Einbruch ins Museum Flugwelt

Polizei stellt Suche nach Täter von Nobitz vorläufig ein

Da war die Welt noch in Ordnung: Die Flugwelt Nobitz vor dem Einbruch.

Da war die Welt noch in Ordnung: Die Flugwelt Nobitz vor dem Einbruch.

Nobitz. Mit einigem Grausen denken die Mitglieder vom Verein Flugwelt an jenen Samstagmorgen vor ziemlich genau vier Monaten zurück, als sie ihr Museum am Flugplatz aufschlossen.

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Denn ihnen bot sich dort ein Bild der Verwüstung. Zwischen Donnerstag, dem 14. September 2017, und Sonnabend, 16. September, 9.50 Uhr, hatten Einbrecher ihre mit großem Aufwand eingerichtete und zahlreichen seltenen historischen Sammlerstücken ausgestattete Ausstellung heimgesucht und geplündert. „Ganze Vitrinen waren einfach zerschlagen und leer geräumt worden“, erinnert sich Vereinschef Frank Modaleck noch sehr gut. „Der Gesamtwert der Beute betrug rund 8000 Euro. Rechnet man die angerichteten Sachschäden, neben den Vitrinen zertrümmerten die Eindringlinge auch Fenster, beläuft sich der Schaden sogar auf rund 12 000 Euro“, rechnet Modaleck vor.

Ermittlungen der umgehend eingeschalteten Polizei liefen bislang ins Leere. „Inzwischen ist bei uns ein Schreiben der Kripo eingegangen, in dem mitgeteilt wird, dass das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt vorläufig eingestellt wird“, so der Vereinschef. Nach OVZ-Informationen gab es im vergangenen Herbst aber durchaus Hinweise, die zumindest auf mögliche Tatverdächtige schließen ließen. Allerdings sind die offensichtlich abgetaucht und konnten auch von der Polizei nicht ausfindig gemacht werden. Wie auch das vermutlich in der Tatnacht verwendete Fahrzeug, dass geliehen gewesen sein soll, aber ebenso nie wieder auftauchte.

Vom Diebesgut – durchweg Raritäten aus den Epochen der Ballonfahrt sowie dem Zweiten Weltkrieg – ist bis heute nicht ein Teil wieder aufgetaucht. „Man kann davon ausgehen, dass für ausgemachte Sammler der Wert mancher originaler Stücke weitaus höher eingeschätzt wird, als von uns“, so Modaleck.

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Mittlerweile hat der Verein eine detaillierte Liste mit den entwendeten Gegenständen – insgesamt 31 Stück an der Zahl – in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Die Bandbreite reicht von originalen Flugzeugarmaturen, wie von der Ju 52, bis hin zu Fotos und persönlichen Ausrüstungsgegenständen der Piloten.

Die Flugweltler haben auch die einschlägigen Sammlerbörsen im Auge. „Auch andere Museen zum Flugwesen und renommierte Sammler sind von uns informiert und würden Alarm schlagen, so ihnen ein gesuchtes Teil angeboten wird. Ich fürchte, da taucht nichts mehr auf“, so Modaleck. Die Vitrinen sind mittlerweile repariert und mit neuen Exponaten bestückt. „Aber die reichen im Wert nicht an die verschwundenen heran.“

Hinweise unter www.flugwelt-altenburg-nobitz.de

Von Jörg Wolf

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