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„Ein Licht im Advent“

Erfolgreiche LVZ-Benefizaktion: Mehr als 13 000 Euro für den Altenburger Hofsalon

Symbolische Spendenübergabe am Ort des künftigen Kleinkinderspielbereiches – und viele Akteure und Eltern, die sich darüber freuen.

Symbolische Spendenübergabe am Ort des künftigen Kleinkinderspielbereiches – und viele Akteure und Eltern, die sich darüber freuen.

Altenburg.„Es ist eine großartige Bestätigung. Und ein positives Signal, dass wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg sind.“ Pfarrer Sandro Vogler ist sichtlich beeindruckt von der enormen Spendenbereitschaft der OVZ-Leserinnen und -Leser. 13 422 Euro haben zahlreiche Unterstützende für die Gestaltung des Hofsalons gegeben, der hinter der Altenburger Brüderkirche entstehen soll. Die OVZ hatte im Rahmen der Benefizaktion „Ein Licht im Advent“ zur Spende aufgerufen.

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Noch ist vor Ort vom neuen Treffpunkt nichts zu sehen. Ein festlich dekoriertes Paket diente deshalb der Symbolik für die Spendenübergabe an die evangelische Kirchgemeinde. Es ist das Weihnachtsgeschenk der OVZ-Leserschaft. „Wir freuen uns, dass so viele Menschen Geld gegeben haben“, sagte der Gemeindekirchenrats-Vorsitzende Karlheinz Kühn. Ab dem Frühjahr 2022, wenn der Frost aus dem Boden ist, sollen die Spenden in konkrete Anschaffungen fließen.

Sandkasten und Barfußstrecke

Insbesondere in den ersehnten neuen Kleinkinderspielbereich. Wie sehr dieses Freizeitareal von jungen Müttern und Vätern herbeigesehnt wird, zeigte deren Präsenz bei der Spendenübergabe. „Es wird unter anderem einen Sandkasten geben, eine Matsch- und eine Barfußstrecke und natürlich werden wir Rasen aussäen“, kündigte Tobias Quart an. Er leitet das Familienzentrum in direkter Nachbarschaft des Hofsalons – die Einrichtung bietet diverse Angebote für Eltern kleiner Kinder. „An warmen Tagen können wir dann mit den Krabbelgruppen oder Musikkursen nach draußen gehen“, kündigt Quart an.

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Dieser Kleinkinderspielbereich wird in Altenburg etwas Besonderes – zentral und öffentlich verortet und doch in geschützter Lage. In ähnlicher Form hat es den schon einmal gegeben, doch durch die Baustelle am Kirchturm musste das Areal weichen. „Was wir davon an Ausstattung noch im Lager haben, setzen wir natürlich wieder ein, zum Beispiel die Sonnensegel“, betont Tobias Quart. Geplant sei zudem, den Aufbau mit Arbeitseinsätzen ehrenamtlicher Helfer zu stemmen, zumal unter den Eltern auch so mancher Handwerker sei. „Auf diese Weise fließt das Spendengeld direkt ins Mobiliar“, fügt Quart hinzu.

Jeder Spendeneuro fließt ins Projekt

Überhaupt soll jeder Euro aus der Benefizaktion direkt dem Hofsalon zugute kommen. Er habe zu diesem Zweck im Namen der Gemeinde ein Hofsalon-Sonderkonto eingerichtet, auf das die Spendensumme nun fließt, schildert Gemeindekirchenrats-Vorsitzender Kühn.

Entstehen soll ein Ort, der Begegnungen ohne Barrieren ermöglicht. Wo sich Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Ansichten zum Plausch oder zum Kulturerlebnis treffen, zum Grillabend oder zum spontanen Kaffeetrinken. Ohne Anmeldung oder Fragen nach Religionszugehörigkeit. „Dieser Ort wird, so weit möglich, rund um die Uhr an jedem Tag zugänglich sein“, macht Tobias Quart deutlich. Im Hofsalon sollen sich die Wege kreuzen – zwischen Markt und Spielplatz am Johannisgraben, zwischen Familienzentrum und künftiger Bibliothek im Ernestinum.

Halbrundes Gebäude prägt den Platz

Das Projekt braucht noch einen langen Atem. Das Hauptelement des Salons wird ein halbrundes Gebäude in Filigranbauweise, flankiert von einem großen Gemeinschaftsbackofen, ausgestattet mit einer Tribüne für Publikumsveranstaltungen und einer Treppe, die vom Spielplatz herunterführt. Das Bauwerk soll den Hofsalon optisch begrenzen, aber zugleich offen gestalten. Im Parterre sollen Räumlichkeiten unterkommen, die Platz zum Beispiel für ein kleines Café bieten.

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Damit das finanzierbar wird, werden Fördermittel beantragt, sobald Klarheit über die einzelnen Bauabschnitte herrscht. Ein langer Weg, auf dem sich wohl erst ab 2023 wichtige Fortschritte abzeichnen werden. Doch die Spendengelder sind nicht vordergründig für die Baumaßnahme gedacht, sondern in erster Linie für die weitere Ausgestaltung des Hofsalons – und die beginnt bereits im nächsten Jahr.

„Erst die Gäste, dann die Ausgestaltung“

Nicht in einer Hau-Ruck-Aktion, sondern nach und nach. „Wir lassen den Hofsalon organisch wachsen, entsprechend der Wünsche und Bedarfe der Menschen, die ihn nutzen“, sagt Pfarrer Vogler. „Wir wollen schließlich keinen fertigen Ort vorsetzen, sondern den Hofsalon so einrichten, wie er gebraucht wird.“ In diesem Sinne gilt auch: „Erst das Programm und die Gäste, dann die bauliche Ausgestaltung“, fügt Tobias Quart hinzu. In diesem Sinne werde 2022 auf dem Areal hinter der Brüderkirche schon einiges zu erleben sein. Und die Spenderinnen und Spender sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Von Kay Würker

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