Ferien-Projekte

Graffiti-Aktion hoch zwei im Altenburger Land

Janick, Merle und Lea-Sophie verschönern zusammen mit Ralf Hecht den Bauwagen des SJFZ in Meuselwitz.

Janick, Merle und Lea-Sophie verschönern zusammen mit Ralf Hecht den Bauwagen des SJFZ in Meuselwitz.

Meuselwitz / Altenburg. Einfach nur weiß? Wie langweilig! Ihr unscheinbarer Bauwagen in eben jener Farbe bedurfte einer dringenden Verschönerung. Darüber waren sich die Kinder und Jugendlichen des Schüler-Jugend-Freizeit-Zentrums (SJFZ) in Meuselwitz einig.

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Da kam die extra Freizeit in den Herbstferien wie gelegen. Gemeinsam mit den Sozialarbeitern der Einrichtung brüteten sie in der ersten Woche über passenden Motiven, um dann in der zweiten Woche Ernst zu machen. „Wir wollten zeigen, was man alles im SJFZ machen kann“, erzählen Janick (12), Merle (11) und Lea-Sophie (12). „Wir haben am Fußballfeld mitgesprüht“ – das ordentlich Platz auf einer Bauwagenwand einnimmt. Als Profi an ihrer Seite: Ralf Hecht von der Farbküche Altenburg, der den Kids nicht nur die Basics im Umgang mit den Spraydosen erklärt, sondern dem kunterbunten Bauwagen den letzten Schliff verpasst.

Bernd Barchfeld, Leiter des SJFZ ist sehr begeistert von „seinen“ Sprayern und dem farbenfrohen Ergebnis: „Das sieht doch super aus! Wir haben das zum ersten Mal angeboten und es kam mega an. Es hätten gern noch einige mehr mitgemacht, aber dann wäre es zu unübersichtlich geworden.“

Spende machte Sprüh-Aktion möglich

Möglich machte die Aktion eine Spende über 500 Euro vom Verein „Freude am Laufen“, „und den Rest haben wir oben drauf gelegt.“ Überhaupt hätte sein Team es diese Herbstferien „mal richtig krachen lassen“ mit zahlreichen Ausflügen und eben Graffiti-Workshop, denn „seit 1. September sind wir wieder zu viert und entsprechend gut aufgestellt“, freut sich der Chef.

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Ähnlich kreativ ging es im Kinder- und Jugendhaus der Johanniter in Altenburg-Nord zur Sache. Auch hier wich das Einheitsgrau der hinteren Außenfassade erst einem weißen Anstrich und dann den gesprühten Ideen der regelmäßigen Gäste. Auch der 13-jährige Paul ist mit Feuereifer bei der Sache. „Vor anderthalb Jahren haben ich angefangen. Ich hatte das in ein paar Dokus gesehen und hab es einfach mal ausprobiert.“ Am liebsten sprühe er Schriften, verrät er, während er Niklas (16) dabei zuschaut, wie er einen roten Kreis an die Fassade sprüht. „Das wir das Logo der Johanniter. Auch eine Brasilienflagge soll noch dazu kommen, weil ,Como Vento‘ ja Samba spielen, und die Mädels habe noch Sterne und Herzen als Schablonen vorbereitet“, erzählt Sozialarbeiter Andreas Hänsge.

700 gespendete Euro von der „Stiftung für benachteiligte Kinder des Altenburger Landes“ ermöglichten die Ferienaktion, der bereits ein umfangreicher „Herbstputz“ vorausgegangen war. „Wir haben zusammen Fenster geputzt, den Zaun repariert und Laub geharkt. Jetzt ist alles wieder schick!“

Von Maike Steuer

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