Kommentar

Sonderrechte für Schmöllner Windräder schaffen Frust

Schmölln. Dass Altenburger Land wird immer mehr mit immer höheren Strom-Stengeln vollgestellt. Schon an dieser Tatsache scheiden sich die Geister zwischen den Befürwortern und den Gegnern von Windenergie. Dass Letztere an Masse zulegen, hat nicht nur mit dem Lärm, der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, der Gefahr für Vögel und anderen Faktoren zu tun. Es liegt auch an solchen Strom-Giganten, die jetzt bei Schmölln entstehen, deren Bauerlaubnis nicht nur an einen Skandal grenzt, sondern einer ist.

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OVZ-Redakteur Jens Rosenkranz.

OVZ-Redakteur Jens Rosenkranz.

Warum nicht warten, bis alle Unstimmigkeiten geklärt sind?

Denn obwohl die Genehmigung dafür nicht bestandskräftig ist und ein Widerspruchsverfahren läuft, darf der Investor mit dem Bau loslegen. Wer also richtig viel Geld locker macht und in die politisch korrekte Branche steckt, bekommt seine Sondererlaubnis. Dies darf man gern bestreiten, sollte dann aber folgende Frage beantworten: Warum wird bei solch einem umstrittenen Vorhaben mit den höchsten Windkraftanlagen im Landkreis mit der Baugenehmigung nicht solange gewartet, bis alle Unstimmigkeiten geklärt sind? Das ist nämlich in den allermeisten Fällen so üblich.

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Da Behörden hier Ausnahmen schaffen und sich damit über Einsprüche von Gemeinden und Bürgern hinwegsetzen, sorgen sie nicht nur für richtig Frust unter den Leuten, sondern zerstören auch das Vertrauen in die Windenergie und in die Ämter selbst. Viel mehr Schaden geht nicht.

Kreis wird wohl keinen Rückzieher machen

Das hilft auch nicht der Verweis darauf, dass der Investor seine Anlagen wieder abbauen muss, sollte dem Widerspruch stattgegeben werden. Über so etwas darf man herzhaft lachen. Stehen die Stangen einmal, bleiben sie auch. Denn niemals wird sich das Landratsamt dem Risiko eines Prozesses aussetzen, an dessen Ende der Kreis den Investoren Entschädigungen in zweistelliger Millionenhöhe zahlen könnte.

j.rosenkranz@lvz.de

Von Jens Rosenkranz

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