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Lehrermangel

Schülerzahlen am Limit – Wintersdorfer Bürgermeister kritisiert Schulamt

Die neuen fünften Klassen der Regelschule Meuselwitz werden mit 28 Schüler voll ausgereizt.

Die neuen fünften Klassen der Regelschule Meuselwitz werden mit 28 Schüler voll ausgereizt.

Meuselwitz.In den Streit um die Zwangseinschulung von Meuselwitzer Schülern in die Regelschule Lucka hat sich jetzt der Wintersdorfer Ortsteilbürgermeister eingeschaltet. Thomas Reimann übte dabei insbesondere scharfe Kritik am Staatlichen Schulamt Ostthüringen, das die Gastanträge der Wintersdorfer Eltern zum Besuch der Regelschule abgelehnt hatte (OVZ berichtete).

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„Dieses Amt braucht niemand“, sagte Reimann, der für die Regionalen auch im Kreistag sitzt. Es wäre sinnvoller, wenn die vielen Lehrer, die in der Schulbehörde sitzen, in den Schulen eingesetzt werden würden, um dort den Lehrermangel zu lindern. Die Aufgaben dieses Schulamts könnten problemlos vom Landratsamt mit übernommen werden. Dann käme es auch nicht zu solchen willkürlichen Entscheidungen, dass Schüler einer Stadt in die Schule einer anderen gehen müssten.

Reimann räumte allerdings ein, dass der Kreistag den Schulbezirk für Wintersdorfer Regelschüler nach Lucka gelegt hatte. Das sei aber zu Zeiten gewesen, als man in der Nordregion die Stärkung der Luckaer Bildungsstätte vereinbart habe. Diese Zusammenarbeit in der Nordregion gebe es jedoch längst nicht mehr, sagte der Bürgermeister. Deshalb seien Gastschulanträge von Wintersdorf in der Vergangenheit auch genehmigt worden.

Für das kommende Schuljahr nun aber nicht mehr. Grund ist, dass in der Regelschule Meuselwitz eine dritte fünfte Klasse gebildet werden müsste, für die aber ein Lehrer fehlt. Nach bisherigen Planungen werden die beiden fünften Klassen jeweils 28 Schüler haben – und damit an der maximalen Obergrenze liegen. Zu den 56 Schülern gehören OVZ-Informationen zufolge sechs mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf.

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Laut dem neuen Schulgesetz wären so viele Schüler bei dieser Anzahl von Sonderförderungen gar nicht mehr erlaubt, kommentierte Reimann diese Zahlen. Dann müsste ohnehin eine dritte Klasse gebildet werden.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass nicht nur vier, sondern sechs Gastschulanträge aus Wintersdorf vom Schulamt abgelehnt wurden. Damit soll die fünfte Klasse der Regelschule Lucka gestärkt werden, die ohne die Wintersdorfer nur 14 Schüler zählen würde.

Von Jens Rosenkranz

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