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Ungewöhnlich

Weiße Spinne lauert in Altenburg auf Beute im Rosmarin

Eine Veränderliche Krabbenspinne versucht, ganz in weiß für ihre Beute unentdeckt zu bleiben.

Eine Veränderliche Krabbenspinne versucht, ganz in weiß für ihre Beute unentdeckt zu bleiben.

Altenburg. Offensichtlich sind nicht alle Spinnen dunkel, wie diese weibliche „Veränderliche Krabbenspinne“ beweist. Heimisch ist Misumena vatia überall in Europa. „Man kann schon hin und wieder eine sehen, aber nicht unbedingt häufig“, sagt Dietmar Klaus vom Naturschutzbund. Wohl auch, weil die Tiere nicht immer auffällig weiß sind. Dabei ist auffällig nicht richtig. Im Gegenteil, denn die weiße Färbung dient der Spinne als Tarnung, wenn sie auf der hellen Seite der Rosmarinnadeln auf Beute lauert.

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„Die Veränderliche Krabbenspinne webt kein Netz, sondern sie lauert in Pflanzen auf Insekten, die sie fängt und mit ihrem Gift tötet“, erklärt Klaus der OVZ. Bei einer solchen Jagdstrategie ist eine gute Tarnung von großem Vorteil. Weshalb die Veränderlichen Krabbenspinnen die Fähigkeit entwickelt haben, sich farblich ihrer Umgebung anzupassen. „Aber natürlich in Grenzen, doch gelblich, rötlich oder eben auch weiß – solche Farben können sie annehmen“, so der Insektenfachmann.

Demgegenüber sind die meisten anderen Spinnen dunkel gefärbt, schlicht weil sie nachtaktiv sind und im Dunkeln Farbe keine Rolle spielt. Auch für die Partnersuche bei Spinnen seien Farben nicht relevant. Sie nutzen andere Methoden, erläutert Dietmar Klaus. Zum Beispiel balzen die Krabbenspinnen mittels Klopfzeichen. Diesbezüglich sind die Farbexperten unter den Spinnen keine Ausnahmen. Übrigens auch nicht, was das ihr Gift betrifft: Für Menschen ist es völlig ungefährlich.

Von Jörg Reuter

LVZ

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