Fusion abgelehnt

Langenleuba-Niederhain bleibt Langenleuba-Niederhain

In der Frage Selbstständigkeit oder Eingemeindung hat sich der Gemeinderat von Langenleuba-Niederhain entschieden.

In der Frage Selbstständigkeit oder Eingemeindung hat sich der Gemeinderat von Langenleuba-Niederhain entschieden.

Langenleuba-Niedrhain. Mit sieben Ja-Stimmen bei zwei Ablehnungen hat der Gemeinderat von Langenleuba-Niederhain am Dienstag den Beschluss aufgehoben, freiwillig mit der Gemeinde Nobitz zu fusionieren. Damit pocht neben Göpfersdorf nun eine zweite Kommune der Verwaltungsgemeinschaft auf ihre Eigenständigkeit. Der Abstimmung war erneut eine Diskussion um das Für und Wider einer Fusion und der damit verbundenen Aufgabe der kommunalpolitischen Eigenständigkeit vorausgegangen.

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Die Befürworter der Fusion verwiesen auf die geografische Lage am Rande Thüringens. Dadurch gebe es für das Wieratal nur die Möglichkeit, mit Nobitz zu fusionieren, weil – abgesehen von einem kurzen Stück zu Windischleuba – die Gemeinden nur an Sachsen und Nobitz grenzen. Eine Fusion sei jedoch, so die bekannten Argumente, angesichts der Einwohnerzahl früher oder später zwangsläufig. "Ich weiß nicht, was gegen Nobitz spricht? Wenn wir jetzt fusionieren, bekämen wir die Hochzeitsprämie und könnten etwa unsere Wohnungen sanieren und so etwas für die Bürger tun. Beim Nein bekommen wir kein Geld, tun nichts für die Einwohner, werden fremd verwaltet und kommen in zwei-drei Jahren trotzdem zu Nobitz", meinte Gerd Tobies (Die Linke).

Dies war keine mehrheitsfähige Auffassung, wie sich laut Bürgermeister Carsten Helbig (SPD) bereits am 18. Januar bei einer nicht öffentlichen Beratung der Gemeinderatsmitglieder gezeigt hatte. An diesem Abend seien sich alle darüber einhellig einig gewesen, den Beschluss über die freiwillige Fusion mit Nobitz letztlich aufzuheben. Einhellig deswegen, weil als Kompromiss die Bildung einer Verbandsgemeinde im Raum stand. "Aber ein solches Gebilde ist landesseitig vom Tisch, das gibt es nicht mehr, deswegen gab es nichts zu prüfen", so der Bürgermeister.

Helbig beklagte, dass in Thüringen – anders als in Sachsen, wo die Gebietsreform von oben beschlossen und durchgedrückt wurde – im Freistaat nebenan nun ehrenamtliche Lokalpolitiker diese schwere und in ihren Folgen nicht absehbare Entscheidung treffen müssen. „Ich appelliere deswegen an alle, die Entscheidung, wie sie auch immer ausfällt, anschließend mitzutragen“, so Helbig vor dem Votum.

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Von Jörg Reuter

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