Alte Heilpflanze

Exoten im Garten: In Altenburg gedeiht der Safran

Frank Spieth und Andrea Wagner arbeiten mit Safran.

Frank Spieth und Andrea Wagner arbeiten mit Safran.

Altenburg. Wer an den roten Safran denkt, denkt wahrscheinlich zuerst an den Orient, ferne Länder und exotische Orte – und nicht unbedingt an Altenburg. Wer aber das seltene Gewürz einmal kosten möchte, findet es genau hier.

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Seit rund fünf Jahren bauen Andrea Wagner und Frank Spieth die Krokusart in ihrem Garten in der Geraer Straße in Altenburg an. Seit 2016 unterstützt sie dabei die Leader-Förderung mit insgesamt 10 900 Euro. „Unser Ziel ist aber nicht nur, den Safrananbau in Altenburg bekannt zu machen, sondern auch den Safran als Kommunikationsmittel einzusetzen“, erklärt Spieth eine der vielen Ideen. Diese heißt „Altenburger Safran – Projekt für eine lebendige Nachbarschaft“.

„Unsere Tochter besucht das Friedrichgymnasium und dort hat sich eine Gruppe Jugendlicher zusammengefunden, die sich mit dem Thema Safran beschäftigt“, beschreibt Wagner den Ursprung. Die Gruppe besteht aus rund 15 Mitgliedern zwischen 15 und 25 Jahren – einheimische ebenso wie geflüchtete Jugendliche arbeiten gemeinsam, überlegen Ideen und Aktionen. Eine davon war der Informationsstand bei der Altenburger Frühlingsnacht. „Wir haben uns vorgestellt und jeder der mochte, konnte Safranplätzchen oder -honig kosten“, so Wagner.

Das Thema Safran treibt aber nicht nur Spieth und seine Frau um, auch die Altenburger Kleingärtner haben Interesse am Safrananbau in leerstehenden Sparten. Dafür haben sie jetzt ebenfalls Leader-Gelder beantragt. „Ich finde, Safran ist eine wirklich spannende Pflanze und bringt neuen Schwung in die Kleingärten der Stadt“, sagt Wolfgang Preuß, Vorsitzender des Regionalverbandes Altenburger Land der Kleingärtner e. V.. Eine rund 300 Quadratmeter große Fläche mit Südlage ist dafür vorgesehen. „Sobald der Förderbescheid da ist, gehen wir in die Planung“, so Preuß. Auch er erhofft sich – wie Wagner und Spieth – einen kommunikativen Austausch zwischen den Altenburger Bürgern, Schulklassen und Geflüchteten. „Für die Jugendlichen aus dem Nahen Osten ist Safran etwas Bekanntes, was sie aus ihrer Heimat kennen, für uns ist es etwas Exotisches, Orientalisches. So kann ein schöner Austausch zwischen den Kulturen stattfinden und man lernt etwas übereinander.“

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Diesen Eindruck teilen auch die ersten Safrananbauer Spieth und Wagner. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kleingärtnern. Safran ist eine sehr sensible Pflanze, und Erfahrungen mit anderen auszutauschen, wird uns alle weiterbringen.“

Von Tatjana Kulpa

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