Event am 12. September

Denkmaltag: Teilnehmer und Preisanwärter in Altenburg und Kreis gesucht

Das Josephinum passt laut Altenburger Stadtverwaltung perfekt ins diesjährige Motto des Tag des offenen Denkmals.

Das Josephinum passt laut Altenburger Stadtverwaltung perfekt ins diesjährige Motto des Tag des offenen Denkmals.

Altenburg. Langsam aber stetig wirft der Tag des offenen Denkmals seine Schatten voraus: Unter dem Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ öffnen in diesem Jahr am 12. September auch im Altenburger Land wieder zahlreiche sonst für die Öffentlichkeit verschlossene Gebäude ihre Türen für Besucher.

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Zwischen Illusion und Rekonstruktion

Ganz dem diesjährigen Motto folgend, sollen dabei Illusionen, Täuschungen und Originalität der Denkmale in den Fokus gerückt werden. Das „Sein" steht dabei an erster Stelle, denn ohne Original und Materialität gibt es weder Täuschung und Retusche noch Rekonstruktion, heißt es dazu von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Denkmale könnten nur dann Geschichten erzählen, wenn die Spuren der Historie zu erkennen seien. Gemeinsam mit den Besuchern wolle man dem Schein und dem Sein auf den Grund gehen – und dabei auch danach fragen, welche Rolle dabei die Denkmalpflege einnimmt.

Auch in Altenburg gibt es „Sein & Schein“

Auch im Altenburger Land laufen die Vorbereitungen für die diesjährige Auflage in diesen Tagen auf Hochtouren. Man setze darauf, dass die aktuell noch positive Corona-Lage weiter anhalte, um die Veranstaltung – wie bereits 2020 – wieder als Präsenzevent durchführen zu können, heißt es dazu etwa aus der Altenburger Stadtverwaltung.

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Mit Blick auf das Motto der Veranstaltung finden sich dabei laut dem Rathaus auch in der historischen Altenburger Bausubstanz zahlreiche Beispiele für das Spiel mit der Illusion. So ist etwa die Fensterfront der stadtseitigen Fassade des sogenannten Festsaalflügels am Altenburger Schloss nicht echt, sondern besteht lediglich aus aufgemalten Fenstern. Auch erweisen sich diverse kunstvolle gründerzeitliche Stuckdecken einzelner Häuser bei genauer Prüfung als Stuck-Imitate aus Pappmaché, Marmor in Treppenhäusern und vermeintlich wertvolle Holztüren wurden täuschend echt aufgemalt und das um 1840 erbaute Josephinum in der Gerhard-Altenbourg-Straße könnte ebenso gut in einer Reihe mit ähnlich gestalteten Palazzi aus dem 15. Jahrhundert im italienischen Florenz – der Wiege der Renaissance – stehen.

Täuschend echt: Die Fenster am Festsaalflügel des Altenburger Schlosses sind nur aufgemalt.

Täuschend echt: Die Fenster am Festsaalflügel des Altenburger Schlosses sind nur aufgemalt.

Eigentümer und Interessenten sollen sich melden

Auch über das übergeordnete Schwerpunktthema hinaus, betont die Stadtverwaltung, werden auch 2021 alle interessanten Vorschläge und Anregungen in das geplante Programm für die Stadt und den Landkreis aufgenommen. Entsprechend ruft die untere Denkmalschutzbehörde wie gewohnt dazu auf, sich mit Angeboten und Aktionen am Tag des offenen Denkmals zu beteiligen. Über die aus Gründen des Gesundheitsschutzes jeweils aktuell gültigen Auflagen und Einschränkungen werden Teilnehmer und Besucher dabei beständig auf dem Laufenden gehalten. Alle Programmpunkte werden durch die Denkmalschutzbehörden koordiniert und in den Veranstaltungsprogrammen für die Stadt Altenburg und den Kreis zusammengefasst.

Denkmaleigentümer und Interessenten werden gebeten, sich für eine Teilnahme oder mit speziellen Aktionen noch bis zum 6. August anzumelden. Dies ist per Mail an denkmalschutz@stadt-altenburg.de oder an beatrice.mueller@altenburgerland.de möglich. Für Rückfragen stehen die beiden Denkmalschutzbehörden unter Tel. 03447 594638 (Stadt) und 03447 586428 (Kreis) zur Verfügung.

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Denkmalpreis wird wieder vergeben

Parallel zum Denkmaltag wird zudem auch in diesem Jahr erneut der Altenburger Denkmalschutzpreis vergeben – und das bereits zum 24. Mal. Die Vergabe erfolgt traditionell im Rahmen des Eröffnungskonzerts am Freitagabend vor dem Denkmaltag, in diesem Jahr entsprechend am 10. September, um 19.30 Uhr in der Brüderkirche. Mit dem nach Johann-Georg Hellbrunn benannten Preis sollen besondere Leistungen gewürdigt und das Anliegen von Denkmalschutz und Denkmalpflege dargestellt werden.

Vorschläge für den Preis können Eigentümer, Bauherren, Architekten, Handwerksbetriebe, Vereine, die Kreishandwerkerschaft sowie denkmalinteressierte Privatpersonen und die Untere Denkmalschutzbehörde unterbreiten. Alle genannten sind laut Stadtverwaltung aufgerufen, sich mit Vorschlägen zu beteiligen. Teilnahmeberechtigt sind Maßnahmen, die bis zum 31. Juli dieses Jahres abgeschlossen wurden oder noch werden.

Vorschläge noch bis zum 1. August einzureichen

Vorschläge können bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Altenburg unter Beifügung erläuternder Unterlagen – Begründung, Fotos, etc. – noch bis zum 1. August eingereicht werden. Über die Verleihung entscheidet im Anschluss eine fachkundige Jury. Das Preisgeld wird in seiner Höhe jährlich neu festgelegt und darf mit der Neufassung der Vergaberichtlinie nun auch auf mehrere Leistungen verteilt werden. Im Vorjahr wurden 2500 Euro ausgereicht. Für Rücksprachen steht Jürgen Fröhlich von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt unter Tel. 03447 594638 zur Verfügung.

Von LVZ

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