Landtagswahl

Paukenschlag: Altenburger AfD-Direktkandidat Rückert darf nicht antreten

Der AfD-Politiker Uwe Rückert.

Der AfD-Politiker Uwe Rückert.

Altenburg. Paukenschlag bei der AfD im Altenburger Land: Die Partei tritt bei der Landtagswahl im Oktober ohne Direktkandidaten im Altenburger Wahlkreis an. Uwe Rückert, der für diesen Spitzenposten vorgesehen war, kommt nicht zum Zuge – wegen einer Nachlässigkeit. „Mein eigener Wahlvorschlag wurde nicht fristgerecht beim Kreiswahlleiter eingereicht“, berichtete Rückert am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung.

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Der Ärger bei dem 44-Jährigen ist groß. Es sei „eine eigentlich simple Formalie nicht beachtet“ worden, stellte er fest. „Das ist sträflich dumm und etlichen Ursachen geschuldet.“ Normalerweise werde der Wahlvorschlag durch benannte Vertrauenspersonen an den Landesvorstand der Partei gegeben, dort bestätigt und dann von eben jener Vertrauensperson an den Kreiswahlleiter weitergereicht. „Hier ist im Prozess einiges schief gelaufen und Termine wurden nicht gehalten. In der Folge wurde für meinen Wahlvorschlag der Stichtag zur Abgabe versäumt.“ Rückert selbst habe den Lapsus jetzt erst bemerkt. „Ich ging fest davon aus, dass meine Wahlunterlagen seit Wochen vollständig und richtig beim Kreiswahlleiter vorliegen.“

Rückert wittert keine Intrige

Eine gezielte Intrige gegen ihn habe es nicht gegeben, ist der gebürtige Altenburger überzeugt. Es bestünden zwar innerparteilich etliche Konkurrenzsituationen, insbesondere wenn es um wichtige Kandidaturen geht. Rückert verweist allerdings auf fehlende Erfahrungswerte, wie sie auch im Kreistag zu Tage träten. „Als AfD-Fraktion haben wir kaum politische Erfahrungsträger in unseren Reihen, welche uns Neulinge in die vielfältigen Sachthemen einführen.“ Er sei „all den Parteifreunden sehr dankbar, welche mir ganz überwiegend und sehr deutlich den Rücken stärkten, mich großartig unterstützten“.

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Rückert, seit der Kommunalwahl in diesem Jahr AfD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, wollte als Direktkandidat für den Wahlkreis 44 (Altenburg, Nobitz, Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue) ins Rennen gehen. Der Oberstleutnant der Bundeswehr betrieb dafür in den vergangenen Wochen bereits intensiv Wahlkampf.

Der AfD im Altenburger Land bleibt nun nur noch der Direktkandidat für den Wahlkreis 43 (Schmölln, Meuselwitz, Lucka), der 60-jährige Thomas Rudy. Der sitzt für die Partei aktuell schon im Landtag.

Von Kay Würker

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