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Studie

So sportlich sind Drittklässler im Altenburger Land – KSB lädt zum Mitmachen

Anja-Maria Leibold (r.) und Ulf Schnerrer vom Kreissportbund  testen das Banner, das ab Mittwoch in Altenburg für zwei Veranstaltungen auf dem Flugplatz in Nobitz wirbt. Mit den Angeboten am 4. Mai reagiert der KSB auf die Ergebnisse einer Studie der Uni Jena.

Anja-Maria Leibold (r.) und Ulf Schnerrer vom Kreissportbund testen das Banner, das ab Mittwoch in Altenburg für zwei Veranstaltungen auf dem Flugplatz in Nobitz wirbt. Mit den Angeboten am 4. Mai reagiert der KSB auf die Ergebnisse einer Studie der Uni Jena.

Altenburg.In Sachen Sport sind die Drittklässler des Altenburger Landes weder herausragend gut, noch besonders schlecht. Wie eine Studie der Universität Jena im Auftrag des Landessportbundes zeigt, liegt die Leistungsfähigkeit der Acht- bis Neunjährigen weitestgehend im alterstypischen Soll. Dafür testeten Wissenschaftler im Oktober/November 218 Drittklässler aus sechs Grundschulen im Kreis in den Bereichen Schnelligkeit, Arm- und Beinkraft, Gleichgewicht, Ausdauer und Koordination.

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Im März wurden die Ergebnisse von 168 Steppkes im 20-Meter-Sprint, Medizinballstoßen, Standweitsprung, Einbeinstand, Sechs-Minuten- und Sternlauf ausgewertet. Dass Leistungen von 50 Schülern fehlen, erklären KSB-Geschäftsführer Ulf Schnerrer und Sportjugend-Koordinatorin Anja-Maria Leibold damit, dass Eltern der Datenübermittlung an die Uni nicht zustimmten. Ansonsten zeigte sich das KSB-Duo zufrieden mit der Fitnesstest-Premiere im Altenburger Land.

Stark beim Einbeinstand, schwach beim Sternlauf

"Beim Medizinballstoßen lagen die Jungs 20 Zentimeter unterm Schnitt, die Mädchen 20 Zentimeter darüber", fasst Schnerrer zusammen und erklärt, dass als Referenz die Werte von Gleichaltrigen aus Brandenburg herangezogen wurden, weil die Studie dort eine größere Datenbasis hat als in Thüringen, wo sie bislang unter dem Motto "Bewegte Kinder = gesündere Kinder" nur Modellcharakter trägt. Während beide Geschlechter beim Sprint im Soll lagen, hielten sie den Einbeinstand fast doppelt so lange. "Das ist unsere Schokoladendisziplin", sagt Leibold zum starken Gleichgewichtssinn.

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„Am schlechtesten lief der Sternenlauf“, erklärt die Sportjugendkoordinatorin. „Aber nicht im dramatischen Bereich.“ Bei den koordinativ anspruchsvollen Bewegungsabläufen blieben Mädchen wie Jungen rund eine Sekunde unter dem Soll. Auch beim sechsminütigen Ausdauerlauf fehlten den Jungs zehn und den Mädchen fünf Prozent zum Durchschnitt. Besser lief es beim Weitsprung, bei dem die Jungs die Norm erfüllten und die Mädchen diese sogar um fünf Zentimeter übertrafen. Am besten schnitt dabei die Grundschule Langenleuba-Niederhain ab, die in allen Disziplinen über dem Schnitt lag.

Kein Grund zur Entwarnung

Auch wenn die Ergebnisse besser ausfielen, als Mahnungen wegen Übergewicht und Bewegungsmangel befürchten ließen, geben sie Leibold keinen Anlass zur Entwarnung. „Die Teilnehmer sind sportlich engagierte Schulen“, so die 32-Jährige. „Für die anderen Schulen können wir keine Aussagen treffen.“ Daher würde man sich freuen, wenn noch mehr Grundschulen bei dem Fitnesstest mitmachen würden. Die Bewerbungsfrist für dieses Jahr läuft gerade.

„Neben der breiteren Datenbasis sieht man, wo die Stärken, aber auch wo die Schwächen liegen“, wirbt Leibold. „Zudem bekommen die Eltern ein Gefühl dafür, wo das Kind steht.“ Dazu diene eine individuelle Auswertung, die per Brief an die Eltern gehe, ergänzt Schnerrer. Auf dieser sind die Leistungen in einem Farbdiagramm und einer Punktewolke anschaulich gemacht. Daraus leiten die Wissenschaftler für jedes Kind Handlungsempfehlungen ab. Neben der täglichen Stunde Sport empfehlen die Experten etwa weniger als zwei Stunden am Tag vor Fernseher, Tablet und Co.

KSB reagiert mit zwei Mitmach-Angeboten

Weil der KSB Bewegung fördern und den Spaß daran vermitteln will, macht er am 4. Mai zwei Angebote. Während von 18 bis 21 Uhr beim Airport Skate auf dem Flugplatz Nobitz jeder auf Rollen kostenlos seine Runden drehen kann, heißt es dort zwischen 15 und 18 Uhr: „Check deinen Sport“. Dabei präsentieren Vereine ihre Sportarten von Klettern über Cheerleading und Judo bis zu Schach. Dabei können Eltern und Kindern sofort selbst aktiv werden.

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Von Thomas Haegeler

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