwischen Hüpfburg und Kletterturm, Puppentheater und Schminkstand.

20 Vereine und Unternehmen beteiligt

Auch die achtjährige Alina schlendert mit Mama Kristin und Papa Tobias Schultz zwischen den Angeboten der knapp 20 Vereine und Unternehmen herum. Reichlich Glitzer verziert bereits ihr Gesicht, ein selbstgebastelter Papierhut vom OVZ-Stand ihren Kopf und auch einen Gutschein für das Erlebnisbad „Riff“ hat sie in der Tasche. „Das Angebot ist echt top“, befinden ihre Eltern anstelle ihrer Tochter, die ein bisschen überfordert scheint. So viel zu gucken und zu tun – im Zweifel auch doppelt und dreifach, wie Lutz Bartos vorm Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz (DRK) unkt. „Ich bin auch bei den Fechtern aktiv und hab bei vergangenen Festen den Kindern auch mal Wunden geschminkt.“

Dieses Jahr hat er eine wortwörtlich tragende Rolle, denn die Kinder dürfen Probe liegen auf der Krankenliege und sich mal kurz in den Wagen schieben lassen, so wie Ferienkind Jannis. Zu Gast aus Baden-Württemberg hat er a) noch vier Wochen Ferien und b) richtig viel Spaß dabei, krank zu spielen. „Drücketismus und Faulenzia“ kommentiert Opa Lothar ironisch. Sein Enkel protestiert: „Aber Opa, ich wollte doch die Pest haben!“ Bartos lacht: „Heute auch das!“

Von Maike Steuer

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