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Biathlon-Star

Kati Wilhelm spricht in Altenburg über Karriere und geht auf die 13,3-Kilometer-Strecke

Sichtlich gezeichnet nach ihren 13,3 Kilometern klatscht Kati Wilhelm auf dem Markt die begeisterten Zuschauer ab.

Sichtlich gezeichnet nach ihren 13,3 Kilometern klatscht Kati Wilhelm auf dem Markt die begeisterten Zuschauer ab.

Altenburg.„Wenn Kati Wilhelm nach Altenburg kommt, herrscht hier Ausnahmezustand“. sagt Moderator Stefan Bräuer. Die dreifache Biathlon-Olympiasiegerin ist der Stargast des 11. Skatstadtmarathons. „Ich bin zum ersten Mal in Altenburg“, gesteht Kati Wilhelm. Der Saal im Obergeschoss des Goldenen Pfluges ist proppevoll. Die Organisatoren müssen weitere Stühle herantragen, um dem Besucheransturm zu meistern.

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Schönster Erfolg war Gold in Turin

Kati Wilhelm nutzt den Abend, um über ihre einzigartige Karriere zu berichten. Sie spricht über ihre Erfolge, die zahlreichen Medaillen, die sie gewonnen hat. "Der schönste Triumph war der Olympiasieg in der Verfolgung von Turin. Dort bin ich als Favoritin angetreten und musste mit großem Druck umgehen. Umso schöner ist es, wenn man dann als Erste über die Ziellinie läuft", sagt die 42-Jährige. "In besonderer Erinnerung bleibt auch die Bronzemedaille mit der Staffel bei den Olympischen Spielen von Vancouver. Das war die letzte meiner Karriere, die ich zusammen mit meinen Teamkolleginnen Martina Beck, Andrea Henkel und Simone Hauswald feiern durfte." Die Medaille brachte sie mit nach Altenburg und ließ sie durch die Zuschauerreihen wandern.

In Oberhof 2004 lief gar nichts

Neben allen Erfolgen musste die Biathletin aus Thüringen auch mit Niederlagen umgehen. „Bei der Heim-Weltmeisterschaft 2004 in Oberhof lief leider gar nichts. Das war ein bitteres Gefühl“, sagt sie rückblickend. Außerdem gab sie Einblicke in ihren Trainingsalltag und wichtige Entscheidungen, die sie während ihrer sportlichen Laufbahn treffen musste. „In den letzten Jahren meiner Karriere habe ich mir ein eigenes Trainerteam aufgebaut. Ich brauchte damals neue Herausforderungen und habe für mich entschieden, dass dies der richtige Weg ist“. Ihr Mut wurde mit vier Medaillen bei der WM in Pyeongchang 2009 belohnt.

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Oberbürgermeister ist Fan von Kati

„Dass so ein Star wie Kati Wilhelm nach Altenburg kommt, zeigt welche Anziehungskraft der Skatstadtmarathon hat. Ich bin selbst großer Fan von ihr“, sagt Oberbürgermeister André Neumann (CDU), der eine Biathlonpuppe mit Unterschrift von Kati Wilhelm ersteigert. Der Erlös der Veranstaltung wird an den Förderverein des Förderzentrums Schmölln und dem Verein Maximo Schrittweise gespendet. Beide Einrichtungen erhalten jeweils 650 Euro. „Wir wollen mit diesem Geld Fußballtore für den Schulhof kaufen und einen Austausch für Schüler und Lehrer mit Schulen aus Schweden, Rumänien und Lettland organisieren“, sagt Schulleiterin Jana Goßmann.

Zukunft als Biathlon-expertin

Kati Wilhelm tritt an diesem Abend gegen Stefan Bräuer im Hula-Hoop-Wettbewerb an. Diese Situation meistert sie genau so souverän, wie die zahlreichen Fragen der Zuschauer über Doping, Trainingsmotivation oder ihre Zukunft als Biathlon-Expertin. Angesprochen zu ihrem Lauf über die 13,3 Kilometer sagt sie: "Ich hoffe, dass es nicht so weh tut."

Von Lisa Gerth

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